EnBW Ludwigsburg
EnBW Ludwigsburg gewinnt auch das zweite Heimspiel
Lomax am 20.10.2005 um 10:15
Auch im zweiten Heimspiel der Basketballbundesligasaison ging die EnBW Ludwigsburg als Sieger vom Parkett. Dass die Spieler um das Trainergespann Silvano Poropat und Miroslav Zujevic am Ende so deutlich gewannen, konnte man bis zur 28. Minute noch nicht ahnen. Bis zum 57:57 waren beide Mannschaften ebenwürdig, bis die Barockstädter in ihrer Verteidigung anzogen und die Gäste aus Nürnberg aus dem Spiel nahmen. Nach drei Spieltagen finden sich die Barockstädter somit auf dem dritten Tabellenplatz wieder.
Eigentlich hätte es zeitweise gar nicht so spannend sein müssen. Wie schon in den ersten beiden vorherigen Saisonspielen, begannen die Ludwigsburger sehr konzentriert. Während die Franken in der Anfangsphase Probleme im Abschluss hatten, suchte die EnBW durch schnell vorgetragene Fast-Breaks den Abschluss nah am Korb. Besonders Brian Boddicker wusste am Spielbeginn zu überzeugen. Resultat war eine verdiente 10:2-Führung nach fünf gespielten Minuten. Dies sollte für längere Zeit der größte Vorsprung gewesen sein. denn jetzt begannen die Nürnberger mitzuspielen. Konzentriert wurden die Systeme durchgelaufen und die Würfe fanden ihr Ziel. So schmolz der anfängliche Vorsprung der Heimmannschaft und nach sechs Minuten stand es nur noch 13:10. Doch im direkten Gegenzug wurden die 1.900 Zuschauer in der Rundsporthalle zum ersten Mal etwas lauter. Nach einem schönen Bodenpass von Center Ermin Jazvin, konnte Justin Love spektakulär mit Dunking abschließen. Trotzdem konnte der Vorsprung nicht vergrößert werden. Im Gegenteil: 40 Sekunden vor der Viertelpause, konnte der gut aufspielende Nürnberger Sotiri Gioulekas mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf zum 19:19 ausgleichen. Nach den ersten zehn Minuten blieb den Barockstädter eine knappe 20:19-Führung.
Dabei sollte es jedoch nicht lange bleiben. Michael Lake war es aus Nürnberger Sicht, der nach zehn Sekunden im zweiten Spielabschnitt die Aufsteiger mit 22:20 in Führung brachte. Nun wurde die Schwächung des Heimteams immer deutlicher. In den letzten Tagen waren nahezu alle Spieler von einer Erkältung heimgesucht worden. Und auch am heutigen Abend ging Ermin Jazvin aufgrund dessen, geschwächt ins Spiel. Wenn er die notwenige Pause von Headcoach Silvano Poropat bekam, nutzten dies die Franken gleich aus. Der Ball wurde ans Brett gebracht und auf einmal führte der Gast nach zwölf Minuten mit 25:20. Nach der fälligen Auszeit von Silvano Poropat, brachte dieser mit Miljan Goljovic, Ermin Jazvin und Nemanja Jelesijevic, die drei Großen ins Spiel zurück. Diese Taktik schien aufzugehen: Nach erfolgreichem Dreier von Gordon Scott und Korbleger von Jerry Green, stand es in der 16. Minute wieder 29:29 unentschieden. Ab jetzt nahm der "Große" das Spiel an sich: Center Ermin Jazvin holte sich einen Rebound nach dem anderen und zeigte durch seine physische Dominanz, wo es für sein Team nun hingeht: Nach vorne. Einzig Michael Lake konnte aus gegnerischer Sicht in dieser Spielphase gegenhalten. Durch seinen schnellen ersten Schritt, strahlte er immer mehr Gefahr aus und konnte mit seinen 13 erzielten Punkten in der ersten Hälfte, die Partie offen halten. So stand es 41:40 für Ludwigsburg, bevor die Teams in die Kabinen verschwanden.
