Gastschreiber
FIVE
FÜNF: Deutsche Wertarbeit
Pucki am 05.02.2007 um 19:28
Es gibt sie noch, die großen Center der Neunziger. Aber es werden immer weniger. Im Sommer tritt mit Detlef Musch einer zurück, der noch weiß, was ein Haken ist. Liebe Kinder, liebe Freunde des deutschen Basketballs. Am Ende der Saison wird aller Voraussicht nach einer der letzten großen Center die BBL-Bühne verlassen. Nach 14 Jahren im Profi-Geschäft hängt Detlef Musch die Chucks endgültig an den Nagel. Mit ihm verliert der deutsche Basketball nicht nur einen der fundamentalsten Big Men, sondern auch den ältesten Spieler der Liga.
„Trier ist ein schöner Basketball-Standort“, bestätigt der 36-Jährige. „Das Team hat Tradition, es macht Spaß, ein Teil dieses Vereins zu sein.“ Bescheidenheit war schon immer seine Stärke, und so macht er keinen Hehl daraus, dass er dieser Tage nur noch vergleichsweise wenige Minuten sieht. „Um die Starter zu entlasten, Verteidigung zu spielen und ein paar Rebounds zu holen, dafür reicht es noch immer.“ Und wenn sich die Gelegenheit bietet, dann wird das Publikum gar Augenzeuge des fast in Vergessenheit geratenen, besten Baby-Hooks der Liga. „Ab und zu kommt er noch mal, aber Punkte haben für mich nicht die oberste Priorität“, so der 2,12-Meter-Mann. „Den Haken kann er von beiden Seiten“, berichtet Oliver Herkelmann, sein ehemaliger Centerkollege in der Nationalmannschaft. „Da weiß man gar nicht genau, ob er Rechts- oder Linkshänder ist.“
Selbiges Problem schien auch das Dream Team II bei einem WM-Vorbereitungsspiel 1994 in Charlotte zu haben. Damals trifft die DBB-Auswahl auf die USA inklusive Dominique Wilkins, Shaq O’Neal und Zo Mourning. Die Adlerträger verlieren deutlich mit 81:114, doch Musch sorgt mit zwölf Zählern für ordentlich Trubel in der Zone. Kein Wunder: Im eine halbe Autostunde entfernten Davidson besuchte Musch zwischen 1989 und 1993 das örtliche College. „Das war etwas Besonderes, gegen das Team USA zu spielen, noch dazu in der Halle, die ich aus Uni-Zeiten so gut kannte.“
Zwei wie Pech und Schwefel. Musch und Coach Joe Whelton verbringen bereits die siebte gemeinsame Saison im dritten gemeinsamen Team: Rhöndorf, Gießen, Trier. Memo: Musch ist Linkshänder.

FIVE - Basketball for Live
www.fivemag.de
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„Trier ist ein schöner Basketball-Standort“, bestätigt der 36-Jährige. „Das Team hat Tradition, es macht Spaß, ein Teil dieses Vereins zu sein.“ Bescheidenheit war schon immer seine Stärke, und so macht er keinen Hehl daraus, dass er dieser Tage nur noch vergleichsweise wenige Minuten sieht. „Um die Starter zu entlasten, Verteidigung zu spielen und ein paar Rebounds zu holen, dafür reicht es noch immer.“ Und wenn sich die Gelegenheit bietet, dann wird das Publikum gar Augenzeuge des fast in Vergessenheit geratenen, besten Baby-Hooks der Liga. „Ab und zu kommt er noch mal, aber Punkte haben für mich nicht die oberste Priorität“, so der 2,12-Meter-Mann. „Den Haken kann er von beiden Seiten“, berichtet Oliver Herkelmann, sein ehemaliger Centerkollege in der Nationalmannschaft. „Da weiß man gar nicht genau, ob er Rechts- oder Linkshänder ist.“
Selbiges Problem schien auch das Dream Team II bei einem WM-Vorbereitungsspiel 1994 in Charlotte zu haben. Damals trifft die DBB-Auswahl auf die USA inklusive Dominique Wilkins, Shaq O’Neal und Zo Mourning. Die Adlerträger verlieren deutlich mit 81:114, doch Musch sorgt mit zwölf Zählern für ordentlich Trubel in der Zone. Kein Wunder: Im eine halbe Autostunde entfernten Davidson besuchte Musch zwischen 1989 und 1993 das örtliche College. „Das war etwas Besonderes, gegen das Team USA zu spielen, noch dazu in der Halle, die ich aus Uni-Zeiten so gut kannte.“
Zwei wie Pech und Schwefel. Musch und Coach Joe Whelton verbringen bereits die siebte gemeinsame Saison im dritten gemeinsamen Team: Rhöndorf, Gießen, Trier. Memo: Musch ist Linkshänder.

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