Dimplex Falke Nürnberg
Die Wende kam mit Mallet
sid am 05.11.2006 um 10:00
Höchstes Lob für eine starke Leistung erhielten die SELLBYTEL Baskets Nürnberg aus dem Munde von Gästetrainer Sasa Obradovic, am Ende reichte jedoch auch die bislang stärkste Saisonleistung nicht aus, um RheinEnergie Köln in die Knie zu zwingen. 72:82 (46:40) mussten sich die Mittelfranken dem amtierenden Meister vor 2000 Zuschauern geschlagen geben, zeigten jedoch das unter der Woche geforderte "andere Gesicht" verglichen mit den beiden letzten Heimauftritten. "Nürnberg hat uns alles abverlangt, wir mussten an unsere Grenzen gehen", zeigte sich Sasa Obradovic nach der Partie erleichtert über den Erfolg seiner Mannschaft.
Wie vom Nürnberger Team erwartet war den Kölnern, die überraschenderweise in der ersten Halbzeit ihren Spielmacher Demond Mallet schonten, keinerlei Müdigkeit aus dem Europaligaspiel gegen Istanbul anzumerken. Von Beginn an verteidigten die Rheinländer couragiert und führten daher nach zwei Minuten bereits mit 8:2. Als die SELLBYTEL Baskets sich jedoch besser auf die Gangart des Gegners eingestellt hatten und mit einem kurzen Zwischenspurt das 9:8 erzielten, entwickelte sich eine intensive und interessante Partie, deren Ausgeglichenheit sich nach zehn Minuten auch im Ergebnis von 22:22 niederschlug. Das zweite Viertel hätte aus Nürnberger Sicht nicht besser beginnen können, denn Justin Griffin traf zunächst von außen zum 25:22, anschließend räumte Corey Rouse Guido Grünheid am Brett auf spektakulärste Art und Weise ab, bevor vier weitere Punkte Nürnberg ein kleines Polster schufen. Unbeeindruckt davon suchte Köln sein Heil über den bulligen Jones am Brett und schloss zum 31:28 auf, als sich Nadjfeji ein technisches Foul einhandelte und Nürnberg sich mit einem 9:2-Zwischenspurt auf 40:30 absetzte. Zehn Zähler betrug der Vorsprung auch noch zwölf Sekunden vor dem Wechsel, Dwayne Lee kassierte jedoch aus demselben Grund wie Nadjfeji – Ballwegschlagen nach eigenem Korberfolg – ein technisches Foul und vier Punkte von Faison bescherten den Pausenstand von 46:40. Sechs von acht Nürnberger Dreierversuchen hatten zu diesem Zeitpunkt den Weg in den Korb gefunden.
Hatte er während der ersten Hälfte noch pausiert, so betrat nun Demond Mallet das ihm wohlbekannte Parkett der ARENA NÜRNBERGER VERSICHERUNG und verlieh dem Kölner Spiel neue Impulse. Seine Kreativität im Angriff sowie enorm physische Abwehr brachten den Motor der Hausherren gehörig ins Stocken, so dass die Gäste in der 25. Minute nach langer Zeit wieder die Führung übernahmen (50:52) und sich vor dem letzten Viertel auf acht Zähler absetzen konnten (52:60). Obwohl die Nürnberger in der Abwehr vor allem in Person von Griffin, der McElroy bis auf ein paar Schnellangriffe gut im Griff hatte, solide agierten und verbissen kämpften, waren sechs Zähler offensiv viel zu wenig, um Schritt halten zu können. In der 31. Minute ging der Deutsche Meister erstmals zweistellig in Führung, speziell Ryan DeMichael wehrte sich jedoch standhaft und sorgte mit sieben Punkten am Stück dafür, dass man bei 59:67 (34. Minute) in Schlagdistanz lag. Drei Minuten später hatte Köln aber für klare Verhältnisse gesorgt und seine höchste Führung (64:80) herausgespielt, ehe Stephan Harlander sein Team in einer Auszeit noch einmal neu einstellte. Zwei Dunkings von Gioulekas und Griffin trugen dann noch ihren Teil zu einem am Ende gerechten 72:82 bei. Hätten die Gastgeber nicht 13 Punkte an der Freiwurflinie (17/30) quasi verschenkt, wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen.
"Die erste Hälfte war unsere bisher beste in dieser Saison", meinte Stephan Harlander nach dem Spiel. "Leider haben wir es danach nicht mehr geschafft, unseren Plan bis zum Ende durchzuziehen, haben uns offensiv nicht mehr so bewegt, wie es gegen diese Mannschaft nötig ist, die Blocks nicht mehr hart genug gestellt und den Ball zu langsam bewegt. Die Spieler haben heute aber gesehen, was sie zu leisten imstande sind, es muss uns nun gelingen, die heutige Leistung mit in die nächsten Auswärtsaufgaben zu nehmen."
