New Yorker Phantoms Braunschweig

Siegesserie der Phantoms durch Trier gestoppt

Pucki am 29.10.2006 um 13:06

Nach zuvor zwei erfolgreichen Spielen gegen Tübingen und Quakenbrück wurde der Aufwärtstrend der New Yorker Phantoms am Samstagabend durch den bis zum Spieltag aktuellen Tabellenfünfzehnten TBB Trier jäh gestoppt. Mit 80:77 (35:37) setzten sich die Moselstädter in der Braunschweiger Volkswagen Halle vor 2.435 Zuschauern durch und stürzten den Gastgeber vom siebten auf den dreizehnten Tabellenplatz.

Dabei war diese Niederlage vollkommen unnötig. Obwohl die New Yorker Phantoms unter den Körben die Lufthoheit behielten, wurde das Team von Coach Emir Mutapcic erneut ein Opfer seiner schlechten Wurfquote. Dadurch konnte sich die Mannschaft in entscheidenden Situationen nicht vom Gegner absetzen und ließ Trier stets wieder herankommen bzw. in Führung gehen, sodass eine länger währende Schwächephase im dritten Viertel den Ausschlag für die Niederlage gab.

Das erste Viertel war von absoluter Ausgeglichenheit beider Teams gekennzeichnet. Trier legte vor – die Phantoms zogen nach. Nach einer 6:2-Führung der Moselstädter (3. Min.) glichen Braunschweigs Korbjäger zur Hälfte des Viertels wieder aus. In den folgenden Minuten spielte Trier wieder eine 4-Punkteführung heraus, die erneut von den Phantoms egalisiert wurde. Ihren Spielern Ernest Scott und Thomas Adams mit jeweils Dreiern haben es die Mannen von Coach Whelton zu verdanken, dass die Gäste nach 10 Minuten mit 16:15 knapp, aber verdient zur Pause in Führung lagen. Auf Seiten der Moselstädter verteilten sich die Punkte auf Ernest Scott (5), Thomas Adams (5) und Daniel Horace (6), während Milko Bjelica mit 9 Punkten treffsicherster Phantom war.

Auch im zweiten Viertel blieb der Spielstand knapp. Beide Teams vermochten nicht, sich entscheidend abzusetzen. Nach anfänglicher Führung der Phantoms (22:19, 13. Min.) glich Trier wieder aus und ging mit 27:24 nach 16 Minuten in Führung. Braunschweig drehte jedoch den Spieß um und lag schließlich zur Halbzeit mit 37:35 in Front.

Der hauptsächliche Grund für den knappen Spielstand lag in der Wurfquote als auch bei den Rebounds. Zwar traf Trier besser als die New Yorker Phantoms (48:41% FG, 85:72% FW), dieses Manko glichen Braunschweigs Korbjäger jedoch mit der höheren Anzahl Rebounds (19:15) sowie mehr Steals (5:2) aus. Alle anderen statistischen Werte beider Teams wiesen kaum Differenzen auf. Auf Trierer Seite ragten Thomas Adams (11 Pkt.) und insbesondere Daniel Horace (11 Pkt., 4 Reb.) heraus. Braunschweigs bester Spieler zur Halbzeit war Milko Bjelica mit 11 Punkten (71% FG) und 3 Rebounds.

Das dritte Viertel wurde von beiden Teams sehr intensiv geführt, was zahlreiche Freiwürfe für die Gäste zur Folge hatte. Nachdem zunächst die New Yorker Phantoms nach 23 Minuten eine 5-Punkte-Führung herausspielten (43:38), konnten die Trierer zur Mitte des Viertels wieder ausgleichen (45:45) und nutzten eine vierminütige Schwächephase des Gastgebers bis zur 29. Minute zu einem komfortablen Vorsprung von 11 Punkten (61:50) aus. Durch einen gelungenen Dreier verkürzte Drazan Tomic zum 53:61-Rückstand nach dem dritten Viertel.

Im Schlussviertel wurde die Dramatik auf den Höhepunkt getrieben. Zunächst verkürzten die New Yorker Phantoms mit einem 7:0-Lauf binnen einer Minute in der Mitte des Viertels den Rückstand, der zu Beginn des Viertels bereits auf 13 Punkte angewachsen war, auf 68:71. Die Halle tobte. Die drohende Niederlage schien plötzlich abwendbar zu sein. Doch die Moselstädter ließen sich nicht von ihrem Erfolgsweg abbringen. Neun Sekunden vor Ende des Spieles, bei einem Vorsprung von 79:76 für die Gäste, wurde ein - nach Meinung der meisten Zuschauer - unsportliches Foul der Trierer an Ashanti Cook beim vorletzten Angriff nicht als solches gepfiffen. So konnte Braunschweigs Aufbauspieler durch einen erfolgreichen Freiwurf zwar auf 77:79 verkürzen, der fällige Ballbesitz wurde jedoch nicht zugesprochen. Dennoch ergab sich mit der Schlusssirene die Möglichkeit, zumindest eine Verlängerung zu erreichen. Nachdem Trier durch Freiwurf auf 80:77 erhöhte, traf der letzte Wurf von Gregory Davis von der Dreierlinie nur den Ring. Die Niederlage war damit besiegelt.

Triers Headcoach Joe Whelton war die Erleichterung nach dem Spiel anzumerken. "Wir wussten, dass Braunschweig nach den letzten beiden Erfolgen selbstbewusst auftreten würde. Entscheidend war das dritte Viertel, in dem wir uns absetzen konnten. Insbesondere Daniel Horace hat heute sein bestes Spiel geboten und uns den Sieg ermöglicht."

Emir Mutapcic gratulierte dem glücklichen, aber verdienten Sieger der Partie. "Die Zuschauer haben heute ein interessantes Spiel gesehen, dass Trier verdient gewonnen hat. Beide Teams haben sehr guten Basketball gespielt. Im dritten Viertel hatten wir nicht genug Konzentration gehabt, um den Gegner aufzuhalten. Mein Dank geht an die Zuschauer, die uns sehr gut unterstützt haben. Wir haben ein sehr junges Team, das diese Hilfe benötigt. Ich hoffe, dass gegen Frankfurt noch mehr Fans kommen, um uns zu helfen."

Am kommenden Sonntag ergibt sich die Gelegenheit, gegen die DEUTSCHE BANK SKYLINERS die verlorenen Punkte zurückzuholen. Obwohl das Spiel der New Yorker Phantoms in entscheidenden Situationen zu instabil war und deshalb zur Niederlage geführt hat, haben die Spieler mit Kampf und Leidenschaft versucht, die drohende Niederlage abzuwenden. Heute hat es gegen TBB Trier nicht gereicht, aber mit Hilfe der von Coach Emir Mutapcic erhofften Hilfe durch die Zuschauer ist ein erneutes Einbiegen auf die Erfolgsspur gegen die Frankfurter realisierbar. Packen wir's also an! Die Mannschaft hat es verdient.

Presseinfo: New Yorker Phantoms (Helge Jandt)

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