BG Karlsruhe
Ernst der Lage begriffen
Lomax am 03.01.2006 um 10:54
Zur Halbzeit wurde es laut in der Volkswagen-Halle zu Braunschweig: Von der Anzeigetafel leuchtete der 25:48-Stand, und die 2.500 Braunschweiger, die nicht pfiffen, riefen wohl "Dettmann raus!". Augenscheinlich hatten die Karlsruher im Gegensatz zu den Niedersachsen den Ernst der Lage begriffen. Eine frühe 9:4-Führung der Gastgeber, war durch cleveres Agieren der BG unter dem gegnerischen Korb schnell egalisiert: Sowohl Ewodo als auch Stefan Svitek wurden bei erfolgreichen Korbversuchen gefoult, so dass es schnell 9:9 stand. Karlsruhe begeisterte durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, eine stark verbesserte Defense und eine mitfiebernde Bank. Braunschweig bestätigte seinen Ruf als schlechteste Mannschaft der Liga bei Drei-Punkte-Versuchen. Die bessere Wurfquote bescherte der BG nach zehn Minuten einen erfreulichen Fünf-Punkte-Vorsprung. Im zweiten Viertel folgte eine Art Schlachtfest: Die BG ließ nur noch sieben Punkte zu, drehte aber in der Offensive auf wie selten: DeVries tat mit drei erfolgreichen Dreierversuchen etwas für sein Selbstvertrauen, Ewodo und Allen punkteten wie gewohnt, und auch Stefan Svitek steuerte fünf Punkte bei.
Die sichere 25:48-Halbzeitführung machte die BG leider nachlässig. Im dritten Viertel spielte zwischenzeitlich nur noch die BS|ENERGY. Tyray Pearson machte wie Noopila alleine acht Punkte in diesen zehn Minuten, und das Publikum dankte es mit rückhaltloser Unterstützung. Dettmann stellte auf der Pressekonferenz später fest, dass er nichts Schlechtes über sein Team sagen könne: Es würde immer kämpfen und alles geben, um "aus Scheiße Schokolade zu machen". (O-Ton Dettmann) Am Ende standen plötzlich nur noch zwölf Punkte- Vorsprung für die BG zu Buche, und bei den Gästen schien sich langsam Panik breit zu machen. Besonders spürbar wurde dies, als nach gerade fünfzig Sekunden im letzten Viertel bei 47:58 zwei Freiwürfe für Braunschweig gegeben wurden. Ein kurzer 0:4-Lauf der BG wurde von einem erfolgreichen Dreier der Braunschweiger gekontert, ehe Jones zum 50:64 einnetzte. Bei der BG machte sich dann Substanzverlust bemerkbar, als sowohl Ewodo als auch Allen den Ball nicht im Korb der Niedersachsen unterbringen konnten. Pearson machte fast schon aussichtslose Punkte zum 54:66. 4:15 Minuten vor Schluss kassierte Jones sein viertes persönliches Foul. Die BG fing sich danach wieder und konnte mit Freiwürfen durch Ewodo und Jones eine 56:71-Führung herausschießen. Beim Stand von 57:71 nahm Dettmann noch einmal eine Auszeit. 4:22 Minuten blieben seinem Team zu diesem Zeitpunkt noch, das Spiel zu drehen. Zum Glück gelangen erst einmal Stefan Svitek Punkte zum 57:73. Bei noch zu spielenden 3:38 Minuten hiess es dann "Time to say good-bye" für Jones, der nach seinem fünften Foul durch Chuck Evans ersetzt wurde. Lipke sorgte mit einem Dreier zum 63:75 noch einmal für Stimmung. Der clevere Konter folgte mit drei Punkten durch Troy DeVries. Egal, was Braunschweig in den Schlussminuten versuchte, Karlsruhe fand immer eine passende Antwort, und durfte mit einem 72:86-Sieg vom Parkett gehen.
