BG Karlsruhe
Wenig Neues gegen Trier
Frankie am 19.11.2006 um 13:27
Nach der Niederlage der BG gegen den TBB Trier überschattete eine Frage alle Geschehnisse der vorangegangenen 40 Minuten auf dem Parkett. Weder das disqualifizierende Foul gegen Tommy Adams, das keiner so recht erklären konnte, noch die 20 Punkte von Sheiku Kabba waren Gesprächsthema, sondern: „Was macht die BG im dritten Viertel?“ Die Statistiken weisen folgende Fakten aus: Das Viertel ging mit 8:24 verloren. Der einzige Karlsruher, der in diesen zehn Minuten punkten konnte, war Sheiku Kabba. Die Heimmannschaft leistete sich in diesem Spielabschnitt satte sechs Turnover, kassierte sieben persönliche Fouls, ließ sich von Alvin Snow drei Dreier einschenken, konnte nicht einen einzigen Assist für sich verbuchen, verwarf dafür aber fünf Distanzversuche. In der Summe ergab sich daraus eine Leistung, die man in einem Basketball- Bundesligaspiel in den übrigen 30 Minuten der Partie wohl kaum noch zu einem Sieg kompensieren kann. Sie mutete wie eine eigenmächtig verlängerte Halbzeitpause an.
Dabei hatte das Spiel vor 4.200 Zuschauern in der Europahalle ordentlich begonnen: Eine aggressive und konzentrierte Defensivleistung auf beiden Seiten ließ 2:06 Minuten nicht einen einzigen Punkt zu, ehe ein unsportliches Foul an Sheiku Kabba, den Neuzugang der BG an die Freiwurflinie brachte. Das daraus resultierende 2:0 drehte Doornekamp mit einem 0:4-Lauf schnell in die erste Gästeführung um. Bond und Ewodo konnten zum 6:4 kontern, ehe Ewodo kurzfristig die Defensivarbeit einstellte, was Brandon Gay mit zwei erfolgreichen Dreiern zum 6:10 quittierte. Dass die BG dieses Viertel dann doch noch mit 16:12 für sich entscheiden konnte, war Domonic Jones zu verdanken, der im Alleingang mit einem 7:0-Lauf zum Ende des Viertels seinen Farben einen Vorteil verschaffte. Es sollten die einzigen Punkte bleiben, die dem Amerikaner an diesem Abend gelangen. Auch im zweiten Spielabschnitt konnte keine Mannschaft in den ersten zwei Minuten aus dem Spiel heraus Punkte erzielen. Auf Seiten der Karlsruher fiel Sheiku Kabba mit sechs Punkten auf, während die Gäste mit Nate Doornekamp einen überzeugenden Center auf dem Parkett hatten. Whelton lobte seine Nummer 10 in der Pressekonferenz später, er habe sein bestes Spiel in diesem Jahr für den TBB geliefert. Whelton räumte darüber hinaus ein, es sei eine sehr enge erste Halbzeit gewesen. Und dass sein Team mit einer denkbar knappen 29:30- Führung in die Kabine gehen konnte, war dem schwachen Selbstbewusstsein einiger BG-Akteure geschuldet, die beim Stand von 29:28 Sekunden vor Schluss bei eigenem Ballbesitz nicht den Abschluss suchten, sondern die Verantwortung bis zu einem Turnover herumschoben, den die Gäste dankend zu eigenen Punkten annahmen.
