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RSV Lahn-Dill gewinnt WBC-Cup-Finale
dstange am 29.04.2002 um 08:58
Rollstuhlbasketball-Bundesligist RSV Lahn-Dill hat das vermeintlich Unmögliche möglich gemacht und einer bereits erfolgreichen Saison eine zusätzliche Krone aufgesetzt.
Nach dem deutschen Pokalsieg vor zwei Wochen im heimischen Wetzlar gewannen die Rollis nun im polnischen Lodz durch einen 58:51 (16:12 / 30:25 / 44:40)-Finalerfolg über den italienischen Erstligisten CISS AIAS di Afragola den WBC-Pokal und dürfen sich nun auch Europapokalsieger nennen. Ausschlaggebend für diesen Triumph war vor allem die Tatsache, dass die Mittelhessen das Handicap der nicht erteilten Spielgenehmigung der beiden Fußgänger Nicolai Zeltinger und Thomas Dürl in den fünf Spielen taktisch nahezu perfekt ausgeglichen haben.
Im hart umkämpften und stets spannenden Endspiel diktierten die Wetzlarer so von Beginn an das Tempo der Partie und lagen in der Anfangsphase über 11:04 (06.) und 24:17 (12.) in Front. Dieser fast schon komfortable Vorsprung schmolz jedoch nach der Pause Punkt für Punkt zusammen und die Begegnung drohte zugunsten Afragola zu kippen. Waldo Boonacker, niederländischer Kapitän der Mannschaft aus dem Großraum Neapel und Andrea Rocca führten ihre Farben zum 45:43 (22.) an den RSV Lahn-Dill heran. Die Wetzlarer Rollis ihrerseits fighteten im fünften Spiel binnen drei Tage jedoch zurück und so entwickelte sich in der Folgezeit ein hochdramatisches Kampfspiel um jeden Zentimeter Boden der Styrka-Sporthalle, auch wenn die beiden Center Mario Oosterbosch und Dirk Köhler mit vier Fouls bereits frühzeitig an ihrer Foulgrenze agierten.
In der Schlussphase hielt es dann niemanden mehr auf der Bank des RSV. Die wichtigen Körbe von Lars Christink zum 53:49 (37.) und Marco Hopp zum 57:51 (39.) wurden euphorisch bejubelt, ehe mit der Schlusssirene letztendlich alle Anspannung in grenzenlosen Jubel umgewandelt wurde.
"Wir haben verdient gewonnen, weil wir nach unserem Pokalsieg vor zwei Wochen einfach selbstbewusst aufgetreten sind und mental das stärkere Team waren", so ein freudestrahlender Headcoach Stefan Donner, der sich mit seinen Spielern in den Armen lag.
Dieser im Vorfeld nicht für möglich gehaltene Erfolg übertraf alle Erwartungen der Mannschaft selbst, die so mit dem Europapokal nach Wetzlar zurückkehrt und mit Stolz auf die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte zurückblicken darf.
Zum MVP der drei Tage im polnischen Lodz wurde Semir Bader vom unterlegenen italienischen Vertreter CISS AIAS di Afragola gewählt, die Korbschützenkrone gewann Thomaz Zygmunttowicz vom gastgebenden LTRS Lodz. Den größten Beifall der zahlreichen Zuschauer erhielt jedoch der achtplatzierte RZ Tyumen aus Russland. Das aus Sibirien stammende Team hatte eine 43stündige Anreise per Bus und Zug hinter sich und wurde für diese Mühen während der Abschlussfeier lautstark gefeiert. Den riesigen Europapokal durfte jedoch der RSV Lahn-Dill aus den Händen von IWBF-Commissioner Ron Coppenrath (Niederlande) entgegen nehmen.
Afragola: Boonacker (21), Rocca (16), Bader (5), Puric (4), Guarino (3), Bruno (2), Dedic, N'gdran, Romano, Russo.
