Dimplex Falke Nürnberg
45 Minuten Kampf in Paderborn
sid am 12.11.2006 um 19:51
"Manchmal müsste es im Basketball Unentschieden geben", waren sich die Coaches Doug Spradley und Stephan Harlander nach der Partie einig. 45 Minuten schenkten sich die Paderborn Baskets und die SELLBYTEL Baskets Nürnberg keinen Zentimeter auf dem Parkett der Paderborner Maspernhalle, am Ende setzten die Gastgeber sich hauchdünn mit 85:82 (72:72, 37:34) nach Verlängerung durch.
Aufgrund der wieder aufgebrochenen Verletzung in seiner linken Wade war der Einsatz von Sotiris Gioulekas von Beginn an ausgeschlossen, auch Michael Lake stand mit seiner frisch operierten Nase nicht zur Verfügung. Die erste Fünf der Gäste stellte sich somit quasi von alleine auf. Nach kurzem Rückstand erwischten die Nürnberger den besseren Start ins Spiel und setzten sich auf 7:2 ab, konnten von der dritten bis zur achten Minute allerdings keinen Korb mehr erzielen, so dass Paderborn kurzzeitig das Heft in die Hand nahm. Nach den ersten zehn Minuten lag das Team von Stephan Harlander und Stefan Weissenböck dann aber wieder knapp in Front – 14:11. Der Beginn des zweiten Viertels stand ganz im Zeichen von Tim Nees, der sechs Zähler in Folge beisteuerte. In einer stets ausgeglichenen Partie, in der sich keine Seite signifikante Vorteile erspielen konnte, schwächte die Mittelfranken das dritte Offensivfoul ihres Spielmachers Dwayne Lee, nach dessen Auswechslung Paderborn sich einen kleinen Vorsprung für die Halbzeitpause sicherte.
Justin Griffin, der überragende Ryan DeMichael und Sean Walker bescherten ihrem Team auch in der zweiten Halbzeit den besseren Start, nach zwei Minuten hatten die Nürnberger die Partie auf 44:39 gedreht. Sofort folgte jedoch der Rückschlag für die SELLBYTEL Baskets, denn ein Wadenkrampf setzte Sean Walker kurzzeitig außer Gefecht, so dass Gipson ohne Gegenspieler keine Mühe hatte, den Anschluss zu markieren. Kurzzeitig gelähmt gestattete man den Gastgebern einen 10:2-Lauf und die Nürnberger Bank fing sich zudem noch ein technisches Foul, das allerdings ohne Nutzen für die Hausherren blieb. Trotz des vierten Offensivfouls von Dwayne Lee, der ebenso oft Opfer der strikten Auslegung wurde wie Paderborns Center Collins, glich man vor dem vierten Viertel wieder aus (52:52). Schlag auf Schlag ging es im Schlussabschnitt, die Führung wechselte im Minutentakt und Corey Rouse musste mit einem Cut am Augenlid bei noch 1:32 Minuten Restspielzeit vom Feld. 17 Sekunden vor Schluss hatte dann Nürnberg bei 71:71 den Ball, Dwayne Lee wurde sofort an die Linie geschickt und traf einen von zwei Würfen, ebenso wie Teddy Gipson auf der Gegenseite. Der Ballverlust von Tim Nees beim Einwurf blieb glücklicherweise ungeahndet, zum zweiten Mal in der aktuellen Saison mussten die SELLBYTEL Baskets in die Verlängerung. Bis eine Minute vor dem Ende konnte sich kein Team entscheidend absetzen, beim Stand von 81:79 verloren die Gäste jedoch einen strategisch wichtigen Rebound und Steven Esterkamp, der in der Crunchtime auftaute, gab sich in den Schlusssekunden zu wenige Blößen von der Freiwurflinie. Um Haaresbreite verfehlte Dwayne Lee mit dem letzten Verzweiflungsdreier von der Mittellinie den Korb, so dass nach nervenaufreibenden 45 Minuten ein hauchdünner Erfolg der Paderborner stand.
"Paderborn war am Ende kaltschnäuziger, wir hatten den Sieg zwölf Sekunden vor Schluss aber noch in der Hand", fasste Stephan Harlander die Ereignisse auf dem Parkett zusammen. In einer zerfahrenen Partie standen aufgrund der hohen Anzahl an Offensivfouls insgesamt 41 Ballverluste zu Buche, wobei die 25 auf Nürnberger Seite durch die gewonnene Reboundstatistik kompensiert werden konnten.
Die nächste Runde im deutschen Pokal wurde am heutigen Sonntag ebenfalls ausgelost. Die SELLBYTEL Baskets Nürnberg bekamen Heimrecht und wurden den WALTER Tigers Tübingen zugelost.
Paderborn: Esterkamp (18), Nolte (14), Gipson (13), Patton (12), Golson (8), Black (8), Collins (8), Hurd (4).
