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EM 2002: Deutschland gewinnt Bronze
dstange am 24.02.2002 um 10:09
Verlängerungs-Krimi beschert Deutschland Bronzemedaille
(aj/Amsterdam) In einem wahren Rollstuhlbasketball-Krimi sicherte sich die deutsche Nationalmannschaft der Herren bei den XV. Europameisterschaften am Samstag die Bronzemedaille. Vor laufenden Kameras der BBC und zahlreich nach Amsterdam angereisten deutschen Fans schlug die Mannschaft von Trainer Frits Wiegmann im kleinen Finale den dreimaligen Europameister Großbritannien nach Verlängerung 70:67 (22:16/34:29/43:44/61:61). „Ich bin ganz zufrieden“, gab Coach Wiegmann dabei in klassischem Understatement nach der Schlusssirene schmunzelnd zu Protokoll, während seine Mannschaft in einem Knäuel aus Spielern und Rollstühlen ihre Freude herausschrie. Zuvor glich die Partie gegen die Vollprofis von der Insel jedoch einem Wellenbad der Gefühle. Erstmals gut gestartet dominierte die deutsche Auswahl im ersten Viertel klar und baute ihren Vorsprung nach dem 10:7 (5.) durch Lars Christink aus Wetzlar bis auf 22:16 aus. Diese Führung hatte dann über 28:23 (17.) bis kurz nach dem Seitenwechsel Bestand, als der Hamburger Ahmet Coskun das 38:33 (22.) erzielten konnte.
Urplötzlich kam es jedoch zum Bruch im deutschen Offensivspiel. Fehlpässe und Missverständnisse ließen das Team der Briten um den bis dato erfolgreichsten Korbschützen Simon Munn wieder aufkommen und die Wende zum 43:42 (28.) für Großbritannien war die logische Konsequenz. Beim 43:51 (33.) durch den starken Pointgard Collin Price schien sich dann bereits eine Vorentscheidung anzukündigen, doch genau in diesem Moment erkannte die deutsche Auswahl wieder die Zeichen der Zeit.
Nun war zu erkennen, dass die Mannschaft nach der schwachen Vorstellung am Vortag mit der Niederlage gegen Titelverteidiger Frankreich unbedingt ihre Bronzemedaille sichern und nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten wollte. Dem 55:56 (37.) durch den Zwickauer Abdulgazi Karaman per Dreier folgten ganz wichtige Punkte des überragenden Thomas Fischer, ehe eine sehenswerte Kombination zwischen Karaman und Martin Otto schließlich 28 Sekunden vor dem Ende das 61:61 und die Verlängerung brachte.
In dieser startete zunächst erneut Deutschland durch, führte schnell mit 67:61 (42.), ehe Jon Pollock per Dreier zum 68:67 (45.) noch einmal die Spannung zum überkochen brachte. Als dann drei Sekunden vor Ende der Verlängerung Andy Blake zwei Freiwürfe zugesprochen bekam, stand das Match erneut auf des Messers Schneide. Doch die Nerven des britischen Centers versagten, zweimal sprang der Ball vom Ring und Deutschland sicherte sich so den Platz auf dem Treppchen. Die zwei Freiwurftreffer des routinierten Bonners Otto 0,4 Sekunden vor dem grenzenlosen Jubel dienten nur noch der Statistik bzw. der guten B-Note.
Das Endspiel in der Sporthalle Zuid gewann der Titelverteidiger und nun siebenmalige Europameister Frankreich mit 67:56 (31:25) gegen Gastgeber Niederlande. Damit konnte sich Mario Oosterbosch vom RSV Lahn-Dill an seinem 24. Geburtstag den Titel nicht zum Geschenk machen.
Schiedsrichter: Tony Classon (Schweden), David Schoenacker (Frankreich).
Großbritannien: Munn (23), Pollock (16/2 Dreier), Price (15), Blake (7), Caine (5), Howley (1), Adeptan, Byrne, Bywater, Finbow, Hayes, Mepani.
Deutschland: Schwarz (16,Heidelberg), Fischer (12, Gran Canaria), Karaman (10/1,Zwickau), Otto (9, Bonn), Coskun (8, Hamburg), Lehmann (8, Heidelberg), Christink (5, Lahn-Dill), Thalheim (2, Bonn), Leonhardt (Bonn), Schürmann (n.e., Meppen), Sniegocki (n.e., Lahn-Dill), Süss (n.e.,Heidelberg).
Platz 7:
Schweden – Italien 57:78 (29:37)
Platz 5:
Israel – Spanien 73:58 (36:22)
Platz 3:
Großbritannien – Deutschland 67:70 (34:29/61:61)
Finale:
Niederlande – Frankreich 56:67 (25:31)
Abschluss-Platzierung:
Gold Frankreich
Silber Niederlande
Bronze Deutschland
4. Großbritannien
5. Israel
-----------------------------------------------
6. Spanien
7. Italien
8. Schweden
Die Teams auf den Plätzen 1 bis 5 haben sich für die Weltmeisterschaften im August im japanischen Kitukyushu qualifiziert.
