ProA
Gegen Freiburg zurück in die Zukunft
Lomax am 16.01.2006 um 16:17
Jenas Korbjäger haben den Wiedereinstieg in das Basketballjahr 2006 mit Bravour gemeistert. Beim lang ersehnten Heimdebüt von Point Guard Austen Rowland zerlegten die Saalestädter ihre Freiburger Gäste deutlich und feierten am Ende unter den Augen des Ex-Jenaers Michael Lake einen auch in dieser Höhe völlig verdienten 106:68-Sieg (HZ 55:31).
Die zum Teil unmotiviert wirkenden Breisgauer kassierten im letzten Spiel der Hinrunde eine deftige Niederlage und müssen sich nun in der Tabelle nach unten orientieren. Jena hingegen festigte den zweiten Platz und liegt mit dem östlichen Nachbarn aus Chemnitz gleichauf hinter ratiopharm Ulm. Die Schwaben lösten am Sonntag ihre schwere Auswärtsaufgabe beim 1.FCK souverän mit 89:65 (32:41) und bleiben 6 Punkte vor dem thüringisch-sächsischen Duo. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung fiel mit Ronnie Taylor dennoch ein Akteur besonders auf. Der 24-jährige US-Amerikaner vergab nur 2 seiner 14 Würfe, kam auf stolze 35 Zähler und bestach mit einem grandiosen Effizienzwert* von 46 Punkten.
Bereits zu Beginn des Heimdebüts von Point Guard Austen Rowland fanden die Thüringer besser ins Spiel. Nach 4 Minuten hatten sich die erdgas baskets auf 11:4 abgesetzt. Der USC konterte zwar noch einmal auf 11:10 – in der Folge jedoch fiel Freiburg Stück um Stück auseinander. Ein Rowland-3er besorgte das 22:13 in der 8. Minute. Dieser Vorsprung hielt bis zur Viertelpause, da Lars Buss einen Buzzer Beater zum 26:17 verwandeln konnte.
Auch im zweiten Spielabschnitt diktierten die Hausherren den Spielverlauf. Oliver Golla, Gregor Linke und Lars Buss erwiesen sich nach dem Ausfall von Kapitän Oliver Braun (Meniskusoperation) im Frontcourt als Dreh- und Angelpunkt. Das Jenaer Trio wirbelte auf beiden Seiten des Courts, reboundete, blockte, scorte und vergrößerte den Abstand schnell auf 12 Zähler (39:27, 15.). Zwischendurch schnitt immer wieder Jenas schärfste Klinge – Ronnie Taylor – durch die Freiburger Zone und legte den Ball butterweich in den Freiburger Ring.
In der 19. Minute lud dann Ali Seggelke zur Samba unterm Freiburger Korb. Der Ex-Bayer Giant tanzte 3 Gegenspieler aus und vollstreckte per Layup zum beruhigenden 49:28. Nachdem Lars Buss das zweite Mal mit dem Buzzer verwandeln konnte, trennten sich beide Mannschaften zur Pause leistungsgerecht mit 55:32. Ronnie Taylor war im Verlauf der ersten Halbzeit nie zu stoppen und kam bereits zu diesem frühen Zeitpunkt auf seinen Saisonschnitt von 21 Punkten.
Bevor Freiburg im dritten Viertel auch nur ansatzweise reagieren konnte, hatte ihnen der Thüringer Bundesligist weiter 10 Punkte eingeschenkt. In der 22. Minute leuchtete ein 64:34 auf der Anzeigetafel. Auch im Anschluss überrollten die erdgas baskets ein zu statisch spielendes Breisgauer Team, dass in Douloudis und Atanasoski noch ihre auffälligsten Spieler hatte. Bis zum 81:51 durch Gregor Linke in der 27. Minute blieb der 30-Punktevorsprung konstant. Einem Steal mit anschließendem Korbleger des ebenfalls stark spielenden Lukas Hoepke zum 83:54, folgte eine weitere Szene von "Ronnies Popshow".
Nachdem Taylor an der Freiwurflinie zum 85:54 verwandelt hatte, klaute er den Freiburger Einwurf an der Baseline, um mit der Sirene aus 8 Metern zu treffen – das Publikum stand und feierte den Schützen und das Viertelende – 88:54.
In den letzten zehn Minuten spielte Jena nur noch um die Höhe des Sieges sowie für das Überschreiten der 100er-Marke. Nachdem sich die erdgas baskets für das 95:57 bis zur 35. Minute Zeit gelassen hatten, ging es Schlag auf Schlag. Gregor Linke traf aus der Mitteldistanz - 97:57 - Austen Rowland einen seiner beiden Freiwürfe – 98:57 – Steal Jena...
Taylors sechster Assist wanderte zu Ali Seggelke, der mit einem Layup die Hundert voll machte (100:59). Der Rest des Spiels ging im Jubel unter. Jena schickte das Vojtko-Team am Ende mit 106:68 auf die knapp 600 Kilometer lange Heimreise.
Trainer Frank Menz äußerte sich nach dem Spiel folgendermaßen: "Ich bin extrem zufrieden der Mannschaftsleistung, da wir sehr gut aus der Winterpause gekommen sind. Wir wollten zeigen, dass wir unseren Rhythmus nicht verloren haben. Austen hatte einen sehr guten Einstand – Ronnie war überragend. Nur 6 Ballverluste sprechen für unser konzentriertes Spiel."
Dr. Ivan Vojtko war angesichts der kassierten Klatsche verständlicherweise weniger erfreut. "Ich bin über die Leistung der Mannschaft sehr enttäuscht. Wir hatten heute keine Chance und keine Mittel um Jena zu stoppen."
