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Deutschland scheitert hauchdünn an den eigenen Nerven
Frankie am 22.02.2002 um 23:05
(aj/Amsterdam) Bei der XV. Rollstuhlbasketball-Europameisterschaft in Amsterdam ist die deutsche Auswahl hauchdünn im Halbfinale an Titelverteidiger Frankreich gescheitert. Die Franzosen zogen nach dem 60:53 (17:12/30:25/46:39)-Erfolg als verdiente Sieger somit ins Finale ein, wo sie auf Gastgeber Niederlande treffen, das Großbritannien mit 77:69 bezwang.
"Das Quäntchen Glück, dass die Franzosen hatten, fehlte uns leider", so der enttäuschte Bundestrainer Frits Wiegmann nach der Partie. Er räumte aber auch ein, dass sein Team an den eigenen Nerven scheiterte und bezog sich damit auch auf die schlechte Trefferquote seiner Schützlinge.
Einmal mehr kam Deutschland schlecht aus den Startlöchern, lag frühzeitig mit 2:9 (5.) hinten und musste so bereits viel Kraft auf eine erste Aufholjagd verwenden. Diese starten Kapitän Lars Christink & Co. dann im zweiten Viertel mit einem deutlich Impulse setzenden Center Martin Otto, der in dieser Phase zusammen mit Thomas Fischer zu den besten Deutschen gehörte. Das 21:21 (14.) hatte aber nur kurz Bestand, da Kontrahent Frankreich über Philippe Baye konterte und zur Halbzeit wiederum knapp vorne lag.
Nach dem Wechsel dann das gleiche Bild. Deutschland vergab immer wieder einfache Punkte und verpasste so eine Wende im Spiel um den Finaleinzug. Über 31:40 (26.) und 41:46 (31.) wurden dann die letzten Kraftreserven mobilisiert und so konnte Abdulgazi Karaman nur wenige Minuten später den Ball zum 53:53 (38.) in der Reuse der konsternierten Franzosen versenken.
"Deutschland war heute bekannt hartnäckig, hat nie aufgegeben und hat uns alles abverlangt", gab Frankreichs Trainer Maurice Schoenacker dann dazu passend bei der späteren Pressekonferenz zu Protokoll. Doch der Ausgleich 01:46 Minuten vor der Schlusssirene sollte das letzte Erfolgserlebnis der bundesdeutschen Auswahl sein. Alles auf eine Karte setzend standen die Deutschen gegen die routinierten Franzosen am Ende mit leeren Händen dar.
"Wir haben uns trotz der Niederlage nun unter den Top vier Teams Europas etabliert, jetzt müssen wir nur noch unsere Unerfahrenheit überwinden", sagte Wiegmann abschließend.
Frankreich: Sallem (4), Aboukir (4), Libman (6), Courneil (2), Boustilla (15), Fahrasmane (3), Guyot (14), Therezo, Vaisioa, Deda, Baye (12), Lafont.
Deutschland: Schwarz (14, Heidelberg), Karaman (8, Zwickau), Christink (Lahn-Dill), Otto (19, Bonn), Lehmann (2, Heidelberg), Fischer (6, Gran Canaria), Coskun (n.e., Hamburg), Schürmann (Meppen), Thalheim (4, Bonn), Leonhardt (Bonn), Sniegocki (n.e., Lahn-Dill), Süss (n.e. / Heidelberg).
Platzierungsspiele:
Schweden – Israel 59:61 (34:31)
Italien – Spanien 68:73 (32:30)
Halbfinale:
Niederlande – Großbritannien 77:69 (46:38)
Frankreich – Deutschland 60:53 (30:25)
Spiele am Samstag:
Platz 7:
Schweden – Italien
Platz 5:
Israel – Spanien
Platz 3:
Großbritannien – Deutschland
Finale:
Niederlande - Frankreich
Quelle: http://www.drs-rbb.de/em2002/bericht_all.php
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"Das Quäntchen Glück, dass die Franzosen hatten, fehlte uns leider", so der enttäuschte Bundestrainer Frits Wiegmann nach der Partie. Er räumte aber auch ein, dass sein Team an den eigenen Nerven scheiterte und bezog sich damit auch auf die schlechte Trefferquote seiner Schützlinge.
Einmal mehr kam Deutschland schlecht aus den Startlöchern, lag frühzeitig mit 2:9 (5.) hinten und musste so bereits viel Kraft auf eine erste Aufholjagd verwenden. Diese starten Kapitän Lars Christink & Co. dann im zweiten Viertel mit einem deutlich Impulse setzenden Center Martin Otto, der in dieser Phase zusammen mit Thomas Fischer zu den besten Deutschen gehörte. Das 21:21 (14.) hatte aber nur kurz Bestand, da Kontrahent Frankreich über Philippe Baye konterte und zur Halbzeit wiederum knapp vorne lag.
Nach dem Wechsel dann das gleiche Bild. Deutschland vergab immer wieder einfache Punkte und verpasste so eine Wende im Spiel um den Finaleinzug. Über 31:40 (26.) und 41:46 (31.) wurden dann die letzten Kraftreserven mobilisiert und so konnte Abdulgazi Karaman nur wenige Minuten später den Ball zum 53:53 (38.) in der Reuse der konsternierten Franzosen versenken.
"Deutschland war heute bekannt hartnäckig, hat nie aufgegeben und hat uns alles abverlangt", gab Frankreichs Trainer Maurice Schoenacker dann dazu passend bei der späteren Pressekonferenz zu Protokoll. Doch der Ausgleich 01:46 Minuten vor der Schlusssirene sollte das letzte Erfolgserlebnis der bundesdeutschen Auswahl sein. Alles auf eine Karte setzend standen die Deutschen gegen die routinierten Franzosen am Ende mit leeren Händen dar.
"Wir haben uns trotz der Niederlage nun unter den Top vier Teams Europas etabliert, jetzt müssen wir nur noch unsere Unerfahrenheit überwinden", sagte Wiegmann abschließend.
Frankreich: Sallem (4), Aboukir (4), Libman (6), Courneil (2), Boustilla (15), Fahrasmane (3), Guyot (14), Therezo, Vaisioa, Deda, Baye (12), Lafont.
Deutschland: Schwarz (14, Heidelberg), Karaman (8, Zwickau), Christink (Lahn-Dill), Otto (19, Bonn), Lehmann (2, Heidelberg), Fischer (6, Gran Canaria), Coskun (n.e., Hamburg), Schürmann (Meppen), Thalheim (4, Bonn), Leonhardt (Bonn), Sniegocki (n.e., Lahn-Dill), Süss (n.e. / Heidelberg).
Platzierungsspiele:
Schweden – Israel 59:61 (34:31)
Italien – Spanien 68:73 (32:30)
Halbfinale:
Niederlande – Großbritannien 77:69 (46:38)
Frankreich – Deutschland 60:53 (30:25)
Spiele am Samstag:
Platz 7:
Schweden – Italien
Platz 5:
Israel – Spanien
Platz 3:
Großbritannien – Deutschland
Finale:
Niederlande - Frankreich
Quelle: http://www.drs-rbb.de/em2002/bericht_all.php
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