New Yorker Phantoms Braunschweig
Zum Meisterstück fehlte nur ein Viertel
sid am 27.11.2006 um 12:44
Am Sonntagabend verpasste die Mannschaft der New Yorker Phantoms ganz knapp eine Sensation. Denkbar knapp verlor man auswärts beim amtierenden Deutschen Meister RheinEnergie Köln mit 78:80 (46:36). Dabei sah es ganz lange so aus, als ob der nächste Coup, das Meisterstück gelingen würde. Nach drei gewonnenen Vierteln ging aber im letzten Viertel in der Offensive zu wenig, die Domstädter drehten den Spieß um und gewannen letztlich in der Schlusssekunde.
Die Phantoms starteten nach ausgeglichener Anfangsphase (10:9, 6. Minute) richtig durch und setzten sich durch sensationelle 5 Treffer bei 6 Dreierversuchen bis zum Viertelende mit 24:17 ab. Milko Bjelica und Ashanti Cook waren jeweils zweimal, Tory Walker einmal erfolgreich.
Und nach der Viertelpause machten die Phantoms genau dort weiter, wo sie nach den ersten 10 Minuten aufgehört hatten. Drei weitere Dreier trugen maßgeblich dazu bei, dass die Gäste nach insgesamt 16 Minuten mit 40:22 in Front lagen. Doch ab diesem Zeitpunkt lief es in der Offensive nicht mehr ganz so perfekt. Dreimal wurden in der Folgezeit leichtfertig die Chancen vergeben, sich mit über 20 Punkten abzusetzen. Insbesondere Demond Mallet kam jetzt immer besser in Fahrt und sorgte mit 10 Punkten in der Schlussphase des Viertels dafür, dass sich die Braunschweiger Führung zu Halbzeitpause nur noch auf 10 Punkte belief (46:36).
Nach der Pause schien sich dieses unverändert fortzusetzen. RheinEnergie kam wesentlich besser aus der Kabine als die Mannschaft von Emir Mutapcic. In nur zwei Minuten kam der Meister bedrohlich nahe auf 46:43 (22. Minute) heran, ehe Milko Bjelica mit einem verwandelten Freiwurf den ersten Punkt für Braunschweig in der zweiten Halbzeit markierte. Dieser wirkte wie ein Weckruf für die Phantoms, die nun wieder besser verteidigten und auch in der Offensive erfolgreicher arbeiteten. Dreier von Drazan Tomic und Milko Bjelica sowie fünf Punkte in einem Angriff durch Freiwürfe nach einem Foul, einem anschließenden technischen Foul und einen Korbleger durch Greg Morgan nach dem fälligen Seiteneinwurf bescherten eine 70:58-Führung vor dem Schlussviertel.
Doch die Aussicht, erstmals den Meister in eigener Halle zu schlagen, schien die Phantoms zu blockieren. Nach 2 Punkten von Greg Morgan zum 72:58 kurz nach Wiederanpfiff folgten 7 Minuten ohne Korberfolg. Köln nutzte diese Abschlussschwäche gnadenlos aus und setzte sich auf 72:77 (38.) ab. Dennoch wurde es am Ende noch einmal spannend. Eine intensive Defense zwang die Gastgeber zu Fehlern. Ashanti Cook markierte 5 Punkte in Folge und plötzlich stand es 13 Sekunden vor dem Ende 77:77 und alles war wieder offen. Nach einem Foul traf Demond Mallet nur einen seiner zwei Freiwürfe und Tory Walker fing den Rebound. Doch sein weiter Pass verfehlte sein Ziel und landete bei den Kölnern. Marcus Faison verwandelte anschließend zwei Freiwürfe sicher zum 77:80. Mit noch vier verbleibenden Sekunden auf der Spieluhr traf Vujadin Subotic einen Freiwurf und vergab den zweiten absichtlich, um die Chance auf einen Korberfolg nach einem Offensivrebound zu erhalten. Doch die Phantoms bekamen den Ball vor der Sirene nicht unter Kontrolle.
Nach dem Spiel zeigte sich Emir Mutapcic sichtlich enttäuscht: "Wir haben gegen die stärkste Mannschaft Deutschlands mit fast 20 Punkten in der ersten Halbzeit geführt. Doch im Schlussviertel waren wir zu unkonzentriert, um das Spiel zu gewinnen. Mit der Leistung des Teams bin ich sehr zufrieden, wir haben super gespielt, obwohl Vujadin Subotic noch nicht wieder voll fit ist und Vladimir Tica gefehlt hat."
Sasa Obradovic erklärte, dass er froh sei, noch gewonnen zu haben und dass man sich so in Halbzeit eins nach dem Sieg in der Euroleague nicht präsentieren dürfe.