Es folgte das erwähnte dritte Viertel, dessen einziger Lichtblick der Dreier von Sheiku Kabba mit Ablauf der 24-Sekunden zum zwischenzeitlichen 34:37 war. Der anschließende 0:14-Lauf dürfte den anwesenden 4.200 Badener Anhängern wie ein absurder Alptraum vorgekommen sein. Pat Elzie wollte kurz nach dem Spiel zu diesem Verlauf keine Erklärung abgeben, sondern erst einmal die Aufzeichnungen studieren, litt aber mit dem Karlsruher Anhang: „Es tut mir leid für die Fans, ich hoffe, dass sie uns in dieser schweren Zeit trotzdem weiter unterstützen.“
Das Spiel war vor dem letzten Viertel mit 37:54 zugunsten der Gäste entschieden, Narcisse Ewodo versuchte, sich mit acht Punkten und sieben Rebounds noch zu rehabilitieren, David McCray wollte das Publikum mit Engagement versöhnen, markierte in zwei Minuten Einsatzzeit drei Punkte und provozierte das bereits erwähnte Foul gegen Adams, während Alvin Snow es auf Seiten der Gäste mit elf Punkten noch einmal richtig krachen ließ. Auch er verdiente sich ein Sonderlob seines Headcoaches, der hochzufrieden an die Mosel zurückkehren konnte: Sein Team hatte nach zwei erfolglosen Jahren wieder einen Erfolg in Karlsruhe eingefahren und darf sich nun Außenseiterchancen im Rennen um die Play- Off-Plätze ausrechnen. Auf Seiten der BG stehen nun harte Arbeit und Ursachenforschung auf dem Plan. Denn allzu viele Aussetzer wie gegen Ulm, Tübingen und nun Trier können sich die Akteure hinsichtlich der Zuschauergunst nicht leisten. Die derzeitigen Tatsachen lassen sich nicht leugnen: Die BG steht im unteren Tabellendrittel, hat fünf Niederlagen in Folge kassiert, hat dabei wenig hoffnungsfroh stimmende Leistungen geboten; ... und doch ist „Ruhe- und- Nerven- bewahren“ oberste Vereinspflicht: Pat Elzie bestätigte wie die Spieler, dass das Mannschaftsgefüge und die einzelnen Charaktere intakt sind. Man hat in den ersten Partien gezeigt, dass der Kader in der Lage ist, spielerisch in dieser Liga zu bestehen. Hysterie und blinder Aktionismus haben in Zeiten „höherer Gewalt“ mit Ausfällen wie Fergerson oder Schmitz mit allen daraus resultierenden Folgen im Umfeld der BG keinen Platz. Das Gerücht um die Anwesenheit von Horst Schmitz in der Halle hat keinerlei Auswirkungen auf die bestehenden Fakten: Der Headcoach der BG ist bis Ende November krankgeschrieben, wird von Pat Elzie vertreten, der bei dem Spiel gegen TBB Trier vom NBBL- Coach der BG Daniel Ljubic unterstützt wurde.
Die Punkte der BG: Kabba 20/4, Ewodo 14/1, Jones 7/1, Bond 5, Fahrad 3, McCray 3, Svitek 2
Für den TBB Trier trafen: Snow 23/4, Doornekamp 20, Gay 11/2, Gillingham 8, Adams 4, Almanson 3, Scott 2, Horace 1
Presseinfo: BG Karlsruhe
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Dabei hatte das Spiel vor 4.200 Zuschauern in der Europahalle ordentlich begonnen: Eine aggressive und konzentrierte Defensivleistung auf beiden Seiten ließ 2:06 Minuten nicht einen einzigen Punkt zu, ehe ein unsportliches Foul an Sheiku Kabba, den Neuzugang der BG an die Freiwurflinie brachte. Das daraus resultierende 2:0 drehte Doornekamp mit einem 0:4-Lauf schnell in die erste Gästeführung um. Bond und Ewodo konnten zum 6:4 kontern, ehe Ewodo kurzfristig die Defensivarbeit einstellte, was Brandon Gay mit zwei erfolgreichen Dreiern zum 6:10 quittierte. Dass die BG dieses Viertel dann doch noch mit 16:12 für sich entscheiden konnte, war Domonic Jones zu verdanken, der im Alleingang mit einem 7:0-Lauf zum Ende des Viertels seinen Farben einen Vorteil verschaffte. Es sollten die einzigen Punkte bleiben, die dem Amerikaner an diesem Abend gelangen. Auch im zweiten Spielabschnitt konnte keine Mannschaft in den ersten zwei Minuten aus dem Spiel heraus Punkte erzielen. Auf Seiten der Karlsruher fiel Sheiku Kabba mit sechs Punkten auf, während die Gäste mit Nate Doornekamp einen überzeugenden Center auf dem Parkett hatten. Whelton lobte seine Nummer 10 in der Pressekonferenz später, er habe sein bestes Spiel in diesem Jahr für den TBB geliefert. Whelton räumte darüber hinaus ein, es sei eine sehr enge erste Halbzeit gewesen. Und dass sein Team mit einer denkbar knappen 29:30- Führung in die Kabine gehen konnte, war dem schwachen Selbstbewusstsein einiger BG-Akteure geschuldet, die beim Stand von 29:28 Sekunden vor Schluss bei eigenem Ballbesitz nicht den Abschluss suchten, sondern die Verantwortung bis zu einem Turnover herumschoben, den die Gäste dankend zu eigenen Punkten annahmen.