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(aj/Amsterdam) In einem wahren Rollstuhlbasketball-Krimi sicherte sich die deutsche Nationalmannschaft der Herren bei den XV. Europameisterschaften am Samstag die Bronzemedaille. Vor laufenden Kameras der BBC und zahlreich nach Amsterdam angereisten deutschen Fans schlug die Mannschaft von Trainer Frits Wiegmann im kleinen Finale den dreimaligen Europameister Großbritannien nach Verlängerung 70:67 (22:16/34:29/43:44/61:61). „Ich bin ganz zufrieden“, gab Coach Wiegmann dabei in klassischem Understatement nach der Schlusssirene schmunzelnd zu Protokoll, während seine Mannschaft in einem Knäuel aus Spielern und Rollstühlen ihre Freude herausschrie. Zuvor glich die Partie gegen die Vollprofis von der Insel jedoch einem Wellenbad der Gefühle. Erstmals gut gestartet dominierte die deutsche Auswahl im ersten Viertel klar und baute ihren Vorsprung nach dem 10:7 (5.) durch Lars Christink aus Wetzlar bis auf 22:16 aus. Diese Führung hatte dann über 28:23 (17.) bis kurz nach dem Seitenwechsel Bestand, als der Hamburger Ahmet Coskun das 38:33 (22.) erzielten konnte.
Urplötzlich kam es jedoch zum Bruch im deutschen Offensivspiel. Fehlpässe und Missverständnisse ließen das Team der Briten um den bis dato erfolgreichsten Korbschützen Simon Munn wieder aufkommen und die Wende zum 43:42 (28.) für Großbritannien war die logische Konsequenz. Beim 43:51 (33.) durch den starken Pointgard Collin Price schien sich dann bereits eine Vorentscheidung anzukündigen, doch genau in diesem Moment erkannte die deutsche Auswahl wieder die Zeichen der Zeit.
Nun war zu erkennen, dass die Mannschaft nach der schwachen Vorstellung am Vortag mit der Niederlage gegen Titelverteidiger Frankreich unbedingt ihre Bronzemedaille sichern und nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten wollte. Dem 55:56 (37.) durch den Zwickauer Abdulgazi Karaman per Dreier folgten ganz wichtige Punkte des überragenden Thomas Fischer, ehe eine sehenswerte Kombination zwischen Karaman und Martin Otto schließlich 28 Sekunden vor dem Ende das 61:61 und die Verlängerung brachte.
In dieser startete zunächst erneut Deutschland durch, führte schnell mit 67:61 (42.), ehe Jon Pollock per Dreier zum 68:67 (45.) noch einmal die Spannung zum überkochen brachte. Als dann drei Sekunden vor Ende der Verlängerung Andy Blake zwei Freiwürfe zugesprochen bekam, stand das Match erneut auf des Messers Schneide. Doch die Nerven des britischen Centers versagten, zweimal sprang der Ball vom Ring und Deutschland sicherte sich so den Platz auf dem Treppchen. Die zwei Freiwurftreffer des routinierten Bonners Otto 0,4 Sekunden vor dem grenzenlosen Jubel dienten nur noch der Statistik bzw. der guten B-Note.
Das Endspiel in der Sporthalle Zuid gewann der Titelverteidiger und nun siebenmalige Europameister Frankreich mit 67:56 (31:25) gegen Gastgeber Niederlande. Damit konnte sich Mario Oosterbosch vom RSV Lahn-Dill an seinem 24. Geburtstag den Titel nicht zum Geschenk machen.
Schiedsrichter: Tony Classon (Schweden), David Schoenacker (Frankreich).
Großbritannien: Munn (23), Pollock (16/2 Dreier), Price (15), Blake (7), Caine (5), Howley (1), Adeptan, Byrne, Bywater, Finbow, Hayes, Mepani.
Deutschland: Schwarz (16,Heidelberg), Fischer (12, Gran Canaria), Karaman (10/1,Zwickau), Otto (9, Bonn), Coskun (8, Hamburg), Lehmann (8, Heidelberg), Christink (5, Lahn-Dill), Thalheim (2, Bonn), Leonhardt (Bonn), Schürmann (n.e., Meppen), Sniegocki (n.e., Lahn-Dill), Süss (n.e.,Heidelberg).
Platz 7:
Schweden – Italien 57:78 (29:37)
Platz 5:
Israel – Spanien 73:58 (36:22)
Platz 3:
Großbritannien – Deutschland 67:70 (34:29/61:61)
Finale:
Niederlande – Frankreich 56:67 (25:31)
Abschluss-Platzierung:
Gold Frankreich
Silber Niederlande
Bronze Deutschland
4. Großbritannien
5. Israel
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6. Spanien
7. Italien
8. Schweden
Die Teams auf den Plätzen 1 bis 5 haben sich für die Weltmeisterschaften im August im japanischen Kitukyushu qualifiziert.
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