ProA
Im Hexenkessel hilft dem BBC nur ein kühler Kopf
Lomax am 13.01.2006 um 09:21
Was an der Stärke der Mannschaft zum einen, an der fantastischen Unterstützung in der fast immer ausverkauften Heimspielstätte zum anderen liegt. Denn wenn es bei der Mannschaft von Trainer Thorsten Loibl einmal nicht so gut läuft, vermögen es nicht selten die 2.000 Fans, der Mannschaft den entscheidenden Schub zu verleihen. So geschehen im Spitzenspiel gegen Kaiserslautern, als die Chemnitzer am Ende hauchdünn mit 83:82 die Oberhand behalten hatten. Auch in den Krimis gegen Crailsheim (72:71), Langen (86:83) und Nördlingen (75:73) machte nicht zuletzt der Heimvorteil den Unterschied aus. Auswärts verloren die Chemnitzer dagegen ähnlich knappe Spiele in Jena (79:83) und zuletzt in Heidelberg (92:93 n.V.).
"Diese Niederlage könnte Chemnitz einen Knacks versetzt haben, weil nun der erste Platz wohl außer Reichweite ist", sagt BBC-Trainer Marco Amelow, der bei weitem aber nicht nur deshalb an eine realistische Siegchance seines Teams glaubt: "Im Training konnten wir in den zurückliegenden Wochen endlich einmal Fünf gegen Fünf spielen, was gerade für das Defensivverhalten enorm wichtig ist."
Zwar fehlten zuletzt wieder Sebastian Hänel und der grippegeschwächte Lars Grübler, doch ist Amelow überzeugt: "Wir sind sehr gut drauf und wissen, dass wir in Chemnitz bestehen können."
Erinnerung an Vorjahressieg
Positive Erinnerungen an den letzten Auftritt in Chemnitz schüren zudem die Zuversicht. Mit einer seiner besten Leistungen in der vergangenen Saison feierte der BBC im April einen 87:83-Sieg, der die letzten Zweifel am dritten Platz ausräumte. "Damals bekamen meine Spieler bereits einen Eindruck, wie schön es ist, vor so einer Kulisse zu gewinnen", hofft Amelow auf einen ähnlichen Auftritt. Während der BBC das Gerüst seines Teams über den Sommer hinaus an sich band, hat sich das Gesicht des BV Chemnitz gewandelt.
Fünf Neuzugänge waren es bereits zu Saisonbeginn, ein Sechster gesellte sich erst kürzlich mit dem 2,14m-Center Marin Bota dazu. Der ehemalige Würzburger soll die Lücke schließen, die durch den verletzungsbedingten Ausfall der etatmäßigen Center Avi Kazarnovski und Christian Klink entstanden ist. Vermutete Vorteile auf den großen Positionen weist der BBC-Coach deshalb zurück, zumal Grübler wohl nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird.
Als Schlüsselspieler bei den Chemnitzern stuft Amelow aber den 23-jährigen US-Amerikaner Jaivon Harris ein, der seinen Punkteschnitt gegenüber der Vorsaison von 17,7 auf 22,1 Zähler ausbaute. "Er spielt nicht mehr so schüchtern wie früher, besitzt aber noch weiteres Steigerungspotential. Als erste Chemnitzer Option im Angriff müssen wir vor allem ihn kontrollieren", macht Amelow deutlich. Erschwert wird diese Aufgabe durch die Vielseitigkeit Harris', der ein sicheres Händchen von außen mit starkem Zug zum Korb verbindet. "Oft nutzt er es aus, wenn er einen kleineren Gegenspieler hat", weiß der BBC-Coach. Und will seine Spieler dementsprechend einstellen.
Vergleichsweise unscheinbar wirkt dagegen der zweite US-Amerikaner in Diensten der Chemnitzer, David Doubley. "Er nimmt sich beim Punkten zurück, ist aber ein hervorragender Spielorganisator", sagt Amelow.