Nürnberg: DeMichael (24), Walker (16), Griffin (14), Rouse (9), Lee (8), Nees (7), Plantzas (3), Dühring (1), Meinel.
Presseinfo: SELLBYTEL Baskets Nürnberg (Felix Pflaum)
0 Kommentare
Aufgrund der wieder aufgebrochenen Verletzung in seiner linken Wade war der Einsatz von Sotiris Gioulekas von Beginn an ausgeschlossen, auch Michael Lake stand mit seiner frisch operierten Nase nicht zur Verfügung. Die erste Fünf der Gäste stellte sich somit quasi von alleine auf. Nach kurzem Rückstand erwischten die Nürnberger den besseren Start ins Spiel und setzten sich auf 7:2 ab, konnten von der dritten bis zur achten Minute allerdings keinen Korb mehr erzielen, so dass Paderborn kurzzeitig das Heft in die Hand nahm. Nach den ersten zehn Minuten lag das Team von Stephan Harlander und Stefan Weissenböck dann aber wieder knapp in Front – 14:11. Der Beginn des zweiten Viertels stand ganz im Zeichen von Tim Nees, der sechs Zähler in Folge beisteuerte. In einer stets ausgeglichenen Partie, in der sich keine Seite signifikante Vorteile erspielen konnte, schwächte die Mittelfranken das dritte Offensivfoul ihres Spielmachers Dwayne Lee, nach dessen Auswechslung Paderborn sich einen kleinen Vorsprung für die Halbzeitpause sicherte.
Justin Griffin, der überragende Ryan DeMichael und Sean Walker bescherten ihrem Team auch in der zweiten Halbzeit den besseren Start, nach zwei Minuten hatten die Nürnberger die Partie auf 44:39 gedreht. Sofort folgte jedoch der Rückschlag für die SELLBYTEL Baskets, denn ein Wadenkrampf setzte Sean Walker kurzzeitig außer Gefecht, so dass Gipson ohne Gegenspieler keine Mühe hatte, den Anschluss zu markieren. Kurzzeitig gelähmt gestattete man den Gastgebern einen 10:2-Lauf und die Nürnberger Bank fing sich zudem noch ein technisches Foul, das allerdings ohne Nutzen für die Hausherren blieb. Trotz des vierten Offensivfouls von Dwayne Lee, der ebenso oft Opfer der strikten Auslegung wurde wie Paderborns Center Collins, glich man vor dem vierten Viertel wieder aus (52:52). Schlag auf Schlag ging es im Schlussabschnitt, die Führung wechselte im Minutentakt und Corey Rouse musste mit einem Cut am Augenlid bei noch 1:32 Minuten Restspielzeit vom Feld. 17 Sekunden vor Schluss hatte dann Nürnberg bei 71:71 den Ball, Dwayne Lee wurde sofort an die Linie geschickt und traf einen von zwei Würfen, ebenso wie Teddy Gipson auf der Gegenseite. Der Ballverlust von Tim Nees beim Einwurf blieb glücklicherweise ungeahndet, zum zweiten Mal in der aktuellen Saison mussten die SELLBYTEL Baskets in die Verlängerung. Bis eine Minute vor dem Ende konnte sich kein Team entscheidend absetzen, beim Stand von 81:79 verloren die Gäste jedoch einen strategisch wichtigen Rebound und Steven Esterkamp, der in der Crunchtime auftaute, gab sich in den Schlusssekunden zu wenige Blößen von der Freiwurflinie. Um Haaresbreite verfehlte Dwayne Lee mit dem letzten Verzweiflungsdreier von der Mittellinie den Korb, so dass nach nervenaufreibenden 45 Minuten ein hauchdünner Erfolg der Paderborner stand.
"Paderborn war am Ende kaltschnäuziger, wir hatten den Sieg zwölf Sekunden vor Schluss aber noch in der Hand", fasste Stephan Harlander die Ereignisse auf dem Parkett zusammen. In einer zerfahrenen Partie standen aufgrund der hohen Anzahl an Offensivfouls insgesamt 41 Ballverluste zu Buche, wobei die 25 auf Nürnberger Seite durch die gewonnene Reboundstatistik kompensiert werden konnten.
Die nächste Runde im deutschen Pokal wurde am heutigen Sonntag ebenfalls ausgelost. Die SELLBYTEL Baskets Nürnberg bekamen Heimrecht und wurden den WALTER Tigers Tübingen zugelost.
Paderborn: Esterkamp (18), Nolte (14), Gipson (13), Patton (12), Golson (8), Black (8), Collins (8), Hurd (4).
Nürnberg: DeMichael (24), Walker (16), Griffin (14), Rouse (9), Lee (8), Nees (7), Plantzas (3), Dühring (1), Meinel.
Presseinfo: SELLBYTEL Baskets Nürnberg (Felix Pflaum)
0 Kommentare
Werbung
Werbung