So wie Ermin Jazvin aufhörte, so begann er auch die nächsten 20 Minuten. Durch einen schönen Dunk über den Ex-Ludwigsburger Tim Nees, läutete er die nächsten Minuten ein. So stand es nach 24 gespielten Minuten 51:43. Nun überschlugen sich jedoch die Ereignisse etwas auf dem Spielfeld. Nach einem technischen Foul gegen Ludwigsburgs Headcoach Silvano Poropat, konnte Nürnberg immer mehr verkürzen. Nachdem Tim Nees die Franken mit einem Korbleger zum 51:53 heran brachte, glichen die Gäste zur Überraschung aller Anwesenden sogar wieder aus. Nach 26 Spielminuten stand es 57:57. Doch nun zeigte sich die Qualität eines Brian Boddicker. Nach fünf schnellen Punkten von ihm, sah es nach 29 Minuten, beim Stand von 64:57, wieder etwas freundlicher aus. Dies war die Initialzündung für das gesamte Ludwigsburger Team. Die Defense agierte aggressiver und störte früher den Gegenspieler. Vor den letzten zehn Minuten führte der Gastgeber mit 68:59 und die Zuschauer verwandelten die Rundsporthalle in eine wahre "Rundsporthölle". Jeder Angriff der Gäste wurde in den folgenden Minuten lautstark begleitet. Punkt um Punkt kämpften sich die Barockstädter nun davon. Nachdem erneut Ermin Jazvin in der 37. Minute zum 82:66 dunkte, schien der Spielfluss der Franken endgültig gestört zu sein. Die Nürnberger hatten nichts mehr entgegenzusetzen. So kam Nachwuchsspieler Sascha Kesselring am Ende noch etwas Einsatzzeit. Begleitet durch die "Silvano"- und "Sieg"-Rufe der Fans, gewann am Ende die EnBW Ludwigsburg verdient mit 92:74.
Durch einen starken Ermin Jazvin und Brian Boddicker, konnte besonders die Reboundüberlegenheit ausgenutzt werden. Gegen 18 Rebounds der Gäste standen am heutigen Abend 39 auf Ludwigsburger Seite. Hinzu kommt eine hervorragende Trefferquote mit 59% aus dem Feld. In Gioulekas (17 Punkte) und Lake (13 Punkte), fanden die Gäste ihre besten Scorer.
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Basketballern aus Ludwigsburg auch diesmal nicht. Schon am Samstag machen sich Nils Mittmann & Co. Erneut auf einen langen Weg nach Norden. Am Sonntag soll dann der erste Auswärtssieg der Saison in Braunschweig her.
EnBW-Coach Silvano Poropat: "Am Ende kann man mit dem Sieg zufrieden sein. Wir haben einen schweren Gegner erwartet. Spätestens in der Halbzeit hat das jeder meiner Spieler verstanden. Der entscheidende Faktor war, als in der zweiten Halbzeit Justin Love, Michael Lake aus dem Spiel genommen hat. Er hat ab da keinen Punkt mehr gemacht."
SELLBYTEL Baskets-Coach Stephan Harlander: "Ich war zu keiner Zeit mit der Mannschaft zufrieden. Zwar sind wir jetzt in der 1. Liga, aber offensichtlich sind wir da noch nicht 100%-ig angekommen. Wir haben wie in den ersten beiden Spielen durch Uncleverness verloren. Entscheidend war, dass wir ausgereboundet wurden. 18:36-Rebounds gegen uns sind zuviel."
Scorer EnBW Ludwigsburg: Green 16 Punkte (3 Rebounds, 6 Assists, 2 Steals), Love 12 (3 Rebounds, 3 Assists, 3 Steals), Goljovic 15 (4 Rebounds, 3 Assists, 1 Steal, 5/5 Freiwürfe), Jelesijevic 5 (5 Rebounds), Jazvin 18 (11 Rebounds, 2 Assists, 2 Steals), Mittmann 2 (1 Rebound), Kesselring 0, Scott 7 (1 Dreier, 1 Rebound, 2 Assists), Boddicker 17 (3 Dreier, 11 Rebounds, 1 Block).