Gewisse Hoffnungen sind beim BBC nicht zuletzt mit dem Debüt von Neuzugang Chaz McCrommon verbunden, der voraussichtlich gleich in der ersten Fünf auflaufen wird - als potentieller Gegenspieler von Harris. Dagegen kommt ein Einsatz von Sebastian Schoch wohl noch zu früh. "Wir hoffen, dass er im Heimspiel gegen Stuttgart wieder einsatzbereit ist", gibt Amelow zu verstehen.
Presseinfo: BBC Bayreuth (Sigmund Dunker)
0 Kommentare
"Diese Niederlage könnte Chemnitz einen Knacks versetzt haben, weil nun der erste Platz wohl außer Reichweite ist", sagt BBC-Trainer Marco Amelow, der bei weitem aber nicht nur deshalb an eine realistische Siegchance seines Teams glaubt: "Im Training konnten wir in den zurückliegenden Wochen endlich einmal Fünf gegen Fünf spielen, was gerade für das Defensivverhalten enorm wichtig ist."
Zwar fehlten zuletzt wieder Sebastian Hänel und der grippegeschwächte Lars Grübler, doch ist Amelow überzeugt: "Wir sind sehr gut drauf und wissen, dass wir in Chemnitz bestehen können."
Erinnerung an Vorjahressieg
Positive Erinnerungen an den letzten Auftritt in Chemnitz schüren zudem die Zuversicht. Mit einer seiner besten Leistungen in der vergangenen Saison feierte der BBC im April einen 87:83-Sieg, der die letzten Zweifel am dritten Platz ausräumte. "Damals bekamen meine Spieler bereits einen Eindruck, wie schön es ist, vor so einer Kulisse zu gewinnen", hofft Amelow auf einen ähnlichen Auftritt. Während der BBC das Gerüst seines Teams über den Sommer hinaus an sich band, hat sich das Gesicht des BV Chemnitz gewandelt.
Fünf Neuzugänge waren es bereits zu Saisonbeginn, ein Sechster gesellte sich erst kürzlich mit dem 2,14m-Center Marin Bota dazu. Der ehemalige Würzburger soll die Lücke schließen, die durch den verletzungsbedingten Ausfall der etatmäßigen Center Avi Kazarnovski und Christian Klink entstanden ist. Vermutete Vorteile auf den großen Positionen weist der BBC-Coach deshalb zurück, zumal Grübler wohl nicht im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird.
Als Schlüsselspieler bei den Chemnitzern stuft Amelow aber den 23-jährigen US-Amerikaner Jaivon Harris ein, der seinen Punkteschnitt gegenüber der Vorsaison von 17,7 auf 22,1 Zähler ausbaute. "Er spielt nicht mehr so schüchtern wie früher, besitzt aber noch weiteres Steigerungspotential. Als erste Chemnitzer Option im Angriff müssen wir vor allem ihn kontrollieren", macht Amelow deutlich. Erschwert wird diese Aufgabe durch die Vielseitigkeit Harris', der ein sicheres Händchen von außen mit starkem Zug zum Korb verbindet. "Oft nutzt er es aus, wenn er einen kleineren Gegenspieler hat", weiß der BBC-Coach. Und will seine Spieler dementsprechend einstellen.
Vergleichsweise unscheinbar wirkt dagegen der zweite US-Amerikaner in Diensten der Chemnitzer, David Doubley. "Er nimmt sich beim Punkten zurück, ist aber ein hervorragender Spielorganisator", sagt Amelow.
Gewisse Hoffnungen sind beim BBC nicht zuletzt mit dem Debüt von Neuzugang Chaz McCrommon verbunden, der voraussichtlich gleich in der ersten Fünf auflaufen wird - als potentieller Gegenspieler von Harris. Dagegen kommt ein Einsatz von Sebastian Schoch wohl noch zu früh. "Wir hoffen, dass er im Heimspiel gegen Stuttgart wieder einsatzbereit ist", gibt Amelow zu verstehen.
Presseinfo: BBC Bayreuth (Sigmund Dunker)
0 Kommentare
Werbung
Werbung


