ProA
"Schöne" Bescherung für Nördlingen
Lomax am 11.12.2005 um 00:22
Weihnachten ist die Zeit der Besinnlichkeit. Besinnen dürfen sich auch die Nördlinger Herrenbasketballer nach ihrer doch entäuschenden Vorstellung im letzten Spiel des Jahres gegen den Aufsteiger COOCOON Baskets Weiden auf vergangene Leistungen.
Schmerzhaft die 82:87-Niederlage in eigener Halle, schmerzhaft auch die Art und Weise, wie sie zustande kam. Dass das Spiel gegen den unmittelbaren Verfolger kein Spaziergang werden würde, war von vornherein klar. Mit einem Sieg würde man die gute Mittelfeldposition untermauern, mit der Niederlage nun rückt die untere Tabellenhälfte näher als den Nördlingern lieb sein sollte. Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der 1.100 Zuschauer. Mit viel Elan und Zug zum Korb legten die Hausherren ein 9:2-Führung vor. Die Taktik der Weidener, den Nördlinger Tempobasketball nicht zur Geltung kommen zu lassen griff ab er vierten Minute. Mit einem gemütlichen "Schlaumelbasketball" zogen die Oberpfälzer innerhalb von zwei Minuten an den etwas verdutzt wirkenden Riesern vorbei (5. Minute, 13:14), wobei besonders der Weidener Justin Hall die Nördlinger Verteidigung mächtig aufmischte.
Die nächsten vier Minuten wechselte die Führung fünfmal, ehe sich die Gäste vor allem durch ihren Schlüsselspieler John Bynum das Viertel mit 29:26 holten. Vergeblich warteten die Rieser auf ein ähnliches Feuerwerk von Nördlingens Jurica Puljic, der allerdings gut verteidigt wurde und nicht an die Leistungen von Crailsheim anknüpfen konnte. In der Offensive konnten im ersten Viertel Brooks und Hanson überzeugen, die zusammen 19 Punkte erzielten.
Im zweiten Viertel packte die Verteidigung der Rieser endlich richtig zu. Doch weiterhin hielten die Hausherren ihre Gäste durch ungezwungene Fehler brav im Spiel. Bälle, die engagiert in der Verteidigung gewonnen wurden landeten zu oft bei den Weidenern. Hanson, der eine gute Leistung zeigte, war Herr unter den Körben. Doch von aussen wollte den Riesern nichts gelingen. In der 14. Minute gingen die Nördlinger letztmalig für lange Zeit in Führung (36:35), bevor die Weidener beinahe ohne Gegenwehr den 52:47-Halbzeitstand für sich buchen konnten. Vom Elan und Kampfgeist der Gastgeber war nur ansatzweise etwas zu sehen. Auch das die Nördlinger seit Saisonbeginn noch nicht einmal komplette ein Punktspiel bestreiten konnten, kann hier nicht als Entschuldigung in Anspruch genommen werden.
Doch anders als in Crailsheim vergangenen Woche begann das dritte Viertel mit einer hellwachen Nördlinger Mannschaft. Bis zur 24. Minute waren die Hausherren auf 55:56 dran. Das Nördlinger Publikum sah die Crunch-Time auf sich zukommen und leistete seinen engagierten Beitrag zum Spiel. Aber dann ein Bruch im Spiel der Kraterbasketballer. Die Oberpfälzer nutzten drei Minuten der Nördlinger Abwesenheit zu einem 8:0–Lauf und setzten sich erneut ab (26. Min., 64:55). Wieder war es Hanson, der die Rieser Farben im Spiel hielt. Zusammen mit Brooks und Probst arbeiteten sie sich auf 63:66 ran.
Das letzte Viertel sollte es richten. Die Weidener bekamen Konditionsprobleme, die Nördlinger Verteidigung versuchte nochmals Druck auszuüben. Leider fanden die Würfe von ausserhalb kaum ihr Ziel. Das Penetrieren in die Zone wurde bis von Mario Probst unterlassen. Probst hatte es schwer gegen seinen Gegenspieler Grimaldi, aber er versuchte es wenigstens. In der 37. Minute die letztmalige Führung der Rieser (79:75). Weidens Grimaldi war es jetzt, der bei den Hausherren die Lichter ausknipste. 10 seiner insgesamt 16 Punkte erzielte er in diesem Viertel, begünstigt durch taktische Fouls der Gastgeber sowie durch eine hohe Ballverlustquote der Nördlinger. Fazit: Nördlingen wirkte wie gegen Crailsheim vor allem mental nicht auf der Höhe und verloren erneut wichtige "big points" gegen einen schlagbaren Gegner. Der Bonus aus den Siegen gegen Bayreuth und Jena ist somit zum Jahresende aufgebraucht. Am 08.01.2006 geht es gegen Langen wieder bei "Null" los. Und mit dem Druck des Gewinnenmüssens. Schöne Bescherung!