Lahn-Dill: Köhler (19), Christink (12), Oosterbosch (12), Sniegocki (9), Hopp (6), Dunstheimer, Fink, Schratz.
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Nach dem deutschen Pokalsieg vor zwei Wochen im heimischen Wetzlar gewannen die Rollis nun im polnischen Lodz durch einen 58:51 (16:12 / 30:25 / 44:40)-Finalerfolg über den italienischen Erstligisten CISS AIAS di Afragola den WBC-Pokal und dürfen sich nun auch Europapokalsieger nennen. Ausschlaggebend für diesen Triumph war vor allem die Tatsache, dass die Mittelhessen das Handicap der nicht erteilten Spielgenehmigung der beiden Fußgänger Nicolai Zeltinger und Thomas Dürl in den fünf Spielen taktisch nahezu perfekt ausgeglichen haben.Im hart umkämpften und stets spannenden Endspiel diktierten die Wetzlarer so von Beginn an das Tempo der Partie und lagen in der Anfangsphase über 11:04 (06.) und 24:17 (12.) in Front. Dieser fast schon komfortable Vorsprung schmolz jedoch nach der Pause Punkt für Punkt zusammen und die Begegnung drohte zugunsten Afragola zu kippen. Waldo Boonacker, niederländischer Kapitän der Mannschaft aus dem Großraum Neapel und Andrea Rocca führten ihre Farben zum 45:43 (22.) an den RSV Lahn-Dill heran. Die Wetzlarer Rollis ihrerseits fighteten im fünften Spiel binnen drei Tage jedoch zurück und so entwickelte sich in der Folgezeit ein hochdramatisches Kampfspiel um jeden Zentimeter Boden der Styrka-Sporthalle, auch wenn die beiden Center Mario Oosterbosch und Dirk Köhler mit vier Fouls bereits frühzeitig an ihrer Foulgrenze agierten.
In der Schlussphase hielt es dann niemanden mehr auf der Bank des RSV. Die wichtigen Körbe von Lars Christink zum 53:49 (37.) und Marco Hopp zum 57:51 (39.) wurden euphorisch bejubelt, ehe mit der Schlusssirene letztendlich alle Anspannung in grenzenlosen Jubel umgewandelt wurde.
"Wir haben verdient gewonnen, weil wir nach unserem Pokalsieg vor zwei Wochen einfach selbstbewusst aufgetreten sind und mental das stärkere Team waren", so ein freudestrahlender Headcoach Stefan Donner, der sich mit seinen Spielern in den Armen lag.
Dieser im Vorfeld nicht für möglich gehaltene Erfolg übertraf alle Erwartungen der Mannschaft selbst, die so mit dem Europapokal nach Wetzlar zurückkehrt und mit Stolz auf die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte zurückblicken darf.
Zum MVP der drei Tage im polnischen Lodz wurde Semir Bader vom unterlegenen italienischen Vertreter CISS AIAS di Afragola gewählt, die Korbschützenkrone gewann Thomaz Zygmunttowicz vom gastgebenden LTRS Lodz. Den größten Beifall der zahlreichen Zuschauer erhielt jedoch der achtplatzierte RZ Tyumen aus Russland. Das aus Sibirien stammende Team hatte eine 43stündige Anreise per Bus und Zug hinter sich und wurde für diese Mühen während der Abschlussfeier lautstark gefeiert. Den riesigen Europapokal durfte jedoch der RSV Lahn-Dill aus den Händen von IWBF-Commissioner Ron Coppenrath (Niederlande) entgegen nehmen.
Afragola: Boonacker (21), Rocca (16), Bader (5), Puric (4), Guarino (3), Bruno (2), Dedic, N'gdran, Romano, Russo.
Lahn-Dill: Köhler (19), Christink (12), Oosterbosch (12), Sniegocki (9), Hopp (6), Dunstheimer, Fink, Schratz.
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