ProA
Ein Sieg muss her
Lomax am 13.01.2006 um 09:03
Den Start ins Jahr 2006 hatte man sich wohl deutlich anders vorgestellt. Mit einem Sieg über Langen wollten sich die Rieser Bundesliga-Basketballer in den einstelligen Tabellenbereich vorspielen, doch nun ist das Gegenteil eingetroffen und man ist bis auf Position 14 abgerutscht. Richtungsweisenden Charakter dürfte daher die morgige Partie gegen die Ehinger Steeples haben, welche mit 10:18 punktgleich mit den Nördlingern auf Rang 13 liegen. Dabei hat erneut das Verletzungspech auf TSV-Seite zugeschlagen, sodass wohl eine schwere Aufgabe auf die Rieser warten wird.
Vier Zähler trennen den TSV mittlerweile nur noch vor einem Abstiegsplatz, sodass an diesem letzten Spieltag der Hinrunde unbedingt gewonnen werden sollte, um vor den schweren Partien gegen die Topteams der 2. Bundesliga wieder Selbstvertrauen zu tanken und den Anschluss ans Ligamittelfeld zu wahren. Dieses Mittelfeld zeigt sich weiterhin dicht gedrängt, denn zum Tabellensiebten Crailsheim hat man lediglich vier Punkte Rückstand, sodass mit einem Erfolg am morgigen Sonntag im Kampf um die Plätze weiterhin alles möglich wäre. Ein Sieg würde außerdem die Angst vor einer ähnlichen Niederlagenserie wie in der vergangenen Spielzeit eindämmen und Mut vor dem nächsten Auswärtsspiel in Heidelberg und der schweren Heimpartie gegen den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter ratiopharm Ulm machen.
Alles andere als ein ruhiges Weihnachtsfest konnte man derweil in Ehingen feiern. Gleich zwei Leistungsträger verließen in den letzten Wochen den Verein. Zum einen war dies der US-Amerikaner Anderson, der mittlerweile in der 2. Liga Nord bei den Mönchengladbach Lions angeheuert hat und bis zu diesem Zeitpunkt für 18,3 Punkte und 4,2 Rebounds verantwortlich zeichnete. Anschließend musste man den ehemaligen A2-Nationalsspieler Konrad Wysocki (16,3 Punkte, 10,1 Rebounds) ziehen lassen, der aber nur wenige Kilometer entfernt, bei Ligaprimus Ulm, seine Zelte wieder aufschlug und nun anstatt gegen den Abstieg um den Aufstieg in die Bundesliga kämpfen wird. Jetzt müssen die Ehinger also wieder auf ihre Kooperation mit der Urspring Basketball Academy bauen und sich auf deren Jugendnationalspieler wie Nicolai Simon, Marco Buljevic oder Lucca Staiger stützen. Acht geben müssen die Nördlinger besonders auf Adam Waleskowski, der mit 16,5 Punkten und 11,1 Rebounds der effektivste Akteur der Würrtemberger ist. Unter den Körben steht ihm der bullige US-Amerikaner Jon Godfread zur Seite. Auch der ehemalige Nördlinger Aufstiegsspieler Christian Boszcyk hat sich zu Saisonbeginn dem TSG Ehingen angeschlossen und sich gut ins Team von Coach Ralph Junge eingefügt.
Während die Rieser am letzten Wochenende bereits wieder in den Ligaalltag eingestiegen waren, bestreiten die Württemberger erst heute ihr erstes Spiel nach der Winterpause. Der Neu-Ehinger Christian Boszcyk verschaffte sich dabei am letzten Spieltag einen Eindruck von der Rieser Leistungsstärke, konnte allerdings nach der Partie beruhigt die Heimreise antreten, denn das TSV-Spiel hatte nur wenig furchteinflößende Momente zu bieten. Mit der Leistung vom vergangenen Samstag wird man auch in Zukunft sicherlich keinen Blumentopf gewinnen können. Die fast schon gewohnt indiskutable Freiwurfquote, langsames Angriffsspiel und ebenso behäbiges Auftreten in der Verteidigung waren in der Summe ausschlaggebend für einen nur mäßig interessanten Basketballabend und sorgten letztlich auch für Unmutsäußerungen von Seiten des Publikums. Dabei kann die Mannschaft auch ganz anders, wie in den Heimspielen gegen Bayreuth und Jena heuer bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde. Doch derzeit steckt Sand im Getriebe des zu Saisonbeginn so reibungslos funktionierenden TSV-Express und gerade die vermeintlich leichten Punkte gegen die direkten Konkurrenten wie Weiden, Langen, Lich oder Crailsheim wurden nicht eingefahren.