Nördlinger Basketball-Splitter
Versöhnlich sollte der Jahresausklang der Herrenbasketballer sein. Mit der enttäuschenden Niederlage gegen Weiden zündeten die Nördlinger Kraterbasketballer aber erst einmal ihren Weihnachtsbaum an und sorgten für lange Gesichter. Was für eine Fügung des Schicksals, brachte der Weihnachtsmann doch dann auf der Weihnachtshelferfete passendes "100%-iges Zielwasser" für die Spieler mit. "Keine Punkte, aber Stimmung, da wird man alt, Mann!" So sprach er weise, verteilte den Sponsorentrunk und entwischte durch den Kamin des Faußner'schen Anwesens. Bis weit nach Mitternacht probierte man dann die Wirkung dieses und weiterer, im Partykeller fest verankerten, Getränke. Allerdings konnte bei einigen Anwesenden nach dem Genuss dieser Schützenhilfe ein Erfolg nicht nachgewiesen werden.
Am Tag danach dann der Kater: Breitengüßbach (15.; 4:20) gewinnt nach dem krankheitsbedingten Rückzug von Coach Pure Radomirovic mit 102:81 sein zweites Spiel, Stuttgart verliert sein Heimspiel gegen die wieder erstarkten Crailsheimer MERLINS mit 82:85. Die Rieser stürzen somit vom 10. auf den 12. Tabellenplatz ab und haben mit ebenfalls jeweils 10:16-Punkten die MERLINS und Ehingen vor sich. Weiden liegt mit einem Spiel weniger und 10:14-Punkten schon beinahe sensationell gut auf dem 9. Platz. Die Platzierung der Rieser birgt einige Brisanz in sich. Stuttgart auf Platz 13 mit einem Spiel weniger und 8:16.Punkten. Dann folgt Langen mit zwei Spielen weniger als die Nördlinger und 6:16-Punkten auf Rang 14. Bei den Hessen kann man von einem Sieg gegen die noch sieglosen Mainfranken am kommenden Donnerstag ausgehen, zumal in eigener Halle. Die beiden letzten Spiele der Hinrunde am 07.01.06 zu Hause gegen Langen und am 15.01.06 gegen Ehingen sind dann schon so genannte "Do or Die"–Spiele. Gehen die in die Hose, steckt man wider erwarten unten drin. Denn dann beginnt die Rückrunde mit Heidelberg (6., 14:10), Ulm (1.; 24:0), Bayreuth (5.; 16:8), Kaiserslautern (4. 18:6) und Jena (2.; 20:4). Und da wird es schwer werden zu Punkten zu kommen.
Schliessen wir das Basketballjahr 2005 der Herren dennoch versöhnlich ab. Zwei großartige Überraschungssiege gegen Bayreuth und Jena, ungebrochener Zuschauerzupruch in der Hermann-Keßler-Halle, eine Vertragsverlängerung mit Coach Zoltan Nagy und ein intaktes Umfeld sind Punkte, die es herauszuheben gilt. Ebenso kann sich die Mannschaft nun bis zum Trainingsauftakt am 27.12. regenerieren und die beispiellose Verletzungsmisere beenden. Mit Mario Probst, Mario Matic, Tony McCrory und Dominique Klein mussten die Rieser in den bisherigen 13. Saisonspielen immer mindestens auf einen Leistungsträger komplett verzichten, während die anderen genannten Spieler angeschlagen aufliefen. Natürlich haben die Verletzungen auch auf den Trainingsbetrieb und die möglichen Taktiken Auswirkungen.
Zwei schlechten Spielen (Stuttgart und Weiden) stehen die zwei Hammersiege Bayreuth und Jena gegenüber. Dieser Bonus ist nun aufgebraucht und am 07.01.06 sieht Basketball-Nördlingen hoffentlich eine komplette und gesunde Basketballmannschaft wieder. Allen Fans und Gönnern der Nördlinger Basketballszene sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für das Jahr 2005 gesagt verbunden mit dem Wunsch, dass man sich gesund und munter 2006 wieder sieht. Schöne Weihnachten.
