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Konrad Wysocki im Interview

Frankie am 10.11.2005 um 22:55

Mit Konrad Wysocki schafften die Ehinger Zweitliga-Basketballer am Sonntag den ersten Heimsieg gegen Kaiserslautern. Bernhard Raidt sprach mit dem 23-Jährigen über seine bisherige Karriere, sein Studium in den USA - und über Langeweile und Spaß am Basketball.

Das fing ja gut an: Gleich in Ihrem ersten Spiel für die Ehinger Basketballer haben Sie mit den ersten Heimsieg für das Team geholt.
Wysocki: Ja, ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft hat extrem gut gespielt, wir haben gegen Kaiserslautern mit 19 Punkten Differenz gewonnen. Ich habe gemerkt, dass da ein richtiges gutes Team zusammenwächst.

Sie hatten mit 14 Punkten und neun Rebounds einen wichtigen Anteil am Sieg.
Meine Leistung kann noch besser werden, denke ich. Ich habe ja erst ein paar Mal mittrainiert und ich muss noch mehr in die Ehinger Spielsysteme finden. Trotzdem war das für den Anfang in Ordnung. Vor allem hat die Begegnung aber ziemlich viel Spaß gemacht, etwa das Zusammenspiel mit Chris Anderson und den vielen anderen jungen Talenten in Ehingen. Das war schon richtig klasse.

Das klingt, als wäre der Spaß am Basketball bei Ihnen zuletzt etwas abhanden gekommen...
Zuletzt habe ich ja ein halbes Jahr in der 2. Bundesliga Nord in Göttingen gespielt. Dort war ich leider ab und zu verletzt, das lief nicht ganz optimal. Davor war ich vier Jahre in den USA. Ich habe an der Universität in Princeton Architektur studiert und das Studium im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen. Gleichzeitig habe ich im Uni-Team Basketball gespielt - und das war manchmal etwas langweilig.

Langeweile in einem Team in den Basketball-verrückten USA? Wie das?
Da muss ich ein bisschen weiter ausholen: Princeton hat mir sicher optimale Bedingungen für mein Studium geboten. Das geht nicht besser. Aber der Schwerpunkt dort liegt nicht auf dem Basketball. Das Training dort fand ich oft ermüdend - immer und immer wieder haben wir dieselben Spielzüge geprobt, die dann bis auf die Zehntelsekunde sitzen mussten. Das war nicht prickelnd. Gleichzeitig wirst du weniger als Einzelspieler, sondern als Rollenspieler wahrgenommen - das heißt, es wird genau beobachtet, wie gut oder schlecht du deine Rolle im Spiel ausfüllst.

Das klingt nicht besonders verheißungsvoll.

WYSOCKI: So wichtig für mich der Aufenthalt in den USA beruflich war, in Sachen Basketball bin ich nicht so sehr weitergekommen. Aber das hängt auch von der Uni ab - es gibt Unis mit tollen Teams und Trainingsbedingungen.

Und jetzt in Ehingen. Wie lange wollen Sie bleiben?

WYSOCKI: Der Vertrag ist ja noch nicht unterschrieben. Ich bin aber sicher, dass ich bis April unterschreiben werde.

Was ist, wenn in der Zeit ein Erstligist bei Ihnen anruft?

WYSOCKI (lacht): Klar, das sind dann wieder andere Bedingungen. Mein Ziel ist es, und das habe ich ja nie geheim gehalten, in der 1. Liga zu spielen. Zuletzt habe ich auch in Gießen mittrainiert. Gleichzeitig habe ich noch ein Job-Angebot aus den USA, das ich nächstes Jahr sicher auch noch in Erwägung ziehen werde.

In Ihrer Familie gibt es ja bereits jemanden mit Bundesliga-Erfahrung…

WYSOCKI: Ja, mein Vater Chrystof hat bereits in der 1. Bundesliga gespielt. Bei uns in der Familie dreht sich ziemlich viel um Basketball - mein Vater ist jetzt Trainer des Regionalligisten Grünberg, Ehingen hat ja schon Aufstiegsspiele gegen seine Mannschaft bestritten, und mein Bruder Kevin spielt in Rhöndorf.




Quelle: SÜDWEST PRESSE - Ehinger Tagblatt (www.suedwest-aktiv.de)
Erscheinungsdatum: 10.11.2005

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