EWE Baskets Oldenburg
Offensiv-Blackout kostet Derby-Sieg
Lomax am 20.02.2006 um 14:19
Ein Derby zwischen alten Bekannten wird oft durch unerwartete Taktik-Einfälle oder außergewöhnliche Individual-Leistungen entschieden. Beim Gastspiel der EWE Baskets Oldenburg bei den Artland Dragons Quakenbrück war das am Sonntag nicht anders – als es eng wurde, legte Dragons-Forward Tory Walker sämtliche Zurückhaltung ab und erzielte im Schlussviertel 16 seiner insgesamt 21 Punkte. Da er im finalen Spielabschnitt zudem gleich vier Treffer aus der Dreipunkte-Distanz im Baskets-Korb platzierte, war der Oldenburger Widerstand gebrochen. Unter dem Strich freuten sich 2.400 Dragons-Fans über das verdiente 90:78 ihres Teams, während sich 600 Oldenburger enttäuscht auf den Heimweg machten.
33 Minuten und 56 Sekunden waren gespielt, als das Nordderby vor laufenden PREMIERE-Kameras zum erwarteten Krimi zu avancieren schien. Desmond Penigar, nach langer Verletzung endlich für einen längeren Einsatz (20 Minuten) fit, hatte mit seinem dritten Dreier (bei drei Versuchen) die Partie zum 69:69 ausgeglichen. Krimi? Von wegen: 38 Minuten und 34 Sekunden waren gespielt, als Kristaps Valters den Baskets die Punkte 70 und 71 bescherte. Der zwischenzeitliche, fast fünfminütige Offensiv-Blackout und die gleichzeitige Entschlossenheit der Gastgeber, allen voran Matchwinner Tory Walker und Filiberto Rivera, kippten das nun schnell vorzeitig entschiedene Derby zu Gunsten der Quakenbrücker.
"Gratulation an Chris und seine Mannschaft", erklärte Baskets-Coach Don Beck auf der Pressekonferenz. "Natürlich bin ich enttäuscht, das Spiel verloren zu haben, doch die Dragons waren sehr gut vorbereitet und haben stark gekämpft. Wir hatten zu viele Ballverluste und weniger Rebounds geholt, das war mit ausschlaggebend. Die Dragons haben indessen gut getroffen und jetzt, wo die Verletzten zurückkommen, sind sie nun mal sehr schwer zu besiegen, insbesondere vor diesem Publikum", zollte Beck dem Gegner viel Respekt. Anlass zum Optimismus gibt der Auftritt von Desmond Penigar, der mit großer Souveränität auftrumpfte und sein Potenzial erkennen ließ. Wäre Tory Walker nicht über sich hinaus gewachsen, hätte sein Einsatz vielleicht die gewinnbringende taktische Überraschung in diesem Derby sein können. Beim Rebound vermisst wurde LaVell Blanchard, den eine Verletzung am rechten Daumen auf die Reservebank zwang.
Für die Baskets gilt es nach dieser vermeidbaren Niederlage darum, in der Bundesliga nicht die bislang gute Ausgangslage zu verspielen – immerhin ist es den Eisbären Bremerhaven gelungen, den Oldenburgern Rang drei zu rauben. Nach den Niederlagen gegen die im Moment in der Liga wohl konkurrenzlosen Bamberger und die wieder erstarkten Quakenbrücker muss das Team um Coach Don Beck am Sonnabend, 25. Februar (20:00 Uhr, EWE ARENA), einen Sieg gegen die WALTER Tigers Tübingen folgen lassen. Tickets für die Partie gibt es an allen Vorverkaufsstellen von TSC Eventim.
Presseinfo: EWE Baskets Oldenburg (Torben Rosenbohm)
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33 Minuten und 56 Sekunden waren gespielt, als das Nordderby vor laufenden PREMIERE-Kameras zum erwarteten Krimi zu avancieren schien. Desmond Penigar, nach langer Verletzung endlich für einen längeren Einsatz (20 Minuten) fit, hatte mit seinem dritten Dreier (bei drei Versuchen) die Partie zum 69:69 ausgeglichen. Krimi? Von wegen: 38 Minuten und 34 Sekunden waren gespielt, als Kristaps Valters den Baskets die Punkte 70 und 71 bescherte. Der zwischenzeitliche, fast fünfminütige Offensiv-Blackout und die gleichzeitige Entschlossenheit der Gastgeber, allen voran Matchwinner Tory Walker und Filiberto Rivera, kippten das nun schnell vorzeitig entschiedene Derby zu Gunsten der Quakenbrücker.
"Gratulation an Chris und seine Mannschaft", erklärte Baskets-Coach Don Beck auf der Pressekonferenz. "Natürlich bin ich enttäuscht, das Spiel verloren zu haben, doch die Dragons waren sehr gut vorbereitet und haben stark gekämpft. Wir hatten zu viele Ballverluste und weniger Rebounds geholt, das war mit ausschlaggebend. Die Dragons haben indessen gut getroffen und jetzt, wo die Verletzten zurückkommen, sind sie nun mal sehr schwer zu besiegen, insbesondere vor diesem Publikum", zollte Beck dem Gegner viel Respekt. Anlass zum Optimismus gibt der Auftritt von Desmond Penigar, der mit großer Souveränität auftrumpfte und sein Potenzial erkennen ließ. Wäre Tory Walker nicht über sich hinaus gewachsen, hätte sein Einsatz vielleicht die gewinnbringende taktische Überraschung in diesem Derby sein können. Beim Rebound vermisst wurde LaVell Blanchard, den eine Verletzung am rechten Daumen auf die Reservebank zwang.
Für die Baskets gilt es nach dieser vermeidbaren Niederlage darum, in der Bundesliga nicht die bislang gute Ausgangslage zu verspielen – immerhin ist es den Eisbären Bremerhaven gelungen, den Oldenburgern Rang drei zu rauben. Nach den Niederlagen gegen die im Moment in der Liga wohl konkurrenzlosen Bamberger und die wieder erstarkten Quakenbrücker muss das Team um Coach Don Beck am Sonnabend, 25. Februar (20:00 Uhr, EWE ARENA), einen Sieg gegen die WALTER Tigers Tübingen folgen lassen. Tickets für die Partie gibt es an allen Vorverkaufsstellen von TSC Eventim.
Presseinfo: EWE Baskets Oldenburg (Torben Rosenbohm)
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