Nürnberg: Gioulekas (21), DeMichael (13), Griffin (11), Lee (9), Walker (6), Rouse (6), Nees (4), Lake (2), Dühring.
Köln: Jones (15), Faison (15), Nadjfeji (11), Gortat (10), Mallet (9), McElroy (8), Talts (7), Grünheid (3), Strasser (2), Burrell (2), Sljivancanin.
Presseinfo: SELLBYTEL Baskets Nürnberg (Felix Pflaum)
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Wie vom Nürnberger Team erwartet war den Kölnern, die überraschenderweise in der ersten Halbzeit ihren Spielmacher Demond Mallet schonten, keinerlei Müdigkeit aus dem Europaligaspiel gegen Istanbul anzumerken. Von Beginn an verteidigten die Rheinländer couragiert und führten daher nach zwei Minuten bereits mit 8:2. Als die SELLBYTEL Baskets sich jedoch besser auf die Gangart des Gegners eingestellt hatten und mit einem kurzen Zwischenspurt das 9:8 erzielten, entwickelte sich eine intensive und interessante Partie, deren Ausgeglichenheit sich nach zehn Minuten auch im Ergebnis von 22:22 niederschlug. Das zweite Viertel hätte aus Nürnberger Sicht nicht besser beginnen können, denn Justin Griffin traf zunächst von außen zum 25:22, anschließend räumte Corey Rouse Guido Grünheid am Brett auf spektakulärste Art und Weise ab, bevor vier weitere Punkte Nürnberg ein kleines Polster schufen. Unbeeindruckt davon suchte Köln sein Heil über den bulligen Jones am Brett und schloss zum 31:28 auf, als sich Nadjfeji ein technisches Foul einhandelte und Nürnberg sich mit einem 9:2-Zwischenspurt auf 40:30 absetzte. Zehn Zähler betrug der Vorsprung auch noch zwölf Sekunden vor dem Wechsel, Dwayne Lee kassierte jedoch aus demselben Grund wie Nadjfeji – Ballwegschlagen nach eigenem Korberfolg – ein technisches Foul und vier Punkte von Faison bescherten den Pausenstand von 46:40. Sechs von acht Nürnberger Dreierversuchen hatten zu diesem Zeitpunkt den Weg in den Korb gefunden.
Hatte er während der ersten Hälfte noch pausiert, so betrat nun Demond Mallet das ihm wohlbekannte Parkett der ARENA NÜRNBERGER VERSICHERUNG und verlieh dem Kölner Spiel neue Impulse. Seine Kreativität im Angriff sowie enorm physische Abwehr brachten den Motor der Hausherren gehörig ins Stocken, so dass die Gäste in der 25. Minute nach langer Zeit wieder die Führung übernahmen (50:52) und sich vor dem letzten Viertel auf acht Zähler absetzen konnten (52:60). Obwohl die Nürnberger in der Abwehr vor allem in Person von Griffin, der McElroy bis auf ein paar Schnellangriffe gut im Griff hatte, solide agierten und verbissen kämpften, waren sechs Zähler offensiv viel zu wenig, um Schritt halten zu können. In der 31. Minute ging der Deutsche Meister erstmals zweistellig in Führung, speziell Ryan DeMichael wehrte sich jedoch standhaft und sorgte mit sieben Punkten am Stück dafür, dass man bei 59:67 (34. Minute) in Schlagdistanz lag. Drei Minuten später hatte Köln aber für klare Verhältnisse gesorgt und seine höchste Führung (64:80) herausgespielt, ehe Stephan Harlander sein Team in einer Auszeit noch einmal neu einstellte. Zwei Dunkings von Gioulekas und Griffin trugen dann noch ihren Teil zu einem am Ende gerechten 72:82 bei. Hätten die Gastgeber nicht 13 Punkte an der Freiwurflinie (17/30) quasi verschenkt, wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen.
"Die erste Hälfte war unsere bisher beste in dieser Saison", meinte Stephan Harlander nach dem Spiel. "Leider haben wir es danach nicht mehr geschafft, unseren Plan bis zum Ende durchzuziehen, haben uns offensiv nicht mehr so bewegt, wie es gegen diese Mannschaft nötig ist, die Blocks nicht mehr hart genug gestellt und den Ball zu langsam bewegt. Die Spieler haben heute aber gesehen, was sie zu leisten imstande sind, es muss uns nun gelingen, die heutige Leistung mit in die nächsten Auswärtsaufgaben zu nehmen."
Nürnberg: Gioulekas (21), DeMichael (13), Griffin (11), Lee (9), Walker (6), Rouse (6), Nees (4), Lake (2), Dühring.
Köln: Jones (15), Faison (15), Nadjfeji (11), Gortat (10), Mallet (9), McElroy (8), Talts (7), Grünheid (3), Strasser (2), Burrell (2), Sljivancanin.
Presseinfo: SELLBYTEL Baskets Nürnberg (Felix Pflaum)
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