ProA

USC zum Jahresauftakt gegen Tabellenzweiten

_Tigger am 05.01.2006 um 08:09

Einen harten Brocken hält der Terminplan gleich zum Jahresauftakt für den USC Heidelberg bereit. Mit dem BV TU Chemnitz 99 stellt sich am Sonntag zu gewohnter Zeit (17:00 Uhr) im Heidelberger Olympiastützpunkt kein Geringerer als der Tabellenzweite vor. Die Sachsen befinden sich in dieser Saison auf einem beachtlichen Höhenflug und spielen zu Hause vor durchschnittlich 2.000 Zuschauern! Auch der 41-jährige SPD-Bundestagsabgeordnete und Chemnitzer Vizepräsident Detlev Müller ist begeistert und kandidiert in der Chemnitzer Jahresversammlung am 11. Januar mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit sogar für das Amt des Präsidenten. Sportlich lief es bei den Sachsen während der bisherigen Vorrunde optimal. Nur zweimal – 62:88 in Ulm und 79:83 im hochklassigen "Nachbarschaftsderby" in Jena – setzte es Niederlagen, alle anderen Spiele wurden gewonnen. Zuletzt 83:82 gegen Kaiserslautern und mindestens ebenso beeindruckend mit 92:78 beim in dieser Saison überraschend starken TV Lich.

Herausragend präsentierten sich bisher vor allem einer der amerikanischen Überflieger der Liga, Jaivon Harris – derzeit Dritter sowohl der Sorer-, als auch der Effektivitätsrangliste der Liga! -, zudem die beiden Center Kazarnovski und Virijevic – mit israelischem bzw. isländischem Pass ausgestattet -, der zweite Amerikaner David Doubley und der vom USC Freiburg gekommene Verteidigungsspezialist Carl Mbassa. Mit Klink, Endig, Schacht oder Worenz stehen den Sachsen zweitligaerfahrene Rollenspieler zur Verfügung, welche ein sehr tief besetztes Team abrunden. Kleinere Probleme hatten die Chemnitzer bisher eigentlich nur mit der Spielordnung der 2. Liga. Während bereits in der letzten Saison Pletnev den Verein plötzlich wegen Problemen mit der Spielberechtigung verlassen musste, ist in dieser Saison um einen weiteren Neuzugang, den Spieler Konrad Tota, welcher eine polnisch-kanadische Doppelstaatsangehörigkeit besitzt, ein heftiger Streit hinsichtlich dessen Spielberechtigung ausgebrochen. Auf seitenlange Diskussionen im Internetforum schoenen-dunk.de sei hingewiesen.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es für den Tabellenzweiten dann zum Jahresende doch noch auch in sportlicher Hinsicht, als Starting Five-Center Kazarnovski wegen eines Meniskusschadens operiert werden musste und voraussichtlich bis Ende Januar ausfällt. Rasch wurde für ihn Alexander Zyskunov, ein in Kasachstan geborener Weißrusse, der letztes Jahr in der 1. rumänischen Liga spielte, zum Probetraining eingeflogen. Ein Weißrusse? Hätte es da nicht schon wieder Probleme mit der Spielberechtigung gegeben? Nicht für Chemnitz! "Sicherlich hätten wir die Spielgenehmigung ähnlich wie beim Polen Konrad Tota bekommen können, doch Zyskunov war nicht die große Verstärkung", wird Detlev Müller auf der Chemnitzer Homepage zitiert. An anderer Stelle heißt es, er habe im Probetraining nicht überzeugt.

Mit einem kurzfristigen Ersatz für Kazarnovski ist damit wohl nun für Sonntag kaum noch zu rechnen. Oder vielleicht doch? Angesichts der "langen" Chemnitzer Bank wäre es jedenfalls ohnehin kaum ein Problem. Und den Spielern beider Mannschaften wird es letzten Endes auch egal sein. Sie werden die Entscheidung auf dem Parkett suchen und sich sinnvollerweise auf eine sportlich faire Auseinandersetzung konzentrieren. Die USC-Spieler sind jedenfalls alle wohlbehalten aus dem kurzen Weihnachtsurlaub zurückgekehrt und bereiten sich seitdem intensiv auf diese und die nächsten Begegnungen vor. Ein Sieg gegen die aufgrund der Tabellensituation favorisierten Chemnitzer ist wohl nicht unbedingt zu erwarten, wäre aber natürlich ein sehr erfreuliches USC-Erlebnis zum Jahresbeginn!

Presseinfo: USC Heidelberg (Claus Ebert)

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