Dimplex Falke Nürnberg
Beim Pokalsieger wacker geschlagen
Pucki am 15.10.2005 um 01:11
Nicht ganz gereicht hat es zu einem Auftaktsieg für die SELLBYTEL Baskets Nürnberg in der BBL. Bei RheinEnergie Köln verlor die Mannschaft von Stephan Harlander und Stefan Weissenböck nach aufopferungsvollem Kampf aufgrund zu vieler individueller Fehler und mangelnder Cleverness mit 80:70. Im Stile einer Spitzenmannschaft nutzte das Heimteam jede Schwächephase des mittelfränkischen Liganovizen eiskalt aus.
Die Aufregung wegen des ersten Pflichteinsatzes nach langer Zeit, war beiden Mannschaften in den Anfangsminuten deutlich anzumerken. Nürnbergs Starting Five mit Tenter, Rosnovski, Gioulekas, DeMichael und Nees fand den gegnerischen Korb zuerst durch einen Durchbruch des kasachischen Guards. Ärgerlich war die hohe Anzahl an Ballverlusten und die zwei Fouls von Ryan DeMichael bereits in den ersten 120 Sekunden. 6:3 führten die Franken, nach Freiwürfen von Grünheid, nachdem Köln immer wieder an die Grundlinie zu ihm durchstecken konnte, glich der amtierende Pokalsieger beim 6:6 (5. Minute) erstmals aus. Viele ungestüme Fouls zeugten zu Beginn von der großen Nervosität des Aufsteigers, wenngleich man sich Kölner Bemühungen davonzuziehen anfangs sehr erfolgreich widersetzte. Ryan DeMichael glich nach Traumanspiel von Lake in der 9. Minute zum 12:12 aus, doch im Gegenzug holte er sich sein 3. Foul ab, als er den Versuch unternahm, sich McGowan bei einem krachenden Dunking in den Weg zu stellen. Köln nutzte das Momentum, setzte sich leicht auf 17:12 ab, mit dem Buzzer markierte McLinton mit einem technisch anspruchsvollen Floater das 19:14 für die Gastgeber. Nürnberg hätte zufrieden sein können, wären nicht bereits zu diesem Zeitpunkt die Big Men Nees und DeMichael mit 2 bzw. 3 Fouls belastet gewesen und der Rebound am eigenen Brett besser unter Kontrolle.
Traumhaft verlief der Start für die Gastgeber in die zweiten zehn Minuten, mit einer 13:2-Serie drehte man das Ergebnis in den ersten sechs Minuten auf 28:21, die verschiedenen Defensivvarianten von Stephan Harlander störten den Rhythmus der Kölner empfindlich. Wie schwer Fehler im Oberhaus allerdings bestraft werden, wurde in den nächsten 60 Sekunden bewusst, als Köln den Spieß herumdrehte und die Führung mit Grünheids zweitem Dreier zurückeroberte (32:29). Der bis zu seiner Verletzung kurz vor der Halbzeit sehr überzeugende Karim Aw verwandelte zwei Freiwürfe zum 32:31, doch die restliche Spielzeit der ersten Hälfte gehörte den Gastgebern, die durch Fouls und Ballverluste des Gastteams aufgebaut wurden. Der Halbzeitstand von 39:33 ließ die Mittelfranken jedoch noch auf mehr hoffen, zu verdanken war das knappe Ergebnis trotz 10 Ballverlusten der sehr starken Freiwurfquote, dem nie erlahmenden Kampfgeist und den Aktionen des überragenden Michael Lake, der 14 seiner 21 Punkte in Hälfte 1 markierte.
Drei Minuten standen beide Teams nach dem Seitenwechsel wieder auf dem Parkett, als Gortat nach einem der typischen "Durchstecker" den Vorsprung seiner Mannschaft das erste Mal in zweistellige Gefilde schraubte. Eine frühe Auszeit sorgte für Besserung im Nürnberger Spiel, mit einem technischen Foul wegen zu starken Protests baute Marcin Gortat den Gegner weiter auf und unter der Führung von Tenter, Lake und Rosnovski, der im ersten Spiel nach bekannt werden seiner Verpflichtung in allen Belangen überzeugte - 6 Steals, 5 Assists und 11 Rebounds, aufgrund von Ausrutschern aber auch 6 Ballverluste – konnte man sich wieder herankämpfen. Der Kasache glich per Freiwurf zum 52:52 aus, Tenter kurz darauf zum 54:54, doch Köln hatte stets eine Antwort parat, was nach Aussage von Stephan Harlander ein Spitzenteam ausmacht. Mit einem Dreier von McGowan und zwei weiteren Punkten des Kölner Centers erspielte sich Köln mit dem 59:54 nach 30 Minuten wieder ein Übergewicht.
Würde die Kraft reichen, war die große Frage vor dem Schlussviertel, nach zwei Minuten beim Stand von 70:58 und dem vierten Foul von Lake und Nees schien die Partie entschieden, doch Nürnberg ließ sich nicht unterkriegen. Lake und DeMichael verkürzten auf sieben Zähler, McGowan musste mit fünf Fouls auf die Bank, fünf Minuten vor Schluss schien noch alles offen. Zwei ungenutzte Chancen des unglücklichen Tim Nees, der von Gortat sensationell beim Fastbreak geblockt wurde und Freiwürfe vergab, nahmen Nürnberg die Möglichkeit zur Aufholjagd. So brachte RheinEnergie seinen Vorsprung routiniert über die Zeit und siegte letztendlich verdient mit 80:70.