Scorer SELLBYTEL Baskets Nürnberg: Dühring 0 Punkte, Lake 13 (1 Dreier, 2 Rebounds, 4 Steals), Meinel 0, Plantzas 3 (1 Dreier, 1 Rebound), Nees 9 (3 Rebounds), Gioulekas 17 (3 Dreier, 4 Rebounds), Rosnowski 9 (2 Dreier, 1 Rebound), Aw 4 (3 Rebounds), Jenkins 7, de Michael 8 (4 Rebounds, 1 Block), Schaffartzik 4 (1 Dreier, 4 Assists).
Presseinfo: EnBW Ludwigsburg (René Beck)
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Eigentlich hätte es zeitweise gar nicht so spannend sein müssen. Wie schon in den ersten beiden vorherigen Saisonspielen, begannen die Ludwigsburger sehr konzentriert. Während die Franken in der Anfangsphase Probleme im Abschluss hatten, suchte die EnBW durch schnell vorgetragene Fast-Breaks den Abschluss nah am Korb. Besonders Brian Boddicker wusste am Spielbeginn zu überzeugen. Resultat war eine verdiente 10:2-Führung nach fünf gespielten Minuten. Dies sollte für längere Zeit der größte Vorsprung gewesen sein. denn jetzt begannen die Nürnberger mitzuspielen. Konzentriert wurden die Systeme durchgelaufen und die Würfe fanden ihr Ziel. So schmolz der anfängliche Vorsprung der Heimmannschaft und nach sechs Minuten stand es nur noch 13:10. Doch im direkten Gegenzug wurden die 1.900 Zuschauer in der Rundsporthalle zum ersten Mal etwas lauter. Nach einem schönen Bodenpass von Center Ermin Jazvin, konnte Justin Love spektakulär mit Dunking abschließen. Trotzdem konnte der Vorsprung nicht vergrößert werden. Im Gegenteil: 40 Sekunden vor der Viertelpause, konnte der gut aufspielende Nürnberger Sotiri Gioulekas mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf zum 19:19 ausgleichen. Nach den ersten zehn Minuten blieb den Barockstädter eine knappe 20:19-Führung.
Dabei sollte es jedoch nicht lange bleiben. Michael Lake war es aus Nürnberger Sicht, der nach zehn Sekunden im zweiten Spielabschnitt die Aufsteiger mit 22:20 in Führung brachte. Nun wurde die Schwächung des Heimteams immer deutlicher. In den letzten Tagen waren nahezu alle Spieler von einer Erkältung heimgesucht worden. Und auch am heutigen Abend ging Ermin Jazvin aufgrund dessen, geschwächt ins Spiel. Wenn er die notwenige Pause von Headcoach Silvano Poropat bekam, nutzten dies die Franken gleich aus. Der Ball wurde ans Brett gebracht und auf einmal führte der Gast nach zwölf Minuten mit 25:20. Nach der fälligen Auszeit von Silvano Poropat, brachte dieser mit Miljan Goljovic, Ermin Jazvin und Nemanja Jelesijevic, die drei Großen ins Spiel zurück. Diese Taktik schien aufzugehen: Nach erfolgreichem Dreier von Gordon Scott und Korbleger von Jerry Green, stand es in der 16. Minute wieder 29:29 unentschieden. Ab jetzt nahm der "Große" das Spiel an sich: Center Ermin Jazvin holte sich einen Rebound nach dem anderen und zeigte durch seine physische Dominanz, wo es für sein Team nun hingeht: Nach vorne. Einzig Michael Lake konnte aus gegnerischer Sicht in dieser Spielphase gegenhalten. Durch seinen schnellen ersten Schritt, strahlte er immer mehr Gefahr aus und konnte mit seinen 13 erzielten Punkten in der ersten Hälfte, die Partie offen halten. So stand es 41:40 für Ludwigsburg, bevor die Teams in die Kabinen verschwanden.
