Dimplex Falke Nürnberg
Am Samstag nach Trier - Drama ohne Happy-End
sid am 15.02.2007 um 16:51
55 Minuten kämpften und ackerten die SELLBYTEL Baskets zuletzt gegen Bonn, bereits drei Tage später wartet jedoch mit TBB Trier bereits der nächste Gegner auf die Mannschaft des Trainergespanns Harlander/Weissenböck. Wenn am Samstag, den 17.02. um 20 Uhr in der Arena Trier der Jump erfolgt, werden die Mittelfranken erneut versuchen, die Früchte der Arbeit einzufahren, die ihnen am Mittwoch gegen Bonn noch verwehrt worden waren. "Wir müssen im Angriff früher in einen Rhythmus finden und das defensive Niveau der letzten beiden Spiele erneut abrufen, um in Trier mitspielen zu können", mahnt Stephan Harlander. "Wir haben gegen Bonn unglücklich verloren, jetzt dürfen wir die Köpfe nicht hängen lassen und wieder in alte Fehler verfallen, sondern müssen es schaffen, uns weiter zu verbessern."
Auf jeden Fall wird am Samstag an der Mosel eine Negativserie enden, Nürnberg konnte die letzten fünf, Trier sogar die letzten sechs Partien in Serie nicht gewinnen. Um den Anschluss an die Playoffplätze nicht zu verlieren, werden die Südwestdeutschen sicherlich alles dafür tun, um vor eigenem Publikum wieder erfolgreich zu sein. Ein wichtiger Faktor wird dabei Triers Topscorer Tommy Adams (17,9 PpG, 2,5 ApG) sein, der beim 97:63-Hinspielsieg mit 40 Punkten die Nürnberger fast alleine aus der Halle schoss, mit seinen Distanzwürfen zuletzt aber auf Kriegsfuß stand, indem er nur 13 seiner letzten 60 Dreierversuche versenken konnte. Gemeinsam mit Adams lenkt Marcus Taylor (12,5 PpG, 3,5 RpG, 2,5 ApG), der nach mehreren Personalwechseln als geeigneter Mann ausgemacht wurde, seit kurzem von den Guardpositionen die Partie. Kapitän James Gillingham (11,2 PpG, 2,9 ApG), er fehlte in den letzten beiden Partien verletzt, komplettiert die Guardrotation. Auf dem Flügel wird es Soto Gioulekas mit dem 2,03m großen Brandon Gay (11,1 PpG, 4,7 RpG) zu tun bekommen, als Power Forward bietet Headcoach Joe Whelton, der vor einer Woche um drei Jahre in Trier verlängerte, den athletischen und kompakten Danny Horace (8,4 PpG, 4,5 RpG) von Beginn an auf. Vervollständigt wird die Startformation durch den 2,12m großen kanadischen Center Nate Doornekamp (6,6 PpG, 6,1 RpG). Mit Ernest Scott, Josh Almanson, Tate Decker und Routinier Detlev Musch bieten sich den Moselanern vor allem auf den Positionen 3 bis 5 viele Alternativen von der Bank, dazu kommt als Guard noch das Trierer Eigengewächs Patrick Palzer.
"Trier hat in den letzten Wochen wie wir kaum Erfolgserlebnisse feiern können, für beide Teams wird daher wichtig sein, gut ins Spiel zu finden. Wir werden darauf bedacht sein, die Trierer mit guter Abwehrarbeit zu schwierigen Wurf- und Passentscheidungen zu zwingen, damit sie nicht ins Laufen kommen. Sollte ihnen das nämlich gelingen, ist auf einmal jeder ihrer Spieler von überall gefährlich", warnt Stephan Harlander seine Mannschaft davor, allzu passiv ins Spiel zu gehen.
Drama ohne Happy-End
"Mich hat das Spiel heute nicht unberührt gelassen", musste Michael Koch, Headcoach der Telekom Baskets Bonn in der Pressekonferenz gestehen, "in der Kabine musste ich mir von meinen Spielern gerade sagen lassen, dass es in Wirklichkeit drei und nicht – wie von mir wahrgenommen – zwei Verlängerungen gab." 55 Minuten hatten die SELLBYTEL Baskets Nürnberg mit ihren Gästen aus dem Rheinland in einem hektischen Kampfspiel mit Quoten von 29% (Nürnberg) bzw. 35% (Bonn) aus dem Feld um jeden Quadratzentimeter Parkett in der Arena Nürnberger Versicherung gerungen, am Ende zogen die Gastgeber aber mit 76:80 (57:57, 29:32) den kürzeren. 61:61 und 66:66 hatte es nach den beiden ersten Verlängerungen gestanden.
25 Minuten hatte es vor einer Kulisse von 1100 Zuschauern gedauert, bis bei den SELLBYTEL Baskets der Funke übersprang, zuvor hatten die Hausherren wie in den vorherigen Partien offensiv sehr umständlich gewirkt und sich mit wenigen Ausnahmen gegen die massive Bonner Deckung nicht aggressiv genug präsentiert. Auf der Gegenseite bemängelte Michael Koch bei seiner Mannschaft den fehlenden Killerinstinkt, denn sein Team verpasste es zu diesem Zeitpunkt, den Sack zuzumachen. Trotz einer hohen Zahl an Ballverlusten und extremer Großzügigkeit im Umgang mit Freiwurfchancen hatten die Bonner sich fünf Minuten nach dem Seitenwechsel einen Vorsprung von zwölf Punkten (42:32) erarbeitet, nachdem die Nürnberger Michael Lake und Corey Rouse kurz hintereinander jeweils mit ihrem vierten und sofort im Anschluss auch mit je einem technischen Foul belegt worden waren, was das Ende ihres Arbeitstages bedeutete. Wer nun allerdings befürchtete, dass die Franken wie in den vorherigen Spielen aufgrund dieser Rückschläge einbrechen würden, sah sich angenehm überrascht. Hatte man nach 30 Minuten noch 38:49 im Hintertreffen gelegen, so zeigte die Mannschaft nun ihre kämpferischen Qualitäten und glich mit einem 15:4-Lauf vier Minuten vor dem Ende zum 53:53 aus. Mit einem Mitteldistanzwurf und einem erfolgreichen Freiwurf setzte Bonns Spielmacher Gardner den Konter, nach dem Anschluss durch Tim Nees auf 55:56 zeigte Conley jedoch Nerven und vergab einen Freiwurf, so dass Ryan DeMichael per Tipdunk zur Verlängerung ausgleichen konnte.
Vier Punkte auf beiden Seiten lautete die maue Ausbeute in den folgenden fünf Minuten, Nürnberg hatte sich auf 61:57 abgesetzt, doch wieder war es Jason Gardner, dem die Kraft einfach nicht auszugehen schien, der sich zwischen die Gastgeber und den vierten Saisonsieg stellte. Auch in der zweiten Overtime erwischten die Gastgeber den besseren Start und legten zum 64:61 vor. Kruel schaffte den Anschluss, Nürnberg vergab und Walker leistete sich ein absichtliches Foul, bei dem er sich selbst verletzte. Conley konnte wiederum nur einen Freiwurf nutzen und nach einem leidenschaftlich erkämpften Steal durfte Robert Dühring an die Linie, wo er keine Nerven zeigte und auf 66:64 erhöhte. Ein Angriff blieb den Bonnern noch und Kruel schaffte es tatsächlich, den Ball in den Nürnberger Korb zu bugsieren, allerdings hatte er zuvor verdächtig lange direkt unter dem Korb auf das Anspiel gelauert. Alle Proteste halfen nicht, der Korb zählte und noch einmal fünf Minuten wurden angehängt. Nun erwischten die Bonner einen Raketenstart und legten mit Dreiern von Schiffner und Conley den Grundstein für den Sieg, den Gardner zehn Sekunden vor dem Ende mit zwei Freiwürfen zum 80:76 unter Dach und Fach brachte.
"Bei aller Dramatik, dem Pech und den unschönen Begleitumständen dürfen wir nicht vergessen, dass wir lange Zeit nicht ins Spiel gekommen sind und vor der 25. Minute die Chance versäumt haben, die Partie an uns zu reißen", meinte Stephan Harlander nach der Begegnung. "Wir haben wie Bonn eigentlich durchgehend gut verteidigt, aber unser Angriff kam erst als wir zwölf Punkte hinten waren ins Rollen. Danach haben wir so gespielt, wie wir es uns vorstellen, auch wenn am Ende ein Spritzer Glück gefehlt hat. Wir werden am Samstag in Trier zusehen, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen und nicht wieder in alte Fehler zu verfallen."
