Dimplex Falke Nürnberg

Die Abwehr als Achillesferse

sid am 04.02.2007 um 01:00

76:101 (41:60) mussten sich die SELLBYTEL Baskets Nürnberg am Samstag beim aktuellen Tabellenvierten, den Artland Dragons Quakenbrück, geschlagen geben und warten somit weiter auf den vierten Saisonsieg in der Basketball-Bundesliga. Vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften Artland Arena verlor man die Gastgeber bereits im ersten Viertel (17:32) aus den Augen und verpasste zu Beginn des vierten Spielabschnitts beim Stand von 70:80 die Möglichkeit, die Partie noch einmal eng zu gestalten.

Für Corey Rouse stand diesmal Robert Dühring in der Startaufstellung der SELLBYTEL Baskets, die wie in den vergangenen Spielen wieder Probleme hatten, Fahrt aufzunehmen. "Wir hatten klare Absprachen für das Abwehrverhalten getroffen, die aber vergessen schienen, als das Spiel dann lief", bemängelte Headcoach Stephan Harlander. Von der Unsicherheit bei der Pick-and-Roll-Defense profitierte vor allem Center Darius Hall, der von seinen Mitspielern gefüttert immer wieder zu einfachen Körben kam. Zudem erwiesen die Flügelspieler Hess und Jackson sich von außen als extrem treffsicher, gemeinsam mit Hall trugen sie bis zum Seitenwechsel 38 Zähler bei – nur drei weniger als die bis auf die hohe Zahl an Ballverlusten offensiv ansprechende Nürnberger Mannschaft zustande brachte.

Nach einem ausgeglichenen dritten Viertel, witterten die Nürnberger zu Beginn des vierten Spielabschnitts kurz Morgenluft. Mit einem 9:0-Lauf basierend auf einer in dieser Phase stabilen Abwehr schloss man zum 70:80 sowie zum 73:83 auf und hatte sogar die Chance, den Rückstand unter die 10-Punkte-Marke zu drücken, allerdings verfiel man wieder in die alten Fehler, so dass Jackson und Hall ihrerseits mit einem 9:0-Lauf der Quakenbrücker den Status Quo wiederherstellen konnten. Die Schlussphase gehörte schließlich Jan Rohdewald, der mit drei Dreiern in den letzten beiden Minuten noch den Hunderter knackte.

"Die Mannschaft tut sich momentan sehr schwer, in einen Rhythmus zu kommen", so Stephan Harlander. "Wir haben in der Abwehr phasenweise wie ein A-Jugend-Team agiert, zumindest im Angriff aber einige gute Ansätze gezeigt. Wir werden mit der Mannschaft wieder über die gemachten Fehler reden und zusehen, dass wir gegen Tübingen nächsten Sonntag dann einen besseren Start erwischen und selbstbewusster auftreten."

Quakenbrück: Hall (23), Hess (18), Jackson (18), Rivera (9), Bailey (9), Rohdewald (9), Badiane (8), Prewitt (5), Feist (2), Jarchow.

Nürnberg: Gioulekas (18), Lee (12), DeMichael (11), Lake (10), Nees (10), Dühring (9), Rouse (6), Griffin, Walker.

Pressemeldung: SELLBYTEL Baskets Nürnberg (Felix Pflaum)

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