BG Karlsruhe

Ein Sack voller Sprichwörter

sid am 19.01.2007 um 12:26

„Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.“ – Kurze Zeit nach der Niederlage gegen die Sellbytel Baskets aus Nürnberg, grüßte jemand in einem einschlägigen Internetforum: „Tschüüüüüsss Karlsruhe, ihr seid rrrrrrrrraaaaaus!!!!!“ Vom inflationären Gebrauch von Umlauten, Konsonanten und Ausrufungszeichen erschöpft, hatte der Verfasser der Zeilen tatsächlich die komplette Rückrunde unter den Tisch fallen lassen. Zum Auftakt darf die BG am Samstag, dem 20. Januar nach Ludwigsburg zur EnBW, wo um 19:30 Uhr das Spiel in der Rundsporthalle angeworfen wird.

Am 2. Oktober letzten Jahres hatten die Barockstädter ihren grandiosen Siegeszug mit einem 68:80- Auswärtserfolg in Karlsruhe begonnen. Der Sieg vom Mittwoch gegen die New Yorker Phantoms aus Braunschweig schuf den Abstand von 24 Punkten zwischen dem derzeit Tabellenzweiten und dem Träger der roten Laterne aus Baden. Und wenn einen sportlich schon Welten trennen, wirkt sich dies naturgemäß auch auf die Stimmung im Umfeld aus. Während man in Schwaben das eigene „Dreamteam“ und dessen „Offensivspiel vom Feinsten“ feiert, lassen in der Fächerstadt nicht wenige die Köpfe hängen und zeigen sich von der Mannschaft bitter enttäuscht. Umso bemerkenswerter die Aktion der treuen South- Stars, die gemäß der Devise

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“,

einen Aufruf zur Begleitung der Mannschaft in Verbindung mit einem Angebot bei offenem Anmeldeschluss gestartet haben, das wie folgt aussieht: Die Fahrt im Überblick:
Abfahrt: 20.01.2007, 16:30 Uhr am PSK, Ettlinger Allee 9, Karlsruhe-Rüppurr
Preis: 20 € (Fahrt + Karte) –
für South-Stars 15 €
Ab sofort fährt jeder fünfte kostenfrei!

Definitiv nicht mitfahren wird Narcisse Ewodo, der am heutigen Freitag einen Termin in einer Heidelberger Spezialklinik hat. Ein Arztbesuch brachte die Erklärung für die äußerst dürftigen Darbietungen in den letzten zwei Spielen: Die alte Schulterverletzung ist aufgebrochen und hat die Wurfhand des ehemaligen Führungsspielers massiv beeinträchtigt. Eine Operation gilt als äußerst wahrscheinlich. Doch auch wenn Ewodo nicht aktiv auf dem Parkett mitwirken kann, hat der Kameruner ein klares Bekenntnis zur BG und zum Team abgelegt:

„Ich werde weiterhin alles in meiner Macht stehende tun, um der Mannschaft in dieser schweren Zeit zu helfen.“

Für die restlichen Spieler der BG kann sich diese Reise anfühlen wie der Ausflug Josuas Späher ins benachbarte Kanaan: „Da spielen Riesen mit einer 35,9%igen Dreierquote. Wir bringen es nur auf 26,1%! Aus dem Feld machen die 48,3%, wir treffen nur 39%. Die spielen am effektivsten, währen wir die schlechtesten Effektivitätswerte haben. Sie haben mit Jerry Green einen Topscorer in ihren Reihen, der zweitbester Assistgeber der Liga ist. Gegen Braunschweig haben sechs (!) Spieler der EnBW zweistellig gepunktet!“ Das ist alles richtig, und doch lässt man in Karlsruhe die Hoffnung nicht sterben. Denn der Glaube an Überraschungen, Außenseitersiege und das Sprichwort:

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“,

legen es nahe, dass die BG am Samstag mal ihre sympathische Art ablegt, und für das psychologisch eminent wichtige Erfolgserlebnis in die Rolle des bösen Nachbarn schlüpft. Dass das geht, durfte Erez Bittman bei der Heimniederlage der EnBW gegen die Bayer Giants aus Leverkusen in der Rundsporthalle live miterleben. Spannend wird die Frage sein, ob es der BG gelingt, Greens und Fosters Versuche von Außen zu unterbinden und Pavel Cukinas unter dem Korb in den Griff zu bekommen. Und die praktische Umsetzung des Titels:

„Wunder gibt es immer wieder!“,

wird darüber hinaus davon abhängen, ob es dem bei der BG zur Disposition stehenden Dave Fergerson gelingt, das Spiel seiner Mannschaft ähnlich genial zu leiten und forcieren, wie es Jerry Green auf der Gegenseite die gesamte Hinrunde geschafft hat. Keine Frage: Eine kontrastreichere Konstellation hat es bis dato noch bei keinem der Derbies in den zurückliegenden Jahren gegeben, was ganz sicher auch auf die Wettquote für dieses Spiel durchschlagen wird. Für diejenigen, die dann auf einen Auswärtssieg der BG setzen, gilt wie für die Verantwortlichen:

„Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Pressemeldung: BG Karlsruhe (Olav Sprenger)

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