Presseinfo: TSV 1861 Nördlingen (Thomas Lambertz)
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Schmerzhaft die 82:87-Niederlage in eigener Halle, schmerzhaft auch die Art und Weise, wie sie zustande kam. Dass das Spiel gegen den unmittelbaren Verfolger kein Spaziergang werden würde, war von vornherein klar. Mit einem Sieg würde man die gute Mittelfeldposition untermauern, mit der Niederlage nun rückt die untere Tabellenhälfte näher als den Nördlingern lieb sein sollte. Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der 1.100 Zuschauer. Mit viel Elan und Zug zum Korb legten die Hausherren ein 9:2-Führung vor. Die Taktik der Weidener, den Nördlinger Tempobasketball nicht zur Geltung kommen zu lassen griff ab er vierten Minute. Mit einem gemütlichen "Schlaumelbasketball" zogen die Oberpfälzer innerhalb von zwei Minuten an den etwas verdutzt wirkenden Riesern vorbei (5. Minute, 13:14), wobei besonders der Weidener Justin Hall die Nördlinger Verteidigung mächtig aufmischte.
Die nächsten vier Minuten wechselte die Führung fünfmal, ehe sich die Gäste vor allem durch ihren Schlüsselspieler John Bynum das Viertel mit 29:26 holten. Vergeblich warteten die Rieser auf ein ähnliches Feuerwerk von Nördlingens Jurica Puljic, der allerdings gut verteidigt wurde und nicht an die Leistungen von Crailsheim anknüpfen konnte. In der Offensive konnten im ersten Viertel Brooks und Hanson überzeugen, die zusammen 19 Punkte erzielten.
Im zweiten Viertel packte die Verteidigung der Rieser endlich richtig zu. Doch weiterhin hielten die Hausherren ihre Gäste durch ungezwungene Fehler brav im Spiel. Bälle, die engagiert in der Verteidigung gewonnen wurden landeten zu oft bei den Weidenern. Hanson, der eine gute Leistung zeigte, war Herr unter den Körben. Doch von aussen wollte den Riesern nichts gelingen. In der 14. Minute gingen die Nördlinger letztmalig für lange Zeit in Führung (36:35), bevor die Weidener beinahe ohne Gegenwehr den 52:47-Halbzeitstand für sich buchen konnten. Vom Elan und Kampfgeist der Gastgeber war nur ansatzweise etwas zu sehen. Auch das die Nördlinger seit Saisonbeginn noch nicht einmal komplette ein Punktspiel bestreiten konnten, kann hier nicht als Entschuldigung in Anspruch genommen werden.
Doch anders als in Crailsheim vergangenen Woche begann das dritte Viertel mit einer hellwachen Nördlinger Mannschaft. Bis zur 24. Minute waren die Hausherren auf 55:56 dran. Das Nördlinger Publikum sah die Crunch-Time auf sich zukommen und leistete seinen engagierten Beitrag zum Spiel. Aber dann ein Bruch im Spiel der Kraterbasketballer. Die Oberpfälzer nutzten drei Minuten der Nördlinger Abwesenheit zu einem 8:0–Lauf und setzten sich erneut ab (26. Min., 64:55). Wieder war es Hanson, der die Rieser Farben im Spiel hielt. Zusammen mit Brooks und Probst arbeiteten sie sich auf 63:66 ran.
Das letzte Viertel sollte es richten. Die Weidener bekamen Konditionsprobleme, die Nördlinger Verteidigung versuchte nochmals Druck auszuüben. Leider fanden die Würfe von ausserhalb kaum ihr Ziel. Das Penetrieren in die Zone wurde bis von Mario Probst unterlassen. Probst hatte es schwer gegen seinen Gegenspieler Grimaldi, aber er versuchte es wenigstens. In der 37. Minute die letztmalige Führung der Rieser (79:75). Weidens Grimaldi war es jetzt, der bei den Hausherren die Lichter ausknipste. 10 seiner insgesamt 16 Punkte erzielte er in diesem Viertel, begünstigt durch taktische Fouls der Gastgeber sowie durch eine hohe Ballverlustquote der Nördlinger. Fazit: Nördlingen wirkte wie gegen Crailsheim vor allem mental nicht auf der Höhe und verloren erneut wichtige "big points" gegen einen schlagbaren Gegner. Der Bonus aus den Siegen gegen Bayreuth und Jena ist somit zum Jahresende aufgebraucht. Am 08.01.2006 geht es gegen Langen wieder bei "Null" los. Und mit dem Druck des Gewinnenmüssens. Schöne Bescherung!
