ProA

Nur das Ergebnis stimmte nicht

Lomax am 19.12.2005 um 18:05

Sie gingen bis an ihre Grenzen. Am Ende jedoch schafften es die Spieler des BBC Bayreuth nicht, den Ausfall von Brandon Griffin zu kompensieren. Gegen den 1.FC Kaiserslautern verloren die Bayreuther in der 2. Bundesliga Süd vor 900 Zuschauern unglücklich mit 90:96 (55:49).

Von einer zu vermutenden Überlegenheit der Lauterer unter dem Korb - immerhin sind sie statistisch die beste Reboundmannschaft der Liga - war trotz des Fehlens des zuletzt so starken Griffins (Hüftverletzung) allerdings von Beginn an nichts zu spüren. Mit viel Enthusiasmus und Tempo startete der BBC in die Partie und erwischte die zunächst etwas schludrig wirkenden Gäste damit offensichtlich auf dem falschen Fuß. Besonders beeindruckte die bewegliche Zonenverteidigung, die durch blitzschnelles Verschieben immer wieder Lauterer Zuspiele unter den Korb unterband.

Ein Dreier von Dominic Zimmermann zur 11:4-Führung des BBC schien die Lauterer wachzurütteln. Vor allem die beiden US-Amerikaner Tamien Trent und Derek Robinson erreichten allmählich ihre Betriebstemperatur und nutzten ihre individuelle Klasse, um Kaiserslautern zurück ins Spiel zu bringen. Nach einem 12:2-Lauf hatte der FCK die Führung zurückerobert (16:13). Obwohl er gut gespielt hatte, lag der BBC nach den ersten zehn Minuten mit 23:27 zurück.

Zum Glück hatte Johannes Schlamminger erneut einen guten Tag erwischt. Nach seiner Einwechslung markierte er die ersten vier Punkte des zweiten Viertels zum 27:27-Ausgleich und läutete damit die stärkste Phase des BBC ein. In der Defensive brachte Grübler die Lauterer Center Stuart Robbins und David Arigbabu gleich reihenweise zur Verzweiflung, während in der Offensive Gunnarsson heiß lief. Teilweise hervorragend in Szene gesetzt, markierte er zehn der zwölf folgenden BBC-Punkte. Als sich die Lauterer auf den Isländer eingeställt hatten, sprang Sebastian Hänel in die Bresche und erzielte seinerseits acht Punkte am Stück. Mit furchtlosem Zug zum Korb gegen die lange Garde der Lauterer. Zu Pause führte der BBC dennoch nur mit 55:49 - wegen der individuellen Klasse von Trent und Paul Howard.

Angesichts der kraftraubenden Spielweise stand ein Einbruch des BBC zu befürchten, der nur mit sechs Akteuren rotierte. Doch dieser folgte zunächst nicht. Weil etwa Christoph Tetzner selbst verloren geglaubte Bälle noch rettete und Grübler, der in der ersten Hälfte mehr Rebounds (zehn) als der gesamte FCK (neun) sammelte, auch in der Offensive Akzente setzte. Doch Kaiserslautern wurde immer stärker. Robbins und Arigbabu fingen an, die Bretter zu beherrschen und Trent initiierte ein Fast-Break-Spiel, dem der BBC nicht viel entgengenzusetzen hatte.

Aus einem 62:67 machte der FCK binnen drei Minuten ein 75:69. Diesen Vorsprung ließ er sich im Schlussabschnitt nicht mehr nehmen. Weil besonders Trent immer eine passende Antwort parat hatte. So markierte er nach Zimmermanns Dreier zum 79:83 fünf Zähler in Folge. 79:88 - die Vorentscheidung.

Presseinfo: BBC Bayreuth (Siegmund Dunker; NK)

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