BG Karlsruhe

Dann wohl Abstiegskampf...

Frankie am 26.12.2005 um 21:42

In der mit 3.600 Zuschauern eigentlich gut gefüllten Europahalle wurde es sehr still: In einem richtungsweisenden Spiel hatte die BG den anderen Eisbären aus dem Norden die Punkte mit einer 75:80-Niederlage überlassen müssen. Die BG begann, als wolle sie das Spiel gleich in der ersten Minute entscheiden: Direkt vom Anwurf kam der Ball zu Ewodo, der nicht lange fackelte und einen Dreier zur schnellen Führung traf. Ein 4:0-Lauf von Domonic Jones folgte, und nach 1:49 Minuten nahm Dr. Sakalauskas beim 7:0-Stand seine erste Auszeit. Brian Jones brach danach auf Seiten der Gäste den Bann mit einem Korb zum 7:2, ehe Ewodo und Allen einen 11:2-Zwischenstand herstellten. Spektakulärste Szene in den Anfangsminuten gehörte Ewodo, der mit Macht zum 13:4 stopfte. Danach schlichen sich viele individuelle- und vorwiegend Schrittfehler bei der BG ein, während bei Bremerhaven Fenn und Jocys sehr gut ins Spiel fanden: Plötzlich stand es nur noch 13:10, und Horst Schmitz musste mit einer Auszeit eingreifen.

In der Folgezeit konnten die Eisbären sich noch um einen Punkt an das Viertelergebnis von 18:16 herankämpfen. Das zweite Viertel sah ein äußerst seltenes Line-Up der Karlsruher, die mit M'Balla, Diarra, Fahrad, Jones und Evans auf dem Parkett standen. Es dauerte 3:48 Minuten bis der inzwischen eingewechselte Stefan Svitek die ersten Punkte zum 21:26 auf Seiten der Badener markieren konnte. De Folgeszenen sahen so aus, dass Jocys auf Seiten der Gäste immer leichte Punkte machte, während Ewodo auf Seiten der Karlsruher Dreier warf. Dass die BG dann zwischenzeitlich ins Hintertreffen geriet, lag an krassen individuellen Aussetzern: Ein eigensinniger Troy DeVries, der vorne verlegt und den Gästen leichte Punkte ermöglicht; oder Stefan Svitek, der einen Defensivrebound holt, um den Ball an einen Bremerhavener weiterzureichen, der die Punkte zum 33:38 macht. Eine sagenhafte Aufholjagd der BG wurde dann aber mit zwei Freiwürfen von Derrick Allen noch zum 43:42-Halbzeitstand belohnt. Das dieser Vorsprung für einen gewitzten Aufsteiger wie Bremerhaven nicht reicht, zeigte dann wieder einmal das dritte Viertel, in dem sich die Gäste einen 58:60-Vorsprung in das letzte Viertel retten konnten. Horst Schmitz hatte noch beim Stand von 58:58 1:33 Minuten vor Schluss dieses Viertels eine Auszeit bei Ballbesitz BG und acht Sekunden auf der Uhr genommen, doch zwei Fehlversuchen auf Seiten der BG folgte der erfolgreiche Versuch der Gäste.

Im letzten Viertel der Begegnung mussten die Karlsruher erst einmal einen Dreier von Stein zum 58:63 verkraften. Doch es dauerte nur 3:45 Minuten ehe der überzeugend spielende Domonic Jones Mit einem erfolgreichen Korb und einem anschließenden Freiwurf die 66:65-Führung der Karlsruher herstellen konnte. Doch statt nun souverän zu agieren, ließen die Hausherren einen 0:5-Lauf zu. Dann keimte fünf Minuten vor Schluss noch einmal Hoffnung auf, als Joyce mit dem fünften Foul vom Parkett musste. Doch auch hier konnte die BG den Vorteil nicht in einen Erfolg ummünzen. Domonic Jones, an diesem Abend Topscorer der BG wurde auch ausgefoult. Am Ende spielten die Bremerhavener sehr clever die Zeit runter.

Einmal mehr gab es für Horst Schmitz und sein Team anerkennende Worte. Der Headcoach der BG stellte auf Nachfrage eines Journalisten über sein Team fest: "Das sind Profis, die wissen, was die Stunde geschlagen hat." Und da er vor dem Spiel erklärt hatte, dass die kommenden drei Spiele die Richtung vorgeben würden, ist nun klar, dass gegen Nürnberg in drei Tagen zwei Punkte her sollten. Und das nicht nur zur Erreichung des Nahziels von drei Siegen in fünf Spielen.

Für die BG trafen: Jones 23, Ewodo 17/3, Allen 16, Svitek 10/1, Fahrad 4/1, Evans 3/1, DeVries 2.

Beste Werfer Bremerhaven: Fenn 22, Jocys 18, Jacobson 14/1.

Presseinfo: BG Karlsruhe

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