Stephan Harlander lobte in der Pressekonferenz den Gegner und attestierte seiner Mannschaft den Willen zum Sieg, in einigen Situationen habe aber noch die fehlende Cleverness gefehlt. Sasa Obradovic zeigte sich unzufrieden mit der individuellen Leistung einiger Akteure und bemängelte, dass man sich zu wenig eingesetzt habe und sich in Phasen hoher Führung zu sehr gehen ließ. Beste Werfer waren für Nürnberg Lake mit 21 und Gioulekas mit 18 Zählern, Köln hatte McGowan mit 17 (100% Trefferquote) und Grünheid mit 14 Punkten als beste Werfer, scorte aber ausgeglichener.
Das komplette Scouting gibt es hier.
Presseinfo: SELLBYTEL Baskets Nürnberg (Felix Pflaum, www.franken-forward.de)
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Die Aufregung wegen des ersten Pflichteinsatzes nach langer Zeit, war beiden Mannschaften in den Anfangsminuten deutlich anzumerken. Nürnbergs Starting Five mit Tenter, Rosnovski, Gioulekas, DeMichael und Nees fand den gegnerischen Korb zuerst durch einen Durchbruch des kasachischen Guards. Ärgerlich war die hohe Anzahl an Ballverlusten und die zwei Fouls von Ryan DeMichael bereits in den ersten 120 Sekunden. 6:3 führten die Franken, nach Freiwürfen von Grünheid, nachdem Köln immer wieder an die Grundlinie zu ihm durchstecken konnte, glich der amtierende Pokalsieger beim 6:6 (5. Minute) erstmals aus. Viele ungestüme Fouls zeugten zu Beginn von der großen Nervosität des Aufsteigers, wenngleich man sich Kölner Bemühungen davonzuziehen anfangs sehr erfolgreich widersetzte. Ryan DeMichael glich nach Traumanspiel von Lake in der 9. Minute zum 12:12 aus, doch im Gegenzug holte er sich sein 3. Foul ab, als er den Versuch unternahm, sich McGowan bei einem krachenden Dunking in den Weg zu stellen. Köln nutzte das Momentum, setzte sich leicht auf 17:12 ab, mit dem Buzzer markierte McLinton mit einem technisch anspruchsvollen Floater das 19:14 für die Gastgeber. Nürnberg hätte zufrieden sein können, wären nicht bereits zu diesem Zeitpunkt die Big Men Nees und DeMichael mit 2 bzw. 3 Fouls belastet gewesen und der Rebound am eigenen Brett besser unter Kontrolle.
Traumhaft verlief der Start für die Gastgeber in die zweiten zehn Minuten, mit einer 13:2-Serie drehte man das Ergebnis in den ersten sechs Minuten auf 28:21, die verschiedenen Defensivvarianten von Stephan Harlander störten den Rhythmus der Kölner empfindlich. Wie schwer Fehler im Oberhaus allerdings bestraft werden, wurde in den nächsten 60 Sekunden bewusst, als Köln den Spieß herumdrehte und die Führung mit Grünheids zweitem Dreier zurückeroberte (32:29). Der bis zu seiner Verletzung kurz vor der Halbzeit sehr überzeugende Karim Aw verwandelte zwei Freiwürfe zum 32:31, doch die restliche Spielzeit der ersten Hälfte gehörte den Gastgebern, die durch Fouls und Ballverluste des Gastteams aufgebaut wurden. Der Halbzeitstand von 39:33 ließ die Mittelfranken jedoch noch auf mehr hoffen, zu verdanken war das knappe Ergebnis trotz 10 Ballverlusten der sehr starken Freiwurfquote, dem nie erlahmenden Kampfgeist und den Aktionen des überragenden Michael Lake, der 14 seiner 21 Punkte in Hälfte 1 markierte.
Drei Minuten standen beide Teams nach dem Seitenwechsel wieder auf dem Parkett, als Gortat nach einem der typischen "Durchstecker" den Vorsprung seiner Mannschaft das erste Mal in zweistellige Gefilde schraubte. Eine frühe Auszeit sorgte für Besserung im Nürnberger Spiel, mit einem technischen Foul wegen zu starken Protests baute Marcin Gortat den Gegner weiter auf und unter der Führung von Tenter, Lake und Rosnovski, der im ersten Spiel nach bekannt werden seiner Verpflichtung in allen Belangen überzeugte - 6 Steals, 5 Assists und 11 Rebounds, aufgrund von Ausrutschern aber auch 6 Ballverluste – konnte man sich wieder herankämpfen. Der Kasache glich per Freiwurf zum 52:52 aus, Tenter kurz darauf zum 54:54, doch Köln hatte stets eine Antwort parat, was nach Aussage von Stephan Harlander ein Spitzenteam ausmacht. Mit einem Dreier von McGowan und zwei weiteren Punkten des Kölner Centers erspielte sich Köln mit dem 59:54 nach 30 Minuten wieder ein Übergewicht.
Würde die Kraft reichen, war die große Frage vor dem Schlussviertel, nach zwei Minuten beim Stand von 70:58 und dem vