Dimplex Falke Nürnberg
Physischen Schwaben nicht gewachsen
sid am 12.02.2007 um 14:54
Tübingen bleibt für die SELLBYTEL Baskets Nürnberg eine unüberwindbare Hürde, auch im vierten Kräftemessen der beiden Teams in der aktuellen Spielzeit mussten sich die Mittelfranken geschlagen geben. 56:70 (30:32) lautete vor nur 1200 Zuschauern in der Arena Nürnberger Versicherung das Resultat am Ende einer hektischen Partie mit vielen Ballverlusten, in der auf beiden Seiten die Abwehrreihen dominierten. Tübingens Coach McCarthy zeigte sich nach der Partie erleichtert: "Ich habe gesehen, dass mein Team sich offensiv schwer tut, daher habe ich die Spieler immer weiter angetrieben, in der Abwehr energisch zur Sache zu gehen, damit wir das Spiel gewinnen."
Beleg für die Hektik ist die Tatsache, dass es bis zur vierten Spielminute dauerte, ehe Corey Rouse mit dem 7:4 die ersten Punkte im Spiel markieren konnte, die nicht aus Offensivrebound oder Freiwurf resultierten. Tübingen warf seine physischen Vorteile von Beginn an in die Waagschale, ging dabei allerdings oft zu sehr zur Sache, so dass die Flügelspieler Melson und sein Ersatz Nixon früh in der Begegnung mit zwei Fouls belastet waren und Nürnberg beim Stand von 8:4 die Chance bekam, durch zwei Freiwürfe weiter zu erhöhen. Topscorer Tim Nees verfehlte jedoch zweimal, während Marsh auf der Gegenseite beide Chancen nach dem zweiten Foul von Michael Lake dankbar annahm. Nachdem sich Nürnberg in der achten Minute auf 16:9 abgesetzt hatte, begann Tübingen, immer wieder seinen robusten Center Rasko Katic zu suchen, der mit vier Punkten zum Viertelendstand von 16:13 einen Vorgeschmack darauf gab, was noch kommen sollte. Per Dunking steuerte Ryan DeMichael seine einzigen beiden Punkte zum 20:15 bei, anschließend war es leider vorbei mit der Nürnberger Herrlichkeit. Jay Thomas eröffnete einen Tübinger 7:0-Lauf, den er auch selbst mit einem Dunk zur Tübinger Führung abschloss, die nur nach einem Dreier von Michael Lake zum 23:22 in der 15. Minute noch einmal kurz aus der Hand gegeben wurde. 13 Zähler von Katic und 8 von Davis machten den Löwenanteil der 32 Tübinger Punkte zur Pause aus, Nürnberg lag mit zwei im Hintertreffen.
33:34 lautete der Zwischenstand nach einem der wenigen schön herausgespielten Angriffe, den Gioulekas per Dreier abschloss. Das folgende vierte Foul von Michael Lake schien die Mannschaft allerdings zu lähmen, ohne den 33jährigen verloren die Gastgeber vollends ihre Linie. Die Freiwurfschwäche, die sich wie ein roter Faden durch die ganze Partie zog, gesellte sich noch erschwerend zu unüberlegten und überhasteten Einzelaktionen im Angriff hinzu, so dass Tübingen in den folgenden sechs Minuten nur geduldig seinen Stiefel herunterspielen musste, um durch einen 14:4-Lauf erstmals zweistellig in Führung zu gehen. Zehn Punkte betrug die Differenz dann auch nach 30 Minuten. Kurze Hoffnungsschimmer durchzuckten zweimal das letzte Viertel, die Tübinger Antwort folgte aber stets prompt und präzise. Michael Lake musste kurz nachdem er das 45:53 markiert hatte mit dem fünften Foul vom Feld und als Nürnberg noch einmal auf 50:57 dran war, gab man durch zwei Abwehrfehler sowie eine kopflose Offensivaktion das Momentum aus der Hand, was die Schwaben zu einem 13:1-Lauf nutzten. Fünf Zähler in der Schlussminute durch Gioulekas dienten lediglich der Ergebniskosmetik.
"Die Abwehr der Tübinger und die beiden großen Spieler im Angriff haben heute den Unterschied ausgemacht", konstatierte Stephan Harlander nach der Partie. "Wir haben uns defensiv besser präsentiert als in den letzten drei Spielen, dafür hat es in der Offensive um Lichtjahre nicht gereicht, um Tübingen in Gefahr zu bringen. Wir haben viele leichte Pässe einfach nicht gefunden, keinen Spielrhythmus aufgebaut und darunter litten unsere Wurfquoten. Mit 34% aus dem Feld und 57% Freiwürfen gewinnt man kein BBL-Spiel." Bereits am Mittwoch, den 14.02. um 20 Uhr steht für die SELLBYTEL Baskets das nächste Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn auf dem Plan.
Nürnberg: Nees (14), Gioulekas (11), Lake (10), Rouse (8), Lee (5), Griffin (4), Dühring (2), DeMichael (2), Walker.
Tübingen: Katic (18), Davis (15), Moye (13), Nixon (10), Marsh (10), Thomas (4), Perovic, Melson, Kiefer.
Pressemitteilung: SELLBYTEL Baskets Nürnberg
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Beleg für die Hektik ist die Tatsache, dass es bis zur vierten Spielminute dauerte, ehe Corey Rouse mit dem 7:4 die ersten Punkte im Spiel markieren konnte, die nicht aus Offensivrebound oder Freiwurf resultierten. Tübingen warf seine physischen Vorteile von Beginn an in die Waagschale, ging dabei allerdings oft zu sehr zur Sache, so dass die Flügelspieler Melson und sein Ersatz Nixon früh in der Begegnung mit zwei Fouls belastet waren und Nürnberg beim Stand von 8:4 die Chance bekam, durch zwei Freiwürfe weiter zu erhöhen. Topscorer Tim Nees verfehlte jedoch zweimal, während Marsh auf der Gegenseite beide Chancen nach dem zweiten Foul von Michael Lake dankbar annahm. Nachdem sich Nürnberg in der achten Minute auf 16:9 abgesetzt hatte, begann Tübingen, immer wieder seinen robusten Center Rasko Katic zu suchen, der mit vier Punkten zum Viertelendstand von 16:13 einen Vorgeschmack darauf gab, was noch kommen sollte. Per Dunking steuerte Ryan DeMichael seine einzigen beiden Punkte zum 20:15 bei, anschließend war es leider vorbei mit der Nürnberger Herrlichkeit. Jay Thomas eröffnete einen Tübinger 7:0-Lauf, den er auch selbst mit einem Dunk zur Tübinger Führung abschloss, die nur nach einem Dreier von Michael Lake zum 23:22 in der 15. Minute noch einmal kurz aus der Hand gegeben wurde. 13 Zähler von Katic und 8 von Davis machten den Löwenanteil der 32 Tübinger Punkte zur Pause aus, Nürnberg lag mit zwei im Hintertreffen.
33:34 lautete der Zwischenstand nach einem der wenigen schön herausgespielten Angriffe, den Gioulekas per Dreier abschloss. Das folgende vierte Foul von Michael Lake schien die Mannschaft allerdings zu lähmen, ohne den 33jährigen verloren die Gastgeber vollends ihre Linie. Die Freiwurfschwäche, die sich wie ein roter Faden durch die ganze Partie zog, gesellte sich noch erschwerend zu unüberlegten und überhasteten Einzelaktionen im Angriff hinzu, so dass Tübingen in den folgenden sechs Minuten nur geduldig seinen Stiefel herunterspielen musste, um durch einen 14:4-Lauf erstmals zweistellig in Führung zu gehen. Zehn Punkte betrug die Differenz dann auch nach 30 Minuten. Kurze Hoffnungsschimmer durchzuckten zweimal das letzte Viertel, die Tübinger Antwort folgte aber stets prompt und präzise. Michael Lake musste kurz nachdem er das 45:53 markiert hatte mit dem fünften Foul vom Feld und als Nürnberg noch einmal auf 50:57 dran war, gab man durch zwei Abwehrfehler sowie eine kopflose Offensivaktion das Momentum aus der Hand, was die Schwaben zu einem 13:1-Lauf nutzten. Fünf Zähler in der Schlussminute durch Gioulekas dienten lediglich der Ergebniskosmetik.
"Die Abwehr der Tübinger und die beiden großen Spieler im Angriff haben heute den Unterschied ausgemacht", konstatierte Stephan Harlander nach der Partie. "Wir haben uns defensiv besser präsentiert als in den letzten drei Spielen, dafür hat es in der Offensive um Lichtjahre nicht gereicht, um Tübingen in Gefahr zu bringen. Wir haben viele leichte Pässe einfach nicht gefunden, keinen Spielrhythmus aufgebaut und darunter litten unsere Wurfquoten. Mit 34% aus dem Feld und 57% Freiwürfen gewinnt man kein BBL-Spiel." Bereits am Mittwoch, den 14.02. um 20 Uhr steht für die SELLBYTEL Baskets das nächste Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn auf dem Plan.
Nürnberg: Nees (14), Gioulekas (11), Lake (10), Rouse (8), Lee (5), Griffin (4), Dühring (2), DeMichael (2), Walker.
Tübingen: Katic (18), Davis (15), Moye (13), Nixon (10), Marsh (10), Thomas (4), Perovic, Melson, Kiefer.
Pressemitteilung: SELLBYTEL Baskets Nürnberg
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