So wie Ermin Jazvin aufhörte, so begann er auch die nächsten 20 Minuten. Durch einen schönen Dunk über den Ex-Ludwigsburger Tim Nees, läutete er die nächsten Minuten ein. So stand es nach 24 gespielten Minuten 51:43. Nun überschlugen sich jedoch die Ereignisse etwas auf dem Spielfeld. Nach einem technischen Foul gegen Ludwigsburgs Headcoach Silvano Poropat, konnte Nürnberg immer mehr verkürzen. Nachdem Tim Nees die Franken mit einem Korbleger zum 51:53 heran brachte, glichen die Gäste zur Überraschung aller Anwesenden sogar wieder aus. Nach 26 Spielminuten stand es 57:57. Doch nun zeigte sich die Qualität eines Brian Boddicker. Nach fünf schnellen Punkten von ihm, sah es nach 29 Minuten, beim Stand von 64:57, wieder etwas freundlicher aus. Dies war die Initialzündung für das gesamte Ludwigsburger Team. Die Defense agierte aggressiver und störte früher den Gegenspieler. Vor den letzten zehn Minuten führte der Gastgeber mit 68:59 und die Zuschauer verwandelten die Rundsporthalle in eine wahre "Rundsporthölle". Jeder Angriff der Gäste wurde in den folgenden Minuten lautstark begleitet. Punkt um Punkt kämpften sich die Barockstädter nun davon. Nachdem erneut Ermin Jazvin in der 37. Minute zum 82:66 dunkte, schien der Spielfluss der Franken endgültig gestört zu sein. Die Nürnberger hatten nichts mehr entgegenzusetzen. So kam Nachwuchsspieler Sascha Kesselring am Ende noch etwas Einsatzzeit. Begleitet durch die "Silvano"- und "Sieg"-Rufe der Fans, gewann am Ende die EnBW Ludwigsburg verdient mit 92:74.
Durch einen starken Ermin Jazvin und Brian Boddicker, konnte besonders die Reboundüberlegenheit ausgenutzt werden. Gegen 18 Rebounds der Gäste standen am heutigen Abend 39 auf Ludwigsburger Seite. Hinzu kommt eine hervorragende Trefferquote mit 59% aus dem Feld. In Gioulekas (17 Punkte) und Lake (13 Punkte), fanden die Gäste ihre besten Scorer.
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Basketballern aus Ludwigsburg auch diesmal nicht. Schon am Samstag machen sich Nils Mittmann & Co. Erneut auf einen langen Weg nach Norden. Am Sonntag soll dann der erste Auswärtssieg der Saison in Braunschweig her.
EnBW-Coach Silvano Poropat: "Am Ende kann man mit dem Sieg zufrieden sein. Wir haben einen schweren Gegner erwartet. Spätestens in der Halbzeit hat das jeder meiner Spieler verstanden. Der entscheidende Faktor war, als in der zweiten Halbzeit Justin Love, Michael Lake aus dem Spiel genommen hat. Er hat ab da keinen Punkt mehr gemacht."
SELLBYTEL Baskets-Coach Stephan Harlander: "Ich war zu keiner Zeit mit der Mannschaft zufrieden. Zwar sind wir jetzt in der 1. Liga, aber offensichtlich sind wir da noch nicht 100%-ig angekommen. Wir haben wie in den ersten beiden Spielen durch Uncleverness verloren. Entscheidend war, dass wir ausgereboundet wurden. 18:36-Rebounds gegen uns sind zuviel."
Scorer EnBW Ludwigsburg: Green 16 Punkte (3 Rebounds, 6 Assists, 2 Steals), Love 12 (3 Rebounds, 3 Assists, 3 Steals), Goljovic 15 (4 Rebounds, 3 Assists, 1 Steal, 5/5 Freiwürfe), Jelesijevic 5 (5 Rebounds), Jazvin 18 (11 Rebounds, 2 Assists, 2 Steals), Mittmann 2 (1 Rebound), Kesselring 0, Scott 7 (1 Dreier, 1 Rebound, 2 Assists), Boddicker 17 (3 Dreier, 11 Rebounds, 1 Block).
Scorer SELLBYTEL Baskets Nürnberg: Dühring 0 Punkte, Lake 13 (1 Dreier, 2 Rebounds, 4 Steals), Meinel 0, Plantzas 3 (1 Dreier, 1 Rebound), Nees 9 (3 Rebounds), Gioulekas 17 (3 Dreier, 4 Rebounds), Rosnowski 9 (2 Dreier, 1 Rebound), Aw 4 (3 Rebounds), Jenkins 7, de Michael 8 (4 Rebounds, 1 Block), Schaffartzik 4 (1 Dreier, 4 Assists).
Presseinfo: EnBW Ludwigsburg (René Beck)
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