Brose Baskets

Jan Pommer zum Bamberger Spiel in München

Lomax am 12.09.2006 um 14:57

Interview mit Jan Pommer, dem Geschäftsführer der Basketball Bundesliga, zum Gastspiel der Brose Baskets aus Bamberg am 01. Oktober in der bayerischen Landeshauptstadt. In einem Vorbereitungsspiel treffen die Brose Baskets in der Münchner Olympiahalle auf das türkische Topteam Besiktas Istanbul.

Sehr geehrter Herr Pommer, die Brose Baskets spielen am 01. Oktober in München ein Vorbereitungsspiel gegen Besiktas Istanbul. Kann der Weg hinaus aus den BBL-Standorten eine Option sein, Bundesligabasketball für eine breitere Zuschauerschicht interessant zu machen?
Natürlich dient es der Popularisierung der Sportart, wenn sie auch in den Regionen stattfindet, in denen kein Erstliga-Basketball etabliert ist. Metropolen wie München oder Hamburg verfügen über eine exzellente Infrastruktur, ein großes Zuschauerpotenzial und eine prosperierende Wirtschaft. Allerdings muss für ein BBL-Engagement das 'Gesamt-Paket' stimmen. Ansonsten finde ich es fantastisch, dass den Münchenern ein Vorbereitungsspiel von einer besonders hohen sportlichen Güteklasse geboten wird.

Wie bewerten Sie München als Standort?
München ist ein sehr interessanter Standort mit einem begeisterungsfähigen Publikum – das Finale der Europameisterschaft 1993 hat das eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Hinzu kommt, dass München über eine Arena verfügt, die die BBL-Standards erfüllt und über ein großes Einzugsgebiet verfügt. Zwei Faktoren, die bei der Bewertung eines Standorts einen nicht unerheblichen Einfluss haben.

Die Olympiahalle in München fasst 12.000 Zuschauer – schaffen es die Brose Baskets die Halle zu füllen?
Dass die Brose Baskets in der Lage sind, auch in anderen Städten die Halle problemlos zu füllen, haben ihre 'Euroleague-Gastspiele' in der Nürnberger Arena gezeigt. Deswegen bin ich optimistisch, dass es den Verantwortlichen, die mit außerordentlichem Enthusiasmus und sehr großer Professionalität arbeiten, gelingen wird, auch in der bayerischen Landeshauptstadt zahlreiche Fans in die Olympia-Halle zu locken. Es wäre sensationell, sollte das Spiel ausverkauft sein. Wenn es 'nur' 8.000 Zuschauer werden sollten, so wäre das immer noch eine unglaubliche Leistung.

Aus Bamberg rollt ein Sonderzug voller Fans zum Spiel nach München. Als Geschäftsführer der BBL müsste Sie diese Aktion doch begeistern?
Selbstverständlich! Solche Aktionen dokumentieren doch die enge Verbundenheit zwischen dem Klub und seinen Anhängern. Des Weiteren zeigt es, dass die Begeisterung in 'Freak City' nach wie vor ungebrochen ist und die Mannschaft sich einer rückhaltlosen Unterstützung erfreut.

Presseinfo: Brose Baskets Bamberg (Thomas Meyer)

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