ProA
13 keine Ulmer Unglückszahl
Lomax am 12.12.2005 um 10:03
Im bisherigen Saisonverlauf hatte ratiopharm Ulm alle 12 Spiele gewonnen. Den 13. Sieg wollte man sich in Freiburg erkämpfen. Doch die 13 gilt in Deutschland als Unglückszahl, wogegen bsp. in Japan der Zahl 4 negative Einflüsse zugeschrieben werden. Da auch Heidelberg und Kaiserslautern bereits bei den leistungsmäßig stark schwankenden Freiburgern die Punkte lassen musste, fuhr man mit durchaus gemischten Gefühlen ins Breisgau. Doch nach dem ersten Viertel schienen alle Ängste unbegründet. Das Team von Trainer Vojtko fand kein Mittel gegen den Ulmer Angriffswirbel und Ulm ging mit einem 27:11-Vorsprung in die erste Pause. Im zweiten Viertel sah es dank einiger erfolgreicher Distanzwürfe besser für das Heimteam aus, doch auch dieses Viertel ging mit 24:19 an die Gäste, bei denen in der ersten Hälfte Emeka Erege mit 15 Punkten überragte. Beim Halbzeitstand von 51:32 hätten wahrscheinlich nicht mehr viele Freiburger Fans Geld auf ihr Team gesetzt. Gerade solche Situationen sind gefährlich. Ulm in Gedanken schon beim Spitzenspiel gegen Jena am nächsten Freitag und Freiburg witterte seine Chance.
Denn im Basketball sind 19 Punkte Vorsprung bekanntlich nicht viel. Freiburg kam nun äußerst aggressiv aus der Pause und versuchte mit einer sehr körperbetonten Verteidigung den Ulmern den Schneid abzukaufen. Dies gelang. Ulm brauchte einige Zeit um sich auf diese Art Basketball zu spielen einzustellen. Da Freiburg nun auch in der Offensive mehr gelang, schrumpfte der Vorsprung kontinuierlich. Mit 55:64 ging es in die letzten 10 Minuten. Sollte im 13. Spiel doch die erste Niederlage blühen? Die 50 mitgereisten Ulmer Fans hielt es schon lange nicht mehr auf ihren Sitzen. Auch die ersten 4 Punkte gingen im letzten Viertel auf das Konto der Freiburger. Nun antworte Ulm im Stile einer Spitzenmannschaft. Erst traf Emeka Erege einen Freiwurf, dann verwandelte Thuesen zwei Freiwürfe und 4 Punkte von Jeff Gibbs brachten Ulm nach 36 Minuten wieder mit 12 Punkten in Front (71:59). 8 Punkte in Folge des starken Douloudis zehrten noch einmal an den Ulmer Nerven. Nur noch 67:73. Ulms Kapitän Erege verwirft zwei Freiwürfe und Freiburg schwedischer Nationalspieler Atanasoski verkürzt auf 69:73 knapp 2 Min. vor dem Ende.
Maksym Shtein verwandelt beim nächsten Ulmer Ballbesitz nur einen von zwei Freiwürfen und auch Freiburgs Douloudis verpasst einen von zwei von der Linie. Als dann in der letzten Minute Jeff Gibbs auf Pass von Jonathan Levy den Ball trotz Foul in den Korb legt und auch den Bonusfreiwurf verwandelt (77:70) ist die Entscheidung gefallen. Der letzte Freiburger Angriff endet im Ulmer Verteidigungsbollwerk und nach einem schnellen Foul an Jonathan Levy verwandelt dieser einen der beiden Freiwürfe zum 78:70-Endstand.
Damit wurde nun schon der 13. Saisonsieg in Folge eingefahren. Das soll noch nicht das Ende sein. Zwar ist nun bereits sicher, dass man als Tabellenführer in die Weihnachtspause geht, aber das Team von Trainer Mike Taylor ist heiss darauf, sich für die unnötige Pokalniederlage gegen Jena vor wenigen Wochen zu revanchieren. Dazu könnte man dann den Abstand zum eigentlichen Topfavoriten um den Aufstieg weiter ausbauen. Nach dem kräftezehrenden Doppelspieltag gaben Ulms Trainer ihren Schützlingen erst einmal zwei Tage frei um die Akkus wieder aufzuladen. Am Dienstag wird sich das Team lediglich zum Videostudium des nächsten Gegners treffen. Ab Mittwoch heisst es dann im Training volle Konzentration auf das Spiel des Jahres.