*Effizienz errechnet sich: ((PTS + REB + AST + STL + BLK) - ((FGA - FGM) + (FTA - FTM) + TO))
Presseinfo: erdgas baskets Jena (Tom Prager)
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Die zum Teil unmotiviert wirkenden Breisgauer kassierten im letzten Spiel der Hinrunde eine deftige Niederlage und müssen sich nun in der Tabelle nach unten orientieren. Jena hingegen festigte den zweiten Platz und liegt mit dem östlichen Nachbarn aus Chemnitz gleichauf hinter ratiopharm Ulm. Die Schwaben lösten am Sonntag ihre schwere Auswärtsaufgabe beim 1.FCK souverän mit 89:65 (32:41) und bleiben 6 Punkte vor dem thüringisch-sächsischen Duo. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung fiel mit Ronnie Taylor dennoch ein Akteur besonders auf. Der 24-jährige US-Amerikaner vergab nur 2 seiner 14 Würfe, kam auf stolze 35 Zähler und bestach mit einem grandiosen Effizienzwert* von 46 Punkten.
Bereits zu Beginn des Heimdebüts von Point Guard Austen Rowland fanden die Thüringer besser ins Spiel. Nach 4 Minuten hatten sich die erdgas baskets auf 11:4 abgesetzt. Der USC konterte zwar noch einmal auf 11:10 – in der Folge jedoch fiel Freiburg Stück um Stück auseinander. Ein Rowland-3er besorgte das 22:13 in der 8. Minute. Dieser Vorsprung hielt bis zur Viertelpause, da Lars Buss einen Buzzer Beater zum 26:17 verwandeln konnte.
Auch im zweiten Spielabschnitt diktierten die Hausherren den Spielverlauf. Oliver Golla, Gregor Linke und Lars Buss erwiesen sich nach dem Ausfall von Kapitän Oliver Braun (Meniskusoperation) im Frontcourt als Dreh- und Angelpunkt. Das Jenaer Trio wirbelte auf beiden Seiten des Courts, reboundete, blockte, scorte und vergrößerte den Abstand schnell auf 12 Zähler (39:27, 15.). Zwischendurch schnitt immer wieder Jenas schärfste Klinge – Ronnie Taylor – durch die Freiburger Zone und legte den Ball butterweich in den Freiburger Ring.
In der 19. Minute lud dann Ali Seggelke zur Samba unterm Freiburger Korb. Der Ex-Bayer Giant tanzte 3 Gegenspieler aus und vollstreckte per Layup zum beruhigenden 49:28. Nachdem Lars Buss das zweite Mal mit dem Buzzer verwandeln konnte, trennten sich beide Mannschaften zur Pause leistungsgerecht mit 55:32. Ronnie Taylor war im Verlauf der ersten Halbzeit nie zu stoppen und kam bereits zu diesem frühen Zeitpunkt auf seinen Saisonschnitt von 21 Punkten.
Bevor Freiburg im dritten Viertel auch nur ansatzweise reagieren konnte, hatte ihnen der Thüringer Bundesligist weiter 10 Punkte eingeschenkt. In der 22. Minute leuchtete ein 64:34 auf der Anzeigetafel. Auch im Anschluss überrollten die erdgas baskets ein zu statisch spielendes Breisgauer Team, dass in Douloudis und Atanasoski noch ihre auffälligsten Spieler hatte. Bis zum 81:51 durch Gregor Linke in der 27. Minute blieb der 30-Punktevorsprung konstant. Einem Steal mit anschließendem Korbleger des ebenfalls stark spielenden Lukas Hoepke zum 83:54, folgte eine weitere Szene von "Ronnies Popshow".
Nachdem Taylor an der Freiwurflinie zum 85:54 verwandelt hatte, klaute er den Freiburger Einwurf an der Baseline, um mit der Sirene aus 8 Metern zu treffen – das Publikum stand und feierte den Schützen und das Viertelende – 88:54.
In den letzten zehn Minuten spielte Jena nur noch um die Höhe des Sieges sowie für das Überschreiten der 100er-Marke. Nachdem sich die erdgas baskets für das 95:57 bis zur 35. Minute Zeit gelassen hatten, ging es Schlag auf Schlag. Gregor Linke traf aus der Mitteldistanz - 97:57 - Austen Rowland einen seiner beiden Freiwürfe – 98:57 – Steal Jena...
Taylors sechster Assist wanderte zu Ali Seggelke, der mit einem Layup die Hundert voll machte (100:59). Der Rest des Spiels ging im Jubel unter. Jena schickte das Vojtko-Team am Ende mit 106:68 auf die knapp 600 Kilometer lange Heimreise.
Trainer Frank Menz äußerte sich nach dem Spiel folgendermaßen: "Ich bin extrem zufrieden der Mannschaftsleistung, da wir sehr gut aus der Winterpause gekommen sind. Wir wollten zeigen, dass wir unseren Rhythmus nicht verloren haben. Austen hatte einen sehr guten Einstand – Ronnie war überragend. Nur 6 Ballverluste sprechen für unser konzentriertes Spiel."
Dr. Ivan Vojtko war angesichts der kassierten Klatsche verständlicherweise weniger erfreut. "Ich bin über die Leistung der Mannschaft sehr enttäuscht. Wir hatten heute keine Chance und keine Mittel um Jena zu stoppen."
*Effizienz errechnet sich: ((PTS + REB + AST + STL + BLK) - ((FGA - FGM) + (FTA - FTM) + TO))
Presseinfo: erdgas baskets Jena (Tom Prager)
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