Zudem fängt das neue Jahr leider dort an, wo das alte aufgehört hat. Beinahe nahtlos knüpft das Nördlinger Verletzungspech an die erste Saisonhälfte an. Coach Zoltan Nagy wird für die nächsten zwei Wochen auf Mirko Anastasov verzichten müssen, der sich im Spiel der Reservemannschaft verletzt hatte. Des Weiteren laboriert US-Center Kevin Hanson bereits seit seiner Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub an einer Knöchelverletzung, die ihn schon in der Partie gegen Langen eingeschränkt hatte. Dazu gesellt sich Mario Matic, der sich am letzten Samstag ebenfalls gegen Langen verletzt hatte und bisher noch nicht wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte, sodass auch sein Einsatz gegen Ehingen fraglich scheint. Natürlich dürfen diese Ausfälle oder Handicaps nicht als Ausreden für die Niederlagen der letzten Wochen herhalten, doch ein sich ständig änderndes Mannschaftsbild und das Fehlen von mindestens einem Leistungsträger tragen nicht unbedingt zur Leistungssteigerung des Teams bei.
Die TSV-Truppe dürfte an diesem Sonntag, zumal in fremder Halle, nicht als Favorit in die Partie gehen. Zwar hat man bisher noch nie im Ulmer Nachbarort verloren, doch dies ist noch lange keine Gewähr für einen Nördlinger Auswärtserfolg. Diesen herbeisehnend werden sich sicherlich wieder zahlreiche Rieser Fans auf den Weg zum Schwäbisch-schwäbischen Derby aufmachen. Die Mannschaft hofft auf deren Unterstützung und wird ab 18:00 Uhr in der Längenfeldhalle ihr bestes geben, um mit zwei Punkten im Gepäck wieder die Heimreise anzutreten.
Presseinfo: TSV 1861 Nördlingen (Phillip Moll)
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Vier Zähler trennen den TSV mittlerweile nur noch vor einem Abstiegsplatz, sodass an diesem letzten Spieltag der Hinrunde unbedingt gewonnen werden sollte, um vor den schweren Partien gegen die Topteams der 2. Bundesliga wieder Selbstvertrauen zu tanken und den Anschluss ans Ligamittelfeld zu wahren. Dieses Mittelfeld zeigt sich weiterhin dicht gedrängt, denn zum Tabellensiebten Crailsheim hat man lediglich vier Punkte Rückstand, sodass mit einem Erfolg am morgigen Sonntag im Kampf um die Plätze weiterhin alles möglich wäre. Ein Sieg würde außerdem die Angst vor einer ähnlichen Niederlagenserie wie in der vergangenen Spielzeit eindämmen und Mut vor dem nächsten Auswärtsspiel in Heidelberg und der schweren Heimpartie gegen den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter ratiopharm Ulm machen.
