ProA

In einen Rausch gespielt

_Tigger am 11.12.2005 um 10:01

14 Punkte waren es, die Schlamminger an seinem 26. Geburtstag insgesamt zum Kantersieg beisteuerte. Nach einem wochenlangen Formtief freute ihn das besonders: "Das war ein perfekter Abend für mich, nachdem ich im bisherigen Saisonverlauf mit meinen Leistungen nicht zufrieden war. Die vermehrte Einsatzzeit kam mir sehr entgegen."

Doch Schlamminger war nicht der einzige, der gegen Freiburg zur Hochform auflief. Auch Sebastian Hänel, der seine Beweglichkeit unter dem Korb immer wieder zur Geltung brachte, darf die beste Vorstellung in dieser Saison attestiert werden. Er und Brandon Griffin hatten es in der Zone gegen die erschreckend schwachen Freiburger aber auch erstaunlich leicht. Vor allem Griffin raubte seinen Gegenspielern gleich reihenweise den Nerv. Deckten sie ihn hautnah, zog er an ihnen vorbei, ließen sie ihm Platz, warf er einfach über sie hinweg.

Obwohl der US-Amerikaner bereits im ersten Viertel auf diese Weise zehn seiner insgesamt 24 Punkte erzielte, rannte der BBC nach gutem Beginn zunächst einem Rückstand hinterher. Mit einer beängstigend guten Wurfquote hatten es die Freiburger nämlich geschafft, mit einem 20:6-Lauf aus einem 2:6-Rückstand eine 22:11-Führung zu machen. Einen glänzenden Eindruck hinterließ dabei Aufbauspieler Babis Douloudis, der bereits nach den ersten zehn Minuten fünf Assists auf seinem Konto hatte. Dagegen war das Spiel des BBC - Ausnahme Griffin - lange Zeit zu behäbig, erfuhr mit der Einwechslung von Hänel aber einen merklichen Schub. Dennoch dauerte es bis zur 13. Minute, ehe Schlamminger mit zwei Freiwürfen den 30:30-Ausgleich herstellte.

Nun wendete sich das Blatt auf eine Art und Weise, wie es selten zu erleben ist. Während die Freiburger völlig konfus agierten und sich unter anderem einen Airball leisteten, spielte sich der BBC in einen Rausch und zog mit schnellem Fast-Break-Spiel über seine nie zu stoppenden Center Punkt um Punkt davon. Seinen Höhepunkt fand der 19:2-Lauf der Bayreuther kurz vor dem Ertönen der Pausensirene, als sogar ein völlig verunglückter Wurf von Lars Grübler letztlich zum Punkt führte, weil Roman Dziony goldrichtig stand, den Ball aufnahm, gefoult wurde und einen Freiwurf traf.

Mit einer weiteren 9:0-Serie nach dem Wechsel zum 58:32 sorgten die Bayreuther bereits frühzeitig eine Vorentscheidung. Darüber, dass Trainer Marco Amelow anschließend viel durchwechselte, dürfte sich besonders Youngster Simon Herold gefreut haben. In seiner knapp siebenminütigen Einsatzzeit trug auch er sich in die Korbschützenliste ein. Damit hatte jeder BBC-Spieler gepunktet, sechs davon sogar zweistellig. Was ein Beleg für die mannschaftliche Geschlossenheit zum einen und ein Ausdruck der taktisch klugen Spielweise zum anderen war. "Heute hat bei uns einfach alles funktioniert. Und im Gegensatz zu unserem nächsten Gegner Jena konnten wir sogar Kraft sparen", resümierte der zufriedene Coach.

Presseinfo: BBC Bayreuth (Markus Pensel)

0 Kommentare

 

3 Mitglieder
62 Gäste online

Anmeldung

Benutzeranmeldung

Registrieren

Passwort vergessen?

Schönen-Dunk bei FacebookSchönen-Dunk bei TwitterSchönen-Dunk-Newsfeed BIG - Basketball in Germany
 

Werbung

Werbung