Freiburg: Douloudis (20 P, 4 Ass), Gardner (8 P, 5 Reb), Karamatskos (3), Atanaskoski (9), Tomesch (6), Roquette (6), Thomas (15 P, 12 Reb), Holubek (3).
Ulm: Thuesen (9 P, 4 Ass), Levy (17 P, 6 Reb), Grosse (5), Friede, Sprünken, Erege (18 P, 10 Reb), Gibbs (13 P, 12 Reb), Sivorotka, Möbius (2), Shtein (14 P, 5 Reb), Geserick.
Presseinfo: ratiopharm Ulm (Dr. Thomas Stoll)
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Denn im Basketball sind 19 Punkte Vorsprung bekanntlich nicht viel. Freiburg kam nun äußerst aggressiv aus der Pause und versuchte mit einer sehr körperbetonten Verteidigung den Ulmern den Schneid abzukaufen. Dies gelang. Ulm brauchte einige Zeit um sich auf diese Art Basketball zu spielen einzustellen. Da Freiburg nun auch in der Offensive mehr gelang, schrumpfte der Vorsprung kontinuierlich. Mit 55:64 ging es in die letzten 10 Minuten. Sollte im 13. Spiel doch die erste Niederlage blühen? Die 50 mitgereisten Ulmer Fans hielt es schon lange nicht mehr auf ihren Sitzen. Auch die ersten 4 Punkte gingen im letzten Viertel auf das Konto der Freiburger. Nun antworte Ulm im Stile einer Spitzenmannschaft. Erst traf Emeka Erege einen Freiwurf, dann verwandelte Thuesen zwei Freiwürfe und 4 Punkte von Jeff Gibbs brachten Ulm nach 36 Minuten wieder mit 12 Punkten in Front (71:59). 8 Punkte in Folge des starken Douloudis zehrten noch einmal an den Ulmer Nerven. Nur noch 67:73. Ulms Kapitän Erege verwirft zwei Freiwürfe und Freiburg schwedischer Nationalspieler Atanasoski verkürzt auf 69:73 knapp 2 Min. vor dem Ende.
Maksym Shtein verwandelt beim nächsten Ulmer Ballbesitz nur einen von zwei Freiwürfen und auch Freiburgs Douloudis verpasst einen von zwei von der Linie. Als dann in der letzten Minute Jeff Gibbs auf Pass von Jonathan Levy den Ball trotz Foul in den Korb legt und auch den Bonusfreiwurf verwandelt (77:70) ist die Entscheidung gefallen. Der letzte Freiburger Angriff endet im Ulmer Verteidigungsbollwerk und nach einem schnellen Foul an Jonathan Levy verwandelt dieser einen der beiden Freiwürfe zum 78:70-Endstand.
Damit wurde nun schon der 13. Saisonsieg in Folge eingefahren. Das soll noch nicht das Ende sein. Zwar ist nun bereits sicher, dass man als Tabellenführer in die Weihnachtspause geht, aber das Team von Trainer Mike Taylor ist heiss darauf, sich für die unnötige Pokalniederlage gegen Jena vor wenigen Wochen zu revanchieren. Dazu könnte man dann den Abstand zum eigentlichen Topfavoriten um den Aufstieg weiter ausbauen. Nach dem kräftezehrenden Doppelspieltag gaben Ulms Trainer ihren Schützlingen erst einmal zwei Tage frei um die Akkus wieder aufzuladen. Am Dienstag wird sich das Team lediglich zum Videostudium des nächsten Gegners treffen. Ab Mittwoch heisst es dann im Training volle Konzentration auf das Spiel des Jahres.
Freiburg: Douloudis (20 P, 4 Ass), Gardner (8 P, 5 Reb), Karamatskos (3), Atanaskoski (9), Tomesch (6), Roquette (6), Thomas (15 P, 12 Reb), Holubek (3).
Ulm: Thuesen (9 P, 4 Ass), Levy (17 P, 6 Reb), Grosse (5), Friede, Sprünken, Erege (18 P, 10 Reb), Gibbs (13 P, 12 Reb), Sivorotka, Möbius (2), Shtein (14 P, 5 Reb), Geserick.
Presseinfo: ratiopharm Ulm (Dr. Thomas Stoll)
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