BG Karlsruhe

Rote Laterne wandert

Pucki am 05.11.2005 um 22:32

Es war das Spiel zweier Kellerkinder, das 3.500 Zuschauer in der Europahalle verfolgten. Doch wer sah, mit wie viel Energie beide Teams in die Begegnung startete, musste einen anderen Eindruck haben: Die Frankfurter Fans hatten ihr Team mit Wunderkerzen begrüßt, und dieses dankte es mit einem Eröffnungs-Dreier. Und nicht nur das: Mitte des ersten Viertels gelang den Gästen ein 0:8-Lauf zu einer soliden 8:13-Führung. Die BG zog im ersten Viertel sieben Fouls und kein einziger der vier Versuche von jenseits der Linie fand sein Ziel. Das erste Viertel ging mit 17:19 knapp an Frankfurt.

Ivan Sunara stellte später in der Pressekonferenz richtig fest, dass das zweite Viertel das besonders starke der BG war. Ewodo begann es mit einem erfolgreichen Drei-Punkte Wurf, und nach sechs weiteren Minuten stand die Halle Kopf, als die BG sich mit elf Punkten auf 33:22 abgesetzt hatte. Während den Frankfurtern kaum ein erfolgreicher Abschluss gelang, holten die Karlsruher sich immer wieder die Rebounds. Vorne trafen Allen, Ewodo, Gordon und Evans, so dass man mit einer komfortablen 38:27-Führung in die Halbzeitpause ging.

Das dritte Viertel begann ausgeglichen, und die selbstbewusst auftretenden Frankfurter konnten sich nach drei Minuten wieder bis auf sieben Punkte herankämpfen. Doch immer, wenn es eng zu werden schien, arbeitete die Defense der BG hochkonzentriert und effektiv. Stefan Svitek gelangen zwei Steals und ein erfolgreicher Dreier, und als Chuck Evans mit sechs Punkten im dritten Viertel Fahrt aufnahm, konnten die Frankfurter Gäste keinen Boden gutmachen. Auch dieses Viertel ging mit drei Punkten Differenz an die BG.
Im letzten Viertel feierten die Frankfurter eine Art Wiederauferstehung. Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls Rudy Mbembas zur Halbzeit kämpften die SKYLINERS sich in die Partie zurück. Nach vier Minuten des letzten Viertels stand es plötzlich nur noch 54:47. Der BG gelang danach ein 6:0-Lauf, doch Domonic Jones musste mit dem fünften Foul vom Parkett. Ewodo und Evans machten beide im letzten Viertel noch sechs Punkte und sorgten damit dafür, dass das Spiel nicht mehr kippte. Der Spielausgang von 71:63 wurde vom Karlsruher Anhang frenetisch gefeiert. Es war der erste Heimsieg der Karlsruher.

Horst Schmitz stellte nach dem Spiel fest, dass seine Mannschaft das Tempo kontrolliert, und das Spiel über 40 Minuten im Griff hatte. Er bemerkte, dass Spiel sei nicht immer schön aber durchaus effektiv gewesen. Er konnte nach dem zweiten Sieg in Folge feststellen, dass der Zug am Rollen sei. Und der Erfolg gibt dem Coach der Karlsruher recht: Die Rote Laterne ist mit diesem Spiel nach Frankfurt gewandert.

Für die BG trafen: Ewodo 22/2, Allen 17, Evans 14/1, Gordon 6, Svitek 5/1, DeVries 5/1, Jones 2.

Presseinfo: BG Karlsruhe (Olav Sprenger)

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