Dimplex Falke Nürnberg

K.O. in Runde 3

Pucki am 02.12.2006 um 23:48

Nur eine Halbzeit lang durften sich die SELLBYTEL Baskets Nürnberg Hoffnungen auf einen Überraschungscoup beim neuen Tabellenführer EnBW Ludwigsburg machen. Nachdem sich die Schwaben angeführt von einem überragenden Jerry Green Ende der ersten Hälfte schon leicht abgesetzt hatten, legten sie unmittelbar nach dem Seitenwechsel mit einem 13:2-Lauf den Grundstein für einen deutlichen 83:62 (38:29) Erfolg.

"Im Gegensatz zum Spiel in Tübingen haben wir bis zum Schluss gekämpft und in dieser Hinsicht kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen", konnte Stefan Weissenböck der Mannschaft zumindest in kämpferischer Hinsicht ein besseres Zeugnis ausstellen, was vor allem durch die hohe Anzahl an Offensivrebounds statistisch belegt wird, die sich die Nürnberger sichern konnten. Um eine phasenweise wie entfesselt aufspielende Ludwigsburger Mannschaft jedoch in der zweiten Hälfte noch einmal ernstlich in Gefahr zu bringen, wäre eine deutlich bessere Wurfquote aus allen Distanzen nötig gewesen. Während die Franken zu viele Chancen ungenutzt ließen und am Ende eine katastrophale Feldwurfquote von 33% aufwiesen, hatten die Hausherren vor allem im Schlussviertel ihr Visier hervorragend justiert und trafen im letzten Viertel selbst aus 7,5 Metern traumwandlerisch sicher.

Zu Beginn hatte es lange Zeit besser für die SELLBYTEL Baskets Nürnberg ausgesehen, die frühe 5:0-Führung der Gastgeber irritierte Tim Nees, der seine Punkte allesamt im ersten Viertel markierte, und seine Teamkollegen nicht, mit einer 7:0-Serie schoben sie sich selbst erstmals in Führung und lagen 70 Sekunden vor der ersten Viertelsirene mit fünf Zählern vorne, doch Green und Mittmann verkürzten noch auf 17:18. Bis zur 15. Minute konnte das Nürnberger Team seinen Vorsprung behaupten (24:22), obwohl das verletzungsbedingte Fehlen von Corey Rouse aufgrund einer Rückenverletzung in dieser Phase eine große Lücke in die Arbeit am eigenen Brett riss, Ludwigsburg das Reboundduell in diesem Abschnitt deutlich für sich entscheiden konnte und die Gäste so zermürbte. Ein 10:2-Lauf der EnBW zum 34:26 wurde zwar umgehend von Dwayne Lee mit einem Dreipunktspiel beantwortet, zwei Unachtsamkeiten der Nürnberger Defensive gestatteten den Schwaben aber noch vier Punkte vor der Halbzeitpause.

"Wir hatten uns in der Kabine vorgenommen, den Fastbreak der Ludwigsburger zu stoppen, doch genau das ist uns in den ersten fünf Minuten nicht gelungen", fasste Stefan Weissenböck den Wiederbeginn zusammen, der alle Nürnberger Illusionen zerstörte. Eigene Fehlwürfe wurden mit Schnellangriffen bestraft, bei eigenen Fastbreak-Chancen gelang es nicht, Überzahlsituationen gewinnbringend zu lösen und der neben sich stehende Sotiris Gioulekas hatte seine Nerven zu diesem Zeitpunkt nicht im Griff. Nach seinem vierten persönlichen und einem technischen Foul gegen die Bank erhöhte der Tabellenerste auf 51:31, ehe Robert Dühring, einer der Nürnberger Aktivposten an diesem Abend, mit einem erfolgreichen Dreier das Signal zum Widerstand setzte. Von diesem Zeitpunkt an boten die Nürnberger dem Tabellenführer wieder die Stirn, die Ludwigsburger waren jedoch zu stark, um sich noch einmal die Butter vom Brot nehmen zu lassen, hielten ihre Gäste stets in sicherer zweistelliger Distanz und schalteten stets einen Gang höher, wenn es geboten war.

In der nächsten Woche wird Headcoach Stephan Harlander erstmals nach seiner Operation wieder das Training leiten und sich mit der Mannschaft auf das wichtige Heimspiel gegen Braunschweig vorbereiten.

Ludwigsburg: Green (21), Foster (12), Cukinas (11), Harris (11), Goljovic (9), Mittmann (8), Scott (8), Dourisseau (2).
Nürnberg: DeMichael (16), Lee (15), Dühring (11), Gioulekas (6), Nees (6), Lake (4), Griffin (3), Walker (2), Meinel.

Pressemitteilung: SELLBYTEL Baskets Nürnberg (Felix Pflaum)

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