BG Karlsruhe

Badische Entwicklungshilfe für Tigers

_Tigger am 21.01.2006 um 21:15

Lange nach Spielschluss feierten die Tübinger Anhänger noch vor dem Presseraum, während die Karlsruher Anhänger zum zweiten Mal die Europahalle knapp geschlagen verliessen. Das erste Viertel begann aus Sicht der BG erfreulich: Ewodo landete einen Steal und die ersten Punkte der Partie zum 2:0, Allen schnappte sich dann einen Defensivrebound, den Svitek zum 4:0 verwertete. Merriex und Katic konterten mit einem 0:4-Lauf. Es folgte ein wunderschönes Zusammenspiel zwischen Evans und Jones, der die Punkte zum 6:4 machte. Selleaze glich aus, foulte dann aber in der Defensive Ewodo bei einem Dreierversuch. Der Franzose verwandelte zwei Würfe zum 8:6. Kurz darauf machte er es besser, als er seinen Dreier zum 11:8 traf. Nach 4:16 Minuten hatte Horst Schmitz genug gesehen, und beorderte sein Team zu einer Auszeit, und zwei Dreier von Ewodo und Domonic Jones zum 17:12 gaben ihm recht. Danach fand Katic auf Seite der Tübinger erst richtig ins Spiel: Ein 0:6-Lauf der Tübinger bescherte den Gästen die erste Führung, und die retteten sie mit einem Punkt zum 19:20 in die Viertelpause.

Danach gingen die Uhren gewaltig anders: Ein unsportliches Foul von Trent an Jones fungierte als emotionaler Weckruf, der folgende 7:0–Lauf der Karlsruhe brachte die Wende. Ein schier unüberwindliche Defense der Hausherren liess die Tübinger verzweifeln. Im gesamten Viertel punkteten die Gästen zweimal erfolgreich aus der Nahdistanz. Die restlichen sechs Punkte, die Svitek & Co. zuließen, waren von der Freiwurflinie bei einer mageren Quote von 60%. Stefan Svitek zeigte nicht nur eine denkwürdige Defensivleistung, sondern machte auch noch neun Punkte in diesem Spielabschnitt, darunter einen Dreier mit dem Ende des Viertels. Mit 42:30 ging man in die Halbzeitpause. Und in der schien sich die emotionale Trumpfkarte "Trainerwechsel" bezahlt zu machen: McCarthys Team kam mit einer ganz anderen Einstellung zurück auf das Parkett. Es standen im dritten Viertel noch 3:27 Minuten auf der Uhr, als die Gäste zum 46:46 ausgleichen konnten. Danach konnte Allen mit einem erfolgreichen Wurf die 48:46-Führung wieder herstellen. Richtig weh getan haben muss den Tigern allerdings Troy DeVries' Dreier kurz vor der Sirene, der die BG mit einer 55:48-Führung in das letzte Viertel entließ.

Und das gestaltete sich nicht nur zu einem nervenzerfetzenden Thriller, in dem Katic vorzeitig mit dem fünften Foul vom Parkett ging, sondern auch noch negativ für die BG, die erst den Vorsprung herschenkte, und kurz vor Schluss noch einen Dreier kassierte, von dem man sich nicht mehr erholte.

Stimmlich angeschlagen aber auch sehr glücklich präsentierte sich danach Aaron McCarthy auf der Pressekonferenz: Er erwähnte, das Spiel habe zwei Halbzeiten gesehen. Eine gute der Karlsruher und eine zweite, in der die Tübinger das Heft in die Hand genommen hätten. Er sei froh, wieder im Basketballgeschäft zu sein. Sein Gegenüber Horst Schmitz hatte ein kämpferisches Spiel gesehen, in dem die glücklichere Mannschaft die Oberhand behalten habe. In der ersten Halbzeit habe man den Gast kontrolliert, in der zweiten einige falsche Entscheidungen getroffen, so dass das Spiel noch kippen konnte. Ausschlaggebend sei die bessere Reboundquote der Tübinger gewesen, denn es sei schwer nach vorne zu spielen, wenn man hinten nicht das Brett kontrolliert. Nun hat man bis zum 04. Februar Zeit für Regeneration, und um diese Niederlage zu verarbeiten. Dann kommt das Auswärtsspiel bei ALBA in der Hauptstadt.

Für die BG trafen: Ewodo 20/4, Jones 16/2, Svitek 11/1, Allen 8, Gordon 6, Evans 5/1, DeVries 5/1, Roessler 4.

Beste Schützen der WALTER Tigers Tübingen: Merriex 22/3, Katic 20, Trent 18/3.

Presseinfo: BG Karlsruhe (Olav Sprenger)

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