Alles andere als ein ruhiges Weihnachtsfest konnte man derweil in Ehingen feiern. Gleich zwei Leistungsträger verließen in den letzten Wochen den Verein. Zum einen war dies der US-Amerikaner Anderson, der mittlerweile in der 2. Liga Nord bei den Mönchengladbach Lions angeheuert hat und bis zu diesem Zeitpunkt für 18,3 Punkte und 4,2 Rebounds verantwortlich zeichnete. Anschließend musste man den ehemaligen A2-Nationalsspieler Konrad Wysocki (16,3 Punkte, 10,1 Rebounds) ziehen lassen, der aber nur wenige Kilometer entfernt, bei Ligaprimus Ulm, seine Zelte wieder aufschlug und nun anstatt gegen den Abstieg um den Aufstieg in die Bundesliga kämpfen wird. Jetzt müssen die Ehinger also wieder auf ihre Kooperation mit der Urspring Basketball Academy bauen und sich auf deren Jugendnationalspieler wie Nicolai Simon, Marco Buljevic oder Lucca Staiger stützen. Acht geben müssen die Nördlinger besonders auf Adam Waleskowski, der mit 16,5 Punkten und 11,1 Rebounds der effektivste Akteur der Würrtemberger ist. Unter den Körben steht ihm der bullige US-Amerikaner Jon Godfread zur Seite. Auch der ehemalige Nördlinger Aufstiegsspieler Christian Boszcyk hat sich zu Saisonbeginn dem TSG Ehingen angeschlossen und sich gut ins Team von Coach Ralph Junge eingefügt.
Während die Rieser am letzten Wochenende bereits wieder in den Ligaalltag eingestiegen waren, bestreiten die Württemberger erst heute ihr erstes Spiel nach der Winterpause. Der Neu-Ehinger Christian Boszcyk verschaffte sich dabei am letzten Spieltag einen Eindruck von der Rieser Leistungsstärke, konnte allerdings nach der Partie beruhigt die Heimreise antreten, denn das TSV-Spiel hatte nur wenig furchteinflößende Momente zu bieten. Mit der Leistung vom vergangenen Samstag wird man auch in Zukunft sicherlich keinen Blumentopf gewinnen können. Die fast schon gewohnt indiskutable Freiwurfquote, langsames Angriffsspiel und ebenso behäbiges Auftreten in der Verteidigung waren in der Summe ausschlaggebend für einen nur mäßig interessanten Basketballabend und sorgten letztlich auch für Unmutsäußerungen von Seiten des Publikums. Dabei kann die Mannschaft auch ganz anders, wie in den Heimspielen gegen Bayreuth und Jena heuer bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde. Doch derzeit steckt Sand im Getriebe des zu Saisonbeginn so reibungslos funktionierenden TSV-Express und gerade die vermeintlich leichten Punkte gegen die direkten Konkurrenten wie Weiden, Langen, Lich oder Crailsheim wurden nicht eingefahren.
Zudem fängt das neue Jahr leider dort an, wo das alte aufgehört hat. Beinahe nahtlos knüpft das Nördlinger Verletzungspech an die erste Saisonhälfte an. Coach Zoltan Nagy wird für die nächsten zwei Wochen auf Mirko Anastasov verzichten müssen, der sich im Spiel der Reservemannschaft verletzt hatte. Des Weiteren laboriert US-Center Kevin Hanson bereits seit seiner Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub an einer Knöchelverletzung, die ihn schon in der Partie gegen Langen eingeschränkt hatte. Dazu gesellt sich Mario Matic, der sich am letzten Samstag ebenfalls gegen Langen verletzt hatte und bisher noch nicht wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte, sodass auch sein Einsatz gegen Ehingen fraglich scheint. Natürlich dürfen diese Ausfälle oder Handicaps nicht als Ausreden für die Niederlagen der letzten Wochen herhalten, doch ein sich ständig änderndes Mannschaftsbild und das Fehlen von mindestens einem Leistungsträger tragen nicht unbedingt zur Leistungssteigerung des Teams bei.
Die TSV-Truppe dürfte an diesem Sonntag, zumal in fremder Halle, nicht als Favorit in die Partie gehen. Zwar hat man bisher noch nie im Ulmer Nachbarort verloren, doch dies ist noch lange keine Gewähr für einen Nördlinger Auswärtserfolg. Diesen herbeisehnend werden sich sicherlich wieder zahlreiche Rieser Fans auf den Weg zum Schwäbisch-schwäbischen Derby aufmachen. Die Mannschaft hofft auf deren Unterstützung und wird ab 18:00 Uhr in der Längenfeldhalle ihr bestes geben, um mit zwei Punkten im Gepäck wieder die Heimreise anzutreten.
Presseinfo: TSV 1861 Nördlingen (Phillip Moll)
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