BG Karlsruhe

Wirbelsturm Alba tobt weiter

Lomax am 27.10.2005 um 11:47

3.500 Zuschauer waren in die Europahalle gepilgert, um zu sehen, ob trotz der Tabellensituation- Letzter gegen den Ersten – wieder ein Sensationssieg möglich ist. Im ersten Viertel konnte die BG die Partie noch offen gestalten: Zwar gelang Alba innerhalb von zweieinhalb Minuten ein 0:7- Lauf von 8:8 auf 8:15, doch durch eine ordentliche Reboundquote in den letzten Minuten des Viertels und einem großartigen Allen kämpfte die BG sich zurück. Nach 10 Minuten leuchtete ein 17:17 von der Anzeigetafel.

Im zweiten Viertel konnte man den Eindruck gewinnen, dass nur zwei Spieler gegeneinander spielen: Auf der einen Seite ein unermüdlicher Derrick Allen, der immer wieder unter den Korb zog, in der ersten Halbzeit sieben Rebounds und 20 Punkte verzeichnen konnte. Auf der anderen Seite Albas überragender Neuzugang Mike Penberthy, der fünf von sechs Dreierwürfen traf und sich mit 25-Punkten in die Halbzeitpause verabschiedete. Die bessere Wurfquote entschied das Viertel zugunsten der Gäste, die nach zwei Vierteln mit 35:48 führten.

Im dritten Viertel keimte nach zwei Minuten die Hoffnung auf eine Aufholjagd auf, als Stefan Svitek einen Dreier zum 41:50 traf. Kurz darauf kassierte Evans ein unsportliches Foul, das Alba eine 41:54- Führung bescherte. Bei diesem Stand handelte sich Rödl- vielleicht aus Freundschaft zu Chuck Evans – ein technisches Foul ein. In der Folgezeit dieses Viertels leistete sich die BG zu viele Turnover, Alba kam nach neun Minuten zur bis dato höchsten Führung von 20 Punkten (51:71) und entschied dieses Viertel mit 13:25 für sich.

Im Schlussakt zeigte die BG sich völlig vom Wurfglück verlassen . Am Ende stand eine Wurfquote aus dem Feld von 43%, Alba kam auf 66%; von der Freiwurflinie konnte die BG nur 50% ihrer Würfe erfolgreich verwandeln, das Team aus der Hauptstadt kam auf 69%. Drei Minuten vor Schluss ging Stefan Svitek mit dem fünften Foul vom Parkett, und mit ihm der große Kampfgeist. Dass Alba das Spiel mit +31 für sich entschied, lag an Unkonzentriertheiten der BG in den Schlussminuten.

Nach dem Spiel konnte ein sichtlich entspannter Henrik Rödl feststellen, dass der Sieg wichtig gewesen sei, eine Mannschaft wie Karlsruhe müsse man ernst nehmen, zumal man bei den beiden vorhergehenden Gastspielen nicht so gut ausgesehen habe. Des Weiteren machte er seinem Team das Kompliment, es habe konzentriert gespielt und viel Druck gemacht, mit dem Karlsruhe nicht klargekommen sei.

Dieser Aussage konnte Horst Schmitz bei seiner Heimpremiere als Interimscoach nur zustimmen: „Alba ist in sehr starker Form, man kann sehen, wie diese Mannschaft gewachsen ist, und nun auch international eine Rolle spielen wird.“ Für die Ausgangsposition der BG vor dem Auswärtsspiel in Leverkusen stellte er fest, dass man schon jetzt Bodensatz angesetzt habe und nun Medizin her müsse. Eines der beiden kommenden Spiele gegen Leverkusen und Frankfurt sollte gewonnen werden.

Für die BG trafen: Allen 28, Ewodo 21/1, Svitek 5/1, DeVries 5/1, Roessler 4, Evans 3, Fahrad 1

Presseinfo: BG Karlsruhe (Olav Sprenger)

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