Nach drei Auswärtssiegen in Folge ist die Serie nun leider gerissen. Doch die beeindruckende Leistung macht Mut, dass am kommenden Wochenende gegen Paderborn (Samstag, Volkswagen Halle) eine weitere Serie reisst - die der Heimniederlagen.
Presseinfo: New Yorker Phantoms (Helge Jandt)
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Die Phantoms starteten nach ausgeglichener Anfangsphase (10:9, 6. Minute) richtig durch und setzten sich durch sensationelle 5 Treffer bei 6 Dreierversuchen bis zum Viertelende mit 24:17 ab. Milko Bjelica und Ashanti Cook waren jeweils zweimal, Tory Walker einmal erfolgreich.
Und nach der Viertelpause machten die Phantoms genau dort weiter, wo sie nach den ersten 10 Minuten aufgehört hatten. Drei weitere Dreier trugen maßgeblich dazu bei, dass die Gäste nach insgesamt 16 Minuten mit 40:22 in Front lagen. Doch ab diesem Zeitpunkt lief es in der Offensive nicht mehr ganz so perfekt. Dreimal wurden in der Folgezeit leichtfertig die Chancen vergeben, sich mit über 20 Punkten abzusetzen. Insbesondere Demond Mallet kam jetzt immer besser in Fahrt und sorgte mit 10 Punkten in der Schlussphase des Viertels dafür, dass sich die Braunschweiger Führung zu Halbzeitpause nur noch auf 10 Punkte belief (46:36).
Nach der Pause schien sich dieses unverändert fortzusetzen. RheinEnergie kam wesentlich besser aus der Kabine als die Mannschaft von Emir Mutapcic. In nur zwei Minuten kam der Meister bedrohlich nahe auf 46:43 (22. Minute) heran, ehe Milko Bjelica mit einem verwandelten Freiwurf den ersten Punkt für Braunschweig in der zweiten Halbzeit markierte. Dieser wirkte wie ein Weckruf für die Phantoms, die nun wieder besser verteidigten und auch in der Offensive erfolgreicher arbeiteten. Dreier von Drazan Tomic und Milko Bjelica sowie fünf Punkte in einem Angriff durch Freiwürfe nach einem Foul, einem anschließenden technischen Foul und einen Korbleger durch Greg Morgan nach dem fälligen Seiteneinwurf bescherten eine 70:58-Führung vor dem Schlussviertel.
Doch die Aussicht, erstmals den Meister in eigener Halle zu schlagen, schien die Phantoms zu blockieren. Nach 2 Punkten von Greg Morgan zum 72:58 kurz nach Wiederanpfiff folgten 7 Minuten ohne Korberfolg. Köln nutzte diese Abschlussschwäche gnadenlos aus und setzte sich auf 72:77 (38.) ab. Dennoch wurde es am Ende noch einmal spannend. Eine intensive Defense zwang die Gastgeber zu Fehlern. Ashanti Cook markierte 5 Punkte in Folge und plötzlich stand es 13 Sekunden vor dem Ende 77:77 und alles war wieder offen. Nach einem Foul traf Demond Mallet nur einen seiner zwei Freiwürfe und Tory Walker fing den Rebound. Doch sein weiter Pass verfehlte sein Ziel und landete bei den Kölnern. Marcus Faison verwandelte anschließend zwei Freiwürfe sicher zum 77:80. Mit noch vier verbleibenden Sekunden auf der Spieluhr traf Vujadin Subotic einen Freiwurf und vergab den zweiten absichtlich, um die Chance auf einen Korberfolg nach einem Offensivrebound zu erhalten. Doch die Phantoms bekamen den Ball vor der Sirene nicht unter Kontrolle.
Nach dem Spiel zeigte sich Emir Mutapcic sichtlich enttäuscht: "Wir haben gegen die stärkste Mannschaft Deutschlands mit fast 20 Punkten in der ersten Halbzeit geführt. Doch im Schlussviertel waren wir zu unkonzentriert, um das Spiel zu gewinnen. Mit der Leistung des Teams bin ich sehr zufrieden, wir haben super gespielt, obwohl Vujadin Subotic noch nicht wieder voll fit ist und Vladimir Tica gefehlt hat."
Sasa Obradovic erklärte, dass er froh sei, noch gewonnen zu haben und dass man sich so in Halbzeit eins nach dem Sieg in der Euroleague nicht präsentieren dürfe.
Nach drei Auswärtssiegen in Folge ist die Serie nun leider gerissen. Doch die beeindruckende Leistung macht Mut, dass am kommenden Wochenende gegen Paderborn (Samstag, Volkswagen Halle) eine weitere Serie reisst - die der Heimniederlagen.
Presseinfo: New Yorker Phantoms (Helge Jandt)
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