Die BG erfüllte damit in dieser Partie einige wichtige Vorgaben, um im Abstiegskampf bestehen zu können: Auswärts wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller gemacht, den direkten Vergleich gegen die Braunschweiger für sich entschieden, und endlich auch einmal einen Vorsprung erfolgreich verteidigt. Nachdenklich stimmen musste allerdings der Einbruch im dritten Viertel, der gegen andere Teams wohl die Punkte gekostet hätte.
Für die BG trafen: Ewodo 24/2, Allen 17, DeVries 16/3, Svitek 14/1, Jones 10, Gordon 4, Evans 1.
Beste Schützen Braunschweig: Lipke 18/1, Pearson 15, Hollins 14, Noopila 10/1.
Presseinfo: BG Karlsruhe (Olav Sprenger)
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Die sichere 25:48-Halbzeitführung machte die BG leider nachlässig. Im dritten Viertel spielte zwischenzeitlich nur noch die BS|ENERGY. Tyray Pearson machte wie Noopila alleine acht Punkte in diesen zehn Minuten, und das Publikum dankte es mit rückhaltloser Unterstützung. Dettmann stellte auf der Pressekonferenz später fest, dass er nichts Schlechtes über sein Team sagen könne: Es würde immer kämpfen und alles geben, um "aus Scheiße Schokolade zu machen". (O-Ton Dettmann) Am Ende standen plötzlich nur noch zwölf Punkte- Vorsprung für die BG zu Buche, und bei den Gästen schien sich langsam Panik breit zu machen. Besonders spürbar wurde dies, als nach gerade fünfzig Sekunden im letzten Viertel bei 47:58 zwei Freiwürfe für Braunschweig gegeben wurden. Ein kurzer 0:4-Lauf der BG wurde von einem erfolgreichen Dreier der Braunschweiger gekontert, ehe Jones zum 50:64 einnetzte. Bei der BG machte sich dann Substanzverlust bemerkbar, als sowohl Ewodo als auch Allen den Ball nicht im Korb der Niedersachsen unterbringen konnten. Pearson machte fast schon aussichtslose Punkte zum 54:66. 4:15 Minuten vor Schluss kassierte Jones sein viertes persönliches Foul. Die BG fing sich danach wieder und konnte mit Freiwürfen durch Ewodo und Jones eine 56:71-Führung herausschießen. Beim Stand von 57:71 nahm Dettmann noch einmal eine Auszeit. 4:22 Minuten blieben seinem Team zu diesem Zeitpunkt noch, das Spiel zu drehen. Zum Glück gelangen erst einmal Stefan Svitek Punkte zum 57:73. Bei noch zu spielenden 3:38 Minuten hiess es dann "Time to say good-bye" für Jones, der nach seinem fünften Foul durch Chuck Evans ersetzt wurde. Lipke sorgte mit einem Dreier zum 63:75 noch einmal für Stimmung. Der clevere Konter folgte mit drei Punkten durch Troy DeVries. Egal, was Braunschweig in den Schlussminuten versuchte, Karlsruhe fand immer eine passende Antwort, und durfte mit einem 72:86-Sieg vom Parkett gehen.
Die BG erfüllte damit in dieser Partie einige wichtige Vorgaben, um im Abstiegskampf bestehen zu können: Auswärts wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller gemacht, den direkten Vergleich gegen die Braunschweiger für sich entschieden, und endlich auch einmal einen Vorsprung erfolgreich verteidigt. Nachdenklich stimmen musste allerdings der Einbruch im dritten Viertel, der gegen andere Teams wohl die Punkte gekostet hätte.
Für die BG trafen: Ewodo 24/2, Allen 17, DeVries 16/3, Svitek 14/1, Jones 10, Gordon 4, Evans 1.
Beste Schützen Braunschweig: Lipke 18/1, Pearson 15, Hollins 14, Noopila 10/1.
Presseinfo: BG Karlsruhe (Olav Sprenger)
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