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RSV Lahn-Dill strotzte im hohen Norden vor Spielfreude

dstange am 04.03.2002 um 10:36

(aj) Mit einem überraschend klaren 83:56 (18:16/38:26/65:40)-Erfolg beim ansonsten als heimstark geltenden RSC Hamburg kehrte Rollstuhlbasketball-Bundesligist RSV Lahn-Dill von der Auswärtsaufgabe des 16. Spieltages nach Wetzlar zurück. "Das war nach der vierwöchigen Europameisterschaftspause Spielfreude pur", so ein über Stimmung und Spielwitz der eigenen Truppe hoch erfreuter Headcoach Stefan Donner, dessen Mannschaft durch diesen Erfolg weiter Tuchfühlung auf Tabellenführer AS Zwickau hält. Schwerstarbeit hatte dabei jedoch zunächst Physiotherapeutin Nadin Scheithauer zu verrichten, meldete sich am Samstag Vormittag bei der abschließenden Trainingseinheit in der Hansestadt doch die halbe Mannschaft mit Problemen an Rücken oder Wurfhand.

Gut versorgt durch die medizinische Abteilung starteten die Wetzlarer Rollis dann von Beginn an sehr konzentriert in die Begegnung in der Sporthalle Wandsbek. Im ersten Viertel entwickelte sich dabei ein offener Schlagabtausch, der bei der 18:16-Führung des RSV nach den ersten zehn Minuten noch keine Vorteile für einen der beiden Kontrahenten sah.

Die erste Offensive des Gastes aus Mittelhessen folgte dann in der 13. Spielminute, als der Meister von 1998 binnen kurzer Zeit von 21:19 auf 27:19 (14.) davon zog und den ersten Abstand zwischen sich und den Gastgeber brachte. Immer wieder war es der an diesem Tag überragende Markus Sniegocki, der noch vor Wochenfrist im Kreise der Nationalmannschaft an einer Grippe laborierte, der mit seinem schnellen Fahrstil zahlreiche Fast-Breaks in der gegnerischen Reuse versenkte.

Nach dem Seitenwechsel folgte dann das stärkste Viertel der Lahn-Diller, in dem "einfach alles klappte", so Trainer Donner. Während Thomas Dürl in der Verteidigung den Hamburger Nationalspieler Ahmet Coskun nahezu neutralisierte, fand im Angriff fast jeder Wurf sein Ziel. Ob direkt am Brett durch Mario Oosterbosch oder aus der Distanz durch Aufbauspieler Lars Christink, der RSV schraubte das Ergebnis über 50:32 (25.) und 60:36 (27.) in die Höhe. Damit war die Partie gegen den RSC Hamburg vorzeitig entschieden.

Welch geschlossene Teamleistung die Wetzlarer an den Tag legten, zeigt insbesondere der Blick auf die eigene Punkteverteilung mit ausgeglichen Spielanteilen, während die Gastgeber lediglich über Ahmet Coskun und Nikolaus Classen gefährlich zum Zug kamen.

Während sich Lahn-Dill so die theoretische Chance auf die diesjährige Meisterschaft erhielt, ist dagegen im Abstiegskampf eine Vorentscheidung zugunsten des Aufsteigers RSG Koblenz gefallen, der mit einem Erfolg beim direkten Konkurrenten Münster inklusive des direkten Vergleichs nun alle Chancen auf seiner Seite hat.

Hamburg: Classen (25), Coskun (23/1 Dreier), Andreas Klein (4), Seifert (4), Glinicki, Kirste, Verena Klein, Pauly.

Lahn-Dill: Oosterbosch (24), Christink (16), Zeltinger (16), Sniegocki (15), Fink (4), Schratz (4), Dürl (2), Dunstheimer (2), Hopp.

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