Nürnberg: DeMichael (15), Nees (14), Lee (10), Lake (10), Gioulekas (10), Griffin (7), Walker (5), Dühring (4), Rouse (1).
Bonn: Gardner (19), Cline-Heard (18), Conley (16), Bowler (8), Kolodziejski (5), Mazeika (4), Kruel (4), Flomo (3), Schiffner (3), Markovic.
Presemitteilung: SELLBYTEL Baskets Nürnberg
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Auf jeden Fall wird am Samstag an der Mosel eine Negativserie enden, Nürnberg konnte die letzten fünf, Trier sogar die letzten sechs Partien in Serie nicht gewinnen. Um den Anschluss an die Playoffplätze nicht zu verlieren, werden die Südwestdeutschen sicherlich alles dafür tun, um vor eigenem Publikum wieder erfolgreich zu sein. Ein wichtiger Faktor wird dabei Triers Topscorer Tommy Adams (17,9 PpG, 2,5 ApG) sein, der beim 97:63-Hinspielsieg mit 40 Punkten die Nürnberger fast alleine aus der Halle schoss, mit seinen Distanzwürfen zuletzt aber auf Kriegsfuß stand, indem er nur 13 seiner letzten 60 Dreierversuche versenken konnte. Gemeinsam mit Adams lenkt Marcus Taylor (12,5 PpG, 3,5 RpG, 2,5 ApG), der nach mehreren Personalwechseln als geeigneter Mann ausgemacht wurde, seit kurzem von den Guardpositionen die Partie. Kapitän James Gillingham (11,2 PpG, 2,9 ApG), er fehlte in den letzten beiden Partien verletzt, komplettiert die Guardrotation. Auf dem Flügel wird es Soto Gioulekas mit dem 2,03m großen Brandon Gay (11,1 PpG, 4,7 RpG) zu tun bekommen, als Power Forward bietet Headcoach Joe Whelton, der vor einer Woche um drei Jahre in Trier verlängerte, den athletischen und kompakten Danny Horace (8,4 PpG, 4,5 RpG) von Beginn an auf. Vervollständigt wird die Startformation durch den 2,12m großen kanadischen Center Nate Doornekamp (6,6 PpG, 6,1 RpG). Mit Ernest Scott, Josh Almanson, Tate Decker und Routinier Detlev Musch bieten sich den Moselanern vor allem auf den Positionen 3 bis 5 viele Alternativen von der Bank, dazu kommt als Guard noch das Trierer Eigengewächs Patrick Palzer.
"Trier hat in den letzten Wochen wie wir kaum Erfolgserlebnisse feiern können, für beide Teams wird daher wichtig sein, gut ins Spiel zu finden. Wir werden darauf bedacht sein, die Trierer mit guter Abwehrarbeit zu schwierigen Wurf- und Passentscheidungen zu zwingen, damit sie nicht ins Laufen kommen. Sollte ihnen das nämlich gelingen, ist auf einmal jeder ihrer Spieler von überall gefährlich", warnt Stephan Harlander seine Mannschaft davor, allzu passiv ins Spiel zu gehen.
Drama ohne Happy-End
"Mich hat das Spiel heute nicht unberührt gelassen", musste Michael Koch, Headcoach der Telekom Baskets Bonn in der Pressekonferenz gestehen, "in der Kabine musste ich mir von meinen Spielern gerade sagen lassen, dass es in Wirklichkeit drei und nicht – wie von mir wahrgenommen – zwei Verlängerungen gab." 55 Minuten hatten die SELLBYTEL Baskets Nürnberg mit ihren Gästen aus dem Rheinland in einem hektischen Kampfspiel mit Quoten von 29% (Nürnberg) bzw. 35% (Bonn) aus dem Feld um jeden Quadratzentimeter Parkett in der Arena Nürnberger Versicherung gerungen, am Ende zogen die Gastgeber aber mit 76:80 (57:57, 29:32) den kürzeren. 61:61 und 66:66 hatte es nach den beiden ersten Verlängerungen gestanden.
