BG Karlsruhe

BG in 2007 mit neuem Headcoach

sid am 14.12.2006 um 15:48

Horst Schmitz hat sich angesichts der sportlichen Entwicklung der BG Karlsruhe schon länger seine Gedanken, und es sich selbst nicht einfach gemacht. Nachdem er eine Nacht über die Niederlage gegen die Telekom Baskets aus Bonn geschlafen hatte, teilte er heute der Geschäftsführung der BG Karlsruhe mit, dass er sich nicht mehr in der Lage sehe, der Mannschaft im Abstiegskampf die entscheidenden Impulse zur Trendwende im Kampf um den Klassenerhalt zu geben. Dementsprechend stelle er sein Amt als Headcoach im Interesse des Vereins nach diesem Sonntag zur Verfügung.

Die BG respektiert diese Entscheidung, behält aber weiter die vor dem 2. Advent 2005 kommunizierte Variante bei, dass Horst Schmitz die Option als Sportdirektor der BG wählen kann. Ob und wann der amtierende Headcoach der BG diese Position ausfüllt, wird Horst Schmitz den Verantwortlichen des Vereins nach Weihnachten mitteilen.

Die vorzeitige Beendigung der ursprünglich längerfristig geplanten Zusammenarbeit in dieser Form wirft die Frage auf, wer das Team nach dem Spiel gegen den Deutschen Meister RheinEnergie Köln coachen wird. Denn die Entscheidungsträger der BG bevorzugen die Variante, einem neuen Mann die Chance zu geben; Pat Elzie nicht zum Headcoach zu befördern. Viel Zeit bleibt der BG bei der Suche nach dem „Neuen“ nicht: Bei der Rückkehr der Spieler aus dem Weihnachtsurlaub soll der neue Headcoach präsentiert werden, der am 10.01. beim Auswärtsspiel der BG in Paderborn das erste Mal als Verantwortlicher auf dem Scoutingbogen stehen wird.

Horst Schmitz, der die BG seit ihrer Zugehörigkeit zur Bel Etage des Deutschen Basketball erst als Spieler, später als Co-Trainer und aktuell als Headcoach begleitet hat, steht für hohe Teamfähigkeit, große Charaktereigenschaften und hat die BG mit seinen analytischen Fähigkeiten und taktischen Überlegungen wesentlich mitgeprägt. Auch als es zuletzt für ihn und die Mannschaft im Zuge der acht Niederlagen hämische und mitunter unsachliche Kritik hagelte, blieb der gebürtige Pfälzer ein loyaler, hart arbeitender und sachlicher Angestellter, der seine persönlichen Interessen dem Vereinswohl unterzuordnen verstand. Im Anschluss an die Begegnung gegen die Bonner hatte er seinen Schritt schon angedeutet: "Wenn es das Beste für den Verein ist, dass ich zurücktrete, dann werde ich das auch machen. Ich habe vier Jahre lang immer das Beste für den Klub getan.. Ich werde meine Person sicherlich auch in die Waagschale werfen"

Schmitz hohe Identifikation mit dem Verein und der Region wird im Anforderungsprofil bei der Suche nach seinem Nachfolger ebenso eine Rolle spielen wie die üblichen Faktoren Basketballsachverstand, hohe Sozialkompetenz und Belastbarkeit.

Horst Schmitz wird am Sonntag gegen RheinEnergie Köln das letzte Mal als Headcoach der BG am Rand stehen. Und vielleicht werden die Fans ihm dann noch einmal den Respekt und die Dankbarkeit zollen, die er mit seinem selbstlosen Engagement verdient hätte. Denn auch, wenn es im Profisport kein unüblicher Vorgang ist, dass ein Trainer sein Amt bei Erfolglosigkeit zur Verfügung stellt, bleibt von der emotionalen Seite dieses Mal etwas zurück, dass der kanadische Dichter und Songwriter Leonard Cohen in „Ain`t no cure (for love)“ beschrieb:

„I loved you for a long long time
You know I love you still
It doesn`t matter how it all went wrong
It won`t change the way I feel.”

Pressemeldung: BG Karlsruhe (Olav Sprenger)

0 Kommentare

 

10 Mitglieder
48 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany
 

Werbung

Werbung