Es folgte das erwähnte dritte Viertel, dessen einziger Lichtblick der Dreier von Sheiku Kabba mit Ablauf der 24-Sekunden zum zwischenzeitlichen 34:37 war. Der anschließende 0:14-Lauf dürfte den anwesenden 4.200 Badener Anhängern wie ein absurder Alptraum vorgekommen sein. Pat Elzie wollte kurz nach dem Spiel zu diesem Verlauf keine Erklärung abgeben, sondern erst einmal die Aufzeichnungen studieren, litt aber mit dem Karlsruher Anhang: „Es tut mir leid für die Fans, ich hoffe, dass sie uns in dieser schweren Zeit trotzdem weiter unterstützen.“
Das Spiel war vor dem letzten Viertel mit 37:54 zugunsten der Gäste entschieden, Narcisse Ewodo versuchte, sich mit acht Punkten und sieben Rebounds noch zu rehabilitieren, David McCray wollte das Publikum mit Engagement versöhnen, markierte in zwei Minuten Einsatzzeit drei Punkte und provozierte das bereits erwähnte Foul gegen Adams, während Alvin Snow es auf Seiten der Gäste mit elf Punkten noch einmal richtig krachen ließ. Auch er verdiente sich ein Sonderlob seines Headcoaches, der hochzufrieden an die Mosel zurückkehren konnte: Sein Team hatte nach zwei erfolglosen Jahren wieder einen Erfolg in Karlsruhe eingefahren und darf sich nun Außenseiterchancen im Rennen um die Play- Off-Plätze ausrechnen. Auf Seiten der BG stehen nun harte Arbeit und Ursachenforschung auf dem Plan. Denn allzu viele Aussetzer wie gegen Ulm, Tübingen und nun Trier können sich die Akteure hinsichtlich der Zuschauergunst nicht leisten. Die derzeitigen Tatsachen lassen sich nicht leugnen: Die BG steht im unteren Tabellendrittel, hat fünf Niederlagen in Folge kassiert, hat dabei wenig hoffnungsfroh stimmende Leistungen geboten; ... und doch ist „Ruhe- und- Nerven- bewahren“ oberste Vereinspflicht: Pat Elzie bestätigte wie die Spieler, dass das Mannschaftsgefüge und die einzelnen Charaktere intakt sind. Man hat in den ersten Partien gezeigt, dass der Kader in der Lage ist, spielerisch in dieser Liga zu bestehen. Hysterie und blinder Aktionismus haben in Zeiten „höherer Gewalt“ mit Ausfällen wie Fergerson oder Schmitz mit allen daraus resultierenden Folgen im Umfeld der BG keinen Platz. Das Gerücht um die Anwesenheit von Horst Schmitz in der Halle hat keinerlei Auswirkungen auf die bestehenden Fakten: Der Headcoach der BG ist bis Ende November krankgeschrieben, wird von Pat Elzie vertreten, der bei dem Spiel gegen TBB Trier vom NBBL- Coach der BG Daniel Ljubic unterstützt wurde.
Die Punkte der BG: Kabba 20/4, Ewodo 14/1, Jones 7/1, Bond 5, Fahrad 3, McCray 3, Svitek 2
Für den TBB Trier trafen: Snow 23/4, Doornekamp 20, Gay 11/2, Gillingham 8, Adams 4, Almanson 3, Scott 2, Horace 1
Presseinfo: BG Karlsruhe
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