25 Minuten hatte es vor einer Kulisse von 1100 Zuschauern gedauert, bis bei den SELLBYTEL Baskets der Funke übersprang, zuvor hatten die Hausherren wie in den vorherigen Partien offensiv sehr umständlich gewirkt und sich mit wenigen Ausnahmen gegen die massive Bonner Deckung nicht aggressiv genug präsentiert. Auf der Gegenseite bemängelte Michael Koch bei seiner Mannschaft den fehlenden Killerinstinkt, denn sein Team verpasste es zu diesem Zeitpunkt, den Sack zuzumachen. Trotz einer hohen Zahl an Ballverlusten und extremer Großzügigkeit im Umgang mit Freiwurfchancen hatten die Bonner sich fünf Minuten nach dem Seitenwechsel einen Vorsprung von zwölf Punkten (42:32) erarbeitet, nachdem die Nürnberger Michael Lake und Corey Rouse kurz hintereinander jeweils mit ihrem vierten und sofort im Anschluss auch mit je einem technischen Foul belegt worden waren, was das Ende ihres Arbeitstages bedeutete. Wer nun allerdings befürchtete, dass die Franken wie in den vorherigen Spielen aufgrund dieser Rückschläge einbrechen würden, sah sich angenehm überrascht. Hatte man nach 30 Minuten noch 38:49 im Hintertreffen gelegen, so zeigte die Mannschaft nun ihre kämpferischen Qualitäten und glich mit einem 15:4-Lauf vier Minuten vor dem Ende zum 53:53 aus. Mit einem Mitteldistanzwurf und einem erfolgreichen Freiwurf setzte Bonns Spielmacher Gardner den Konter, nach dem Anschluss durch Tim Nees auf 55:56 zeigte Conley jedoch Nerven und vergab einen Freiwurf, so dass Ryan DeMichael per Tipdunk zur Verlängerung ausgleichen konnte.
Vier Punkte auf beiden Seiten lautete die maue Ausbeute in den folgenden fünf Minuten, Nürnberg hatte sich auf 61:57 abgesetzt, doch wieder war es Jason Gardner, dem die Kraft einfach nicht auszugehen schien, der sich zwischen die Gastgeber und den vierten Saisonsieg stellte. Auch in der zweiten Overtime erwischten die Gastgeber den besseren Start und legten zum 64:61 vor. Kruel schaffte den Anschluss, Nürnberg vergab und Walker leistete sich ein absichtliches Foul, bei dem er sich selbst verletzte. Conley konnte wiederum nur einen Freiwurf nutzen und nach einem leidenschaftlich erkämpften Steal durfte Robert Dühring an die Linie, wo er keine Nerven zeigte und auf 66:64 erhöhte. Ein Angriff blieb den Bonnern noch und Kruel schaffte es tatsächlich, den Ball in den Nürnberger Korb zu bugsieren, allerdings hatte er zuvor verdächtig lange direkt unter dem Korb auf das Anspiel gelauert. Alle Proteste halfen nicht, der Korb zählte und noch einmal fünf Minuten wurden angehängt. Nun erwischten die Bonner einen Raketenstart und legten mit Dreiern von Schiffner und Conley den Grundstein für den Sieg, den Gardner zehn Sekunden vor dem Ende mit zwei Freiwürfen zum 80:76 unter Dach und Fach brachte.
"Bei aller Dramatik, dem Pech und den unschönen Begleitumständen dürfen wir nicht vergessen, dass wir lange Zeit nicht ins Spiel gekommen sind und vor der 25. Minute die Chance versäumt haben, die Partie an uns zu reißen", meinte Stephan Harlander nach der Begegnung. "Wir haben wie Bonn eigentlich durchgehend gut verteidigt, aber unser Angriff kam erst als wir zwölf Punkte hinten waren ins Rollen. Danach haben wir so gespielt, wie wir es uns vorstellen, auch wenn am Ende ein Spritzer Glück gefehlt hat. Wir werden am Samstag in Trier zusehen, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen und nicht wieder in alte Fehler zu verfallen."
Nürnberg: DeMichael (15), Nees (14), Lee (10), Lake (10), Gioulekas (10), Griffin (7), Walker (5), Dühring (4), Rouse (1).
Bonn: Gardner (19), Cline-Heard (18), Conley (16), Bowler (8), Kolodziejski (5), Mazeika (4), Kruel (4), Flomo (3), Schiffner (3), Markovic.
Presemitteilung: SELLBYTEL Baskets Nürnberg
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