Nördlinger Basketball-Splitter
Versöhnlich sollte der Jahresausklang der Herrenbasketballer sein. Mit der enttäuschenden Niederlage gegen Weiden zündeten die Nördlinger Kraterbasketballer aber erst einmal ihren Weihnachtsbaum an und sorgten für lange Gesichter. Was für eine Fügung des Schicksals, brachte der Weihnachtsmann doch dann auf der Weihnachtshelferfete passendes "100%-iges Zielwasser" für die Spieler mit. "Keine Punkte, aber Stimmung, da wird man alt, Mann!" So sprach er weise, verteilte den Sponsorentrunk und entwischte durch den Kamin des Faußner'schen Anwesens. Bis weit nach Mitternacht probierte man dann die Wirkung dieses und weiterer, im Partykeller fest verankerten, Getränke. Allerdings konnte bei einigen Anwesenden nach dem Genuss dieser Schützenhilfe ein Erfolg nicht nachgewiesen werden.
Am Tag danach dann der Kater: Breitengüßbach (15.; 4:20) gewinnt nach dem krankheitsbedingten Rückzug von Coach Pure Radomirovic mit 102:81 sein zweites Spiel, Stuttgart verliert sein Heimspiel gegen die wieder erstarkten Crailsheimer MERLINS mit 82:85. Die Rieser stürzen somit vom 10. auf den 12. Tabellenplatz ab und haben mit ebenfalls jeweils 10:16-Punkten die MERLINS und Ehingen vor sich. Weiden liegt mit einem Spiel weniger und 10:14-Punkten schon beinahe sensationell gut auf dem 9. Platz. Die Platzierung der Rieser birgt einige Brisanz in sich. Stuttgart auf Platz 13 mit einem Spiel weniger und 8:16.Punkten. Dann folgt Langen mit zwei Spielen weniger als die Nördlinger und 6:16-Punkten auf Rang 14. Bei den Hessen kann man von einem Sieg gegen die noch sieglosen Mainfranken am kommenden Donnerstag ausgehen, zumal in eigener Halle. Die beiden letzten Spiele der Hinrunde am 07.01.06 zu Hause gegen Langen und am 15.01.06 gegen Ehingen sind dann schon so genannte "Do or Die"–Spiele. Gehen die in die Hose, steckt man wider erwarten unten drin. Denn dann beginnt die Rückrunde mit Heidelberg (6., 14:10), Ulm (1.; 24:0), Bayreuth (5.; 16:8), Kaiserslautern (4. 18:6) und Jena (2.; 20:4). Und da wird es schwer werden zu Punkten zu kommen.
Schliessen wir das Basketballjahr 2005 der Herren dennoch versöhnlich ab. Zwei großartige Überraschungssiege gegen Bayreuth und Jena, ungebrochener Zuschauerzupruch in der Hermann-Keßler-Halle, eine Vertragsverlängerung mit Coach Zoltan Nagy und ein intaktes Umfeld sind Punkte, die es herauszuheben gilt. Ebenso kann sich die Mannschaft nun bis zum Trainingsauftakt am 27.12. regenerieren und die beispiellose Verletzungsmisere beenden. Mit Mario Probst, Mario Matic, Tony McCrory und Dominique Klein mussten die Rieser in den bisherigen 13. Saisonspielen immer mindestens auf einen Leistungsträger komplett verzichten, während die anderen genannten Spieler angeschlagen aufliefen. Natürlich haben die Verletzungen auch auf den Trainingsbetrieb und die möglichen Taktiken Auswirkungen.
Zwei schlechten Spielen (Stuttgart und Weiden) stehen die zwei Hammersiege Bayreuth und Jena gegenüber. Dieser Bonus ist nun aufgebraucht und am 07.01.06 sieht Basketball-Nördlingen hoffentlich eine komplette und gesunde Basketballmannschaft wieder. Allen Fans und Gönnern der Nördlinger Basketballszene sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für das Jahr 2005 gesagt verbunden mit dem Wunsch, dass man sich gesund und munter 2006 wieder sieht. Schöne Weihnachten.
Presseinfo: TSV 1861 Nördlingen (Thomas Lambertz)
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