BG Karlsruhe

Am zweiten Spieltag in den Tabellenkeller

_Tigger am 17.10.2005 um 21:50

Die Bamberger Tageszeitung "Fränkischer Tag" hatte die Gemeinsamkeiten beider Teams vor der Begegnung auf den Punkt gebracht: Am ersten Spieltag "zu früh gefreut" und das jeweilige Spiel primär wegen des deutlich schlechteren Reboundverhältnisses abgegeben. Damit war auch klar, dass das Hauptaugenmerk darauf liegen würde, den Gegner vom Brett wegzuhalten und keine zweite Chance zuzulassen.

Bei der Heimpremiere des deutschen Meisters im Bamberger Forum gelang dies in der Anfangsphase den Bambergern besser. Uwe Sauer hatte Jones, Roessler, Allen, Ewodo und Gordon als starting five auf das Parkett geschickt. Und es waren gerade 1:22 Minuten gespielt, als die BG den ersten schweren Schock verdauen musste: Jens–Uwe Gordon war bereits mit zwei frühen Fouls vom Parkett gegangen, als Domonic Jones sich an der Mittellinie verletzte und liegen blieb. Die Bamberger nutzten dies kurzzeitig zur 4:0-Führung. Die BG kämpfte sich aber gut zurück und ging nach dreieinhalb Minuten durch Modibo Diarra mit 6:7 erstmals in Führung. Ein zweites Mal gelang dies kurze Zeit später dank eines Dreiers von Rouven Roessler zum 8:10. Und bei diesem Stand nahm Dirk Bauermann nach 6:2 Minuten die erste Auszeit. Bamberg ging danach wesentlich aggressiver zu Werke und setzte sich mit einem 4:0 Lauf auf 12:10 ab, was Chuck Evans mit zwei erfolgreichen Freiwürfen zum 12:12 konterte. Ein 5:0-Lauf der Hausherren veranlasste Uwe Sauer dann 27 Sekunden vor Ende des ersten Viertels zu einer Auszeit. Ewodo verkürzte mit zwei erfolgreichen Freiwürfen in der verbleibenden Zeit immerhin noch auf 17:14.

Troy DeVries begann das zweite Viertel mit einem Dreier zum 17:17. In der Folgezeit brachte sich die BG dann leider durch zu viele Fehlversuche von außen und eine schwache Defense mit 25:17 ins Hintertreffen. Erst nach vier Minuten konnte Allen wieder für Punkte sorgen. Als im Anschluss daran ein Dreier für Bambergs 28:19-Führung sorgte, war die nächste Auszeit der BG fällig. Die half den Karlsruhern zwischenzeitlich wieder auf 28:23 heranzukommen. Ein Dreier von Rouven Roessler verkürzte zwischenzeitlich sogar auf 30:26, ehe der Spieler sein drittes Foul zog. Seine Antwort: Ein 30:28 bei einem Fast-Break. Nino Garris Dreier konnte die Nerven der Hausherren wieder einigermaßen beruhigen. Zwei verworfene Freiwürfe von Modibo Diarra und ein Turnover von Evans gefolgt von einem Fehlversuch Allens taten ihr Übriges: 39:31 hieß es dank eines Dreiers von Stefan Fahrad kurz vor der Schlusssirene.

Aus der Pause kamen die Bamberger mit Treffern von Archibong und Phelps wesentlich lebendiger zurück. Es dauerte nur 2:35 Minuten ehe Karlsruhes Headcoach seine Schützlinge nach dem dritten Foul von Gordon wieder zu einem Timeout bat. Da hieß es bereits 45:32. Man weiß nicht, was in Karlsruhes Nr. 12 vor sich ging, als er im Anschluss an diese Auszeit mit dem fünften Foul vom Feld musste und sich auch noch ein technisches Foul gönnte. Die BG kämpfte von seinen Topscorern Ewodo und Allen angetrieben tapfer weiter, musste aber auch dieses Viertel mit drei Punkten abgeben, lag mit 60:49 zurück.

Im letzten Viertel gelang Ewodo noch ein schöner Steal mit einem anschließenden Korbleger, Roessler machte einen guten Steal, durfte nach einem Foul von Garris aber nur zwei Freiwürfe verwandeln, doch alles nutzte nichts: Immer, wenn es ein wenig nach Aufholjagd roch, sorgten individuelle Fehler für Rückschläge. Spätestens als zweieinhalb Minuten vor Schluss noch ein Technisches Foul gegen die Bank der Karlsruher gegeben wurde, war klar, dass sich die letzt jährige Aufholjagd nicht wiederholen würde. Die B landet nach der deutlichen 81:64-Niederlage im Tabellenkeller, während Bamberg seine Rebounddefizite behoben hat.

Für die BG trafen: Allen 17, Ewodo 17/2, Roessler 12/2, Fahrad 7/1, Evans 4, DeVries 3/1, Diarra 2, Svitek 2.

Presseinfo: BG Karlsruhe (Olav Sprenger)

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