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Frustabbau gegen den Aufsteiger

dstange am 24.01.2002 um 12:12

(aj) Rund 400 Zuschauer sahen am Samstag in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle einen ungefährdeten 74:47 (20:9/37:23/58:35)-Erfolg von Rollstuhlbasketball-Bundesligist RSV Lahn-Dill über die RSG Koblenz. Dabei betrieben die Wetzlarer Rollis gegen den Aufsteiger vor allem Frustabbau für die zuvor erlittenen zwei Auswärtsniederlagen in den Topspielen in Heidelberg und Zwickau. Dies gelang vor allem Birgit Dunstheimer, die vor heimischer Kulisse eine ganz starke Vorstellung bot und dafür auch den verdienten Lohn der Fans erhielt. . "Geht raus und spielt euer Spiel", hatte Headcoach Stefan Donner seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben, um nach den letzten Enttäuschungen das eigene Selbstbewußtsein wieder aufzubauen und den Spaß am Spiel wiederzufinden. Dies gelang dem Gastgeber ab der 4. Spielminute dann auch zunehmend. Aggressiv mit einer Ganzfeldverteidigung agierend, kam der RSV immer wieder zu Ballgewinnen und schraubte so das Ergebnis schnell von 10:7 auf 20:9 nach dem ersten Viertel. Einziger Wermutstropfen war zu diesem Zeitpunkt das bereits dritte Foul von Kapitän Nicolai Zeltinger, für den dadurch Center Thomas Dürl auf das Feld kam.

Aber auch er geriet in der Folgezeit mit der sehr eng ausgelegten Foulinterpretation der Schiedsrichter in Konflikt und mußte unter heftigen Protesten der RSV-Bank und der Zuschauer noch vor der Halbzeit mit seinem fünften persönlichen Foul das Parkett verlassen. Unterdessen zeigte sich Birgit Dunstheimer von ihrer besten Seite. Sie holte Rebounds, klaute dem Kontrahenten aus Koblenz den Ball und markierte sechs Punkte zum 35:23 (19.) in Serie, nachdem es beim 27:21 (17.) kurzfristig einmal etwas enger wurde.

Nach der Pause baute der RSV Lahn-Dill die Führung kontinuierlich aus und dem 43:25 (22.) folgte so das 51:29 (27.). War zu Beginn noch Center Mario Oosterbosch mit 14 Punkten alleine in Durchgang eins der überragende Topscorer, so löste in nun Aufbauspieler Lars Christink ab, der im zweiten Spielabschnitt auch dank der vielen Fastbreaks und eines sicheren Distanzschusses elf Zähler zum hohen Erfolg beisteuerte. So haderte am Ende lediglich Nicolai Zeltinger nach seinem fünften Foul (33.) mit dem Schicksal.

"In Anbetracht der letzten beiden Ergebnisse haben wir ein gutes Spiel
gezeigt, auch wenn bei weitem nicht alles Gold war, was bei unserer Leistung glänzte", so ein nach der Schlusssirene realistisch analysierender Trainer Donner.

Lahn-Dill: Oosterbosch (21), Christink (19), Zeltinger (12), Dunstheimer (9), Sniegocki (5), Fink (4), Hopp (4), Dürl, Schratz.

Koblenz: Frings (14), Banks (12), Gundert (8), Schnellberg (6), Müller (5), Mohnen (2), Arndt

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