New Yorker Phantoms Braunschweig

Knappe Niederlage bei Heimpremiere der Phantoms

Frankie am 08.10.2006 um 22:47

Unglücklicher hätte eine Heimpremiere nicht verlaufen können. Nach dramatischem Kampf unterlagen die New Yorker Phantoms der BG Karlsruhe vor 3.250 Zuschauern in der Volkswagen Halle mit 81:85 (38:41). Die Gäste aus Baden hatten in einer über die gesamte Spielzeit ausgeglichenen Partie am Ende mehr Fortune bei ihren Würfen und brachten schließlich den Sieg mit mehr Cleverness und Routine unter Dach und Fach.

Nach anfänglicher Nervosität der Phantoms, die von den Spielern der BG Karlsruhe konsequent ausgenutzt wurde, spielten die Gäste aus Baden in den ersten Minuten der Partie einen 7 Punkte-Vorsprung heraus (11:4, 5. Min.) aus. Die Moral konnte jedoch nicht gebrochen werden. Trotz vieler leicht vergebener Korbversuche in den Anfangsminuten stabilisierte sich zusehends das Spiel der Gastgeber – der Vorsprung der Badener schrumpfte Punkt um Punkt. Zur Viertelpause lagen die New Yorker Phantoms lediglich mit 6 Punkten zurück, und dies auch nur, weil die BG Karlsruhe mit der Viertelsirene der neunzehnte Punkt zum 19:13 gelang.

Mit dem Beginn des zweiten Viertels knüpften die Phantoms an die zuvor gezeigte Leistung an. Nach 13 Minuten fiel der umjubelte Ausgleich zum 19:19. Obwohl die BG nochmals mit 24:21 in Führung gehen konnte, ließ sich das Team von Headcoach Emir Mutapcic nicht aus der Ruhe bringen. Nach 5 Minuten des zweiten Spielabschnitts lagen die Phantoms erstmals mit 26:24 bzw. kurze Zeit später mit 28:25 in Front. Wenn es etwas zu bemängeln gab, so war es die teils leichfertige Art und Weise, einfache Korbpunkte zu vergeben. Zu oft drehte sich der Ball wieder aus dem Korb. Die Badener nutzten diese Schwäche in den letzten Minuten aus, um den Rückstand in eine 41:38-Halbzeit-Führung zu wenden.

Die Halbzeitstatistik machte deutlich, warum die Gäste nicht in den Griff zu bekommen waren. Einer 46%-igen Wurfquote der Badener standen lediglich 34% der Phantoms gegenüber. Sowohl bei der Freiwurfquote (80%:78% für die BG) als auch bei den Rebounds (21:19) lagen die Gäste knapp, aber nicht entscheidend vorn. Beste Punktesammler bei Karlsruhe zur Halbzeit waren Narcisse Ewodo und Ryan Bond mit je 11 Zählern, bei den Phantoms Tory Walker (10 Pkt.) und Milko Bjelica (9 Pkt.).

Im dritten Viertel schien sich nach einem technischen Foul gegen die Karlsruher Bank die Entscheidung anzubahnen. Die Phantoms verwandelten einen 38:42-Rückstand in eine 46:42 bzw. 50:45-Führung (25. Min.) Leider hatte auch diesmal der Vorsprung nicht lange Bestand. Karlsruhe forcierte das Tempo und sorgte so für einen Führungswechsel zum 51:50 (26. Min.). Obwohl die Gastgeber erneut einen Vorsprung von 5 Punkten erkämpften (57:52, 27. Min.), endete das Viertel ausgeglichen 60:60. Bemerkenswert war der Umstand, dass den Karlsruhern im dritten Viertel 15 Freiwürfe zugesprochen wurden, während die Phantoms lediglich viermal an die Freiwurflinie durften.

Das letzte Viertel wurde für die mitfiebernden Fans beider Teams zur Nervenschlacht. Zunächst nutzten die Phantoms nach einem Block von Gregory Morgan die Gunst der Stunde und sorgten mit einem 7:0-Lauf innerhalb einer Minute für eine scheinbar vorentscheidende 67:60-Führung. Der Kampf und Einsatz wurde scheinbar belohnt – das Team gab keinen Ball verloren und hechtete selbst in ausweglosen Situationen dem Ball hinterher. Dennoch konnte der Vorsprung nicht gehalten oder gar ausgebaut werden. Im Gegenteil: Die Gäste verkürzten mit einer Serie von Freiwürfen (14:4 Freiwürfe für die Gäste im letzten Viertel) den Rückstand und lagen 94 Sekunden vor Ende der Partie mit 80:70 scheinbar uneinholbar vorn. Doch der unbändige Kampfgeist des neuformierten Phantoms-Teams brachte die Karlsruher nochmals an den Rand einer Niederlage. Durch zwei Dreier und einen Korbleger verkürzten die Braunschweiger auf 78:80. Mehr noch: 33 Sekunden vor Ende der Partie erzielte Ashanti Cook mit einem erfolgreichen Dreier den Ausgleich zum 81:81. Zum Entsetzen der heimischen Zuschauer unterlief den Phantoms im vorletzten Angriff ein Turnover – der Schnellangriff der Gäste musste mit einem Foul gestoppt werden. Die fälligen Freiwürfe sowie zwei weitere Freiwürfe kurz vor Ende der Partie führten zum schließlich unglücklichen Ausgang des Spieles.

Karlsruhes Headcoach Horst Schmitz war angesichts der Heimniederlage in der letzten Woche gegen Ludwigsburg froh, das Auswärtsmatch in Braunschweig erfolgreich beendet zu haben. "Nachdem wir schon mit 10 Punkten geführt haben, haben es meine Spieler nochmals unnötig spannend gemacht. Das möchte ich nicht noch mal erleben. Wir haben versucht, das Tempo des Spiels hoch zu halten. Nach meiner Meinung haben wir das Spiel durch unsere gute Reboundarbeit gewonnen."

Braunschweigs Headcoach Emir Mutapcic sah den Hauptgrund für die Niederlage in dem Ungleichgewicht bei den Freiwürfen. "Ich muss mir noch mal auf Video ansehen, warum Karlsruhe doppelt soviel Freiwürfe hatte wie wir. Einige Dinge auf dem Feld haben gut funktioniert, andere nicht. In den entscheidenden Momenten konnten wir uns unter dem Korb nicht durchsetzen."

Trotz der Niederlage machte der Auftritt des Teams Mut für die kommenden Aufgaben. Natürlich kann nach zwei Pflichtspielen noch keine Aussage über das wahre Leistungsvermögen gemacht werden. Die anwesenden Zuschauer haben aber erleben dürfen, dass sich das Team zerreißt und mit unbändigem Siegeswillen auch Spiele drehen und – hoffentlich in naher Zukunft – auch Spiele gewinnen wird. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Schwankungen im Spiel vermieden werden und die Fehler auf ein Minimum reduziert werden. Am heutigen Nachmittag hat es noch nicht gereicht, aber bereits in drei Tagen steht die Partie bei den Giessen 46ers an, die am Wochenende mit 56:104 in Ludwigsburg das Nachsehen hatten. Wir werden sehen, wessen Selbstvertrauen dann den Ausschlag gibt.

Presseinfo: New Yorker Phantoms (Helge Jandt)

0 Kommentare

 

8 Mitglieder
207 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany
 

Werbung

Werbung