ProA

Coocoon Baskets bekommen Lehrstunde

Frankie am 22.01.2006 um 17:02

Eine kostenlose Lehrstunde in Sachen variantenreichen, schnellen und uneigennützigen Basketball haben die Zweitliga-Korbjäger der COOCOON Baskets Weiden am Samstagabend beim Tabellenzweiten erdgas baskets Jena erhalten. Die Thüringer erwiesen sich gegen die Rumpftruppe aus der Oberpfalz als mindestens eine Nummer zu groß und gewannen klar mit 101:51 (21:13, 24:10, 28:17, 28:10).

Dass die Mannschaft von Trainer Keith Gray angesichts der personellen Situation verlieren wird, war eigentlich schon von der Partie klar. Dass sie allerdings so deutlich untergehen wird, damit hat auf Weidener Seite niemand gerechnet. Dennoch gab es bei den COOCOON Baskets, die ohne die verhinderten Markus Schobert und Mike Baron antreten mussten, auch einige Lichtblicke. So die Leistung von Claus Weiß und Calvin Clemmons, die zumindest in der Offensive den Aktivposten gehörten.

Hoffnungsvoll auch der erste Auftritt des Neu-Weideners Ronald Rhea. Der 2,01m große amerikanische Allrounder, der erst am Freitag Nachmittag angereist war, feierte ein durchaus gelungenes Debüt und kam in 27 Minuten Einsatzzeit auf 13 Punkte. "Ronald ist die erwartete Verstärkung, die uns noch viel Freude bereiten wird", war sich Gray nach der Begegnung sicher. "Da er mit dem Jetlag zu kämpfen hatte und er erst einmal mit dem Team trainieren konnte, war am Samstag noch nicht mehr von ihm zu erwarten. Aber bei ihm ist viel Luft nach oben, er hat ungemeines Potenzial", so der COOCOON-Coach weiter.

Seine Blickrichtung ist trotz der Niederlage in Jena schon wieder nach vorne gerichtet, denn am Sonntag um 16:30 Uhr folgt das ungemein wichtige Heimspiel gegen den USC Freiburg. "Ab Montag steht uns die gesamte Mannschaft zur Verfügung und wir können endlich komplett trainieren. Zuletzt haben uns Mike und Schobi gefehlt, die aber glücklicherweise wieder in Weiden sind", freute sich Gray. Um für das Spiel gegen Freiburg gerüstet zu sein, steht neben den täglichen Trainingseinheiten am Dienstagabend ab 20:00 Uhr in der Mehrzweckhalle auch ein Testspiel gegen den BBC Bayreuth auf dem Programm.

Über die Begegnung in Jena viel Worte zu verlieren, ist eigentlich müßig. Dennoch: Die bis auf Center Oliver Braun in Bestbesetzung angetretenen Thüringer erwiesen sich über weite Strecken als überlegen. Die Weidener boten aber zumindest eineinhalb Viertel lang erbitterte Gegenwehr, ehe die eifrig durchwechselnden Gastgeber einen Gang zuschalteten. So lagen die Oberpfälzer bis zur 15 Minute lediglich mit acht Zählern in Rückstand. Mit der Zonenvereidigung der COOCOON Baskets wussten die Jenaer zunächst nicht allzu viel anzufangen. Erst als erdgas-Playmaker Ronald Taylor (insgesamt 27 Punkte) eine Schippe drauflegte, begann die Angriffsmaschinerie der Hausherren zu laufen.

Binnen vier Minuten war Jenas Vorsprung vorentscheidend auf 20 Zähler angewachsen (41:21), zumal auch Center Lars Buss (22) zu keiner Phase von der Weidener Abwehr unter Kontrolle zu bringen war. Apropos Weidener Defensive: Die war zumindest gut 15 Minute auf dem Feld, ehe die COOCOON-Spieler diese dann stellenweise doch sträflich vernachlässigten. "Da hat mir einfach die nötige Aggressivität gefehlt. Wir waren einfach zu brav", bemängelte Gray nach der Partie dementsprechend. Weiterhin sei die ungemein hohe Quote an Ballverlusten, 26 an der Zahl, für ihn unverständlich gewesen. "Oftmals haben wir den Ball einfach planlos weggeworfen. Das darf nicht passieren", so der Weidener Coach weiter. Allerdings sei diese Niederlage kein Beinbruch: "Die war einkalkuliert. Lediglich die Tatsache, dass wir den Hunderter Jenas verhindern hätten können, und dass ein paar meiner Jungs frühzeitig resignierten, ärgert mich", so Gray, der nun gegen Freiburg unbedingt Wiedergutmachung fordert, abschließend.

Presseinfo: COOCOON Baskets Weiden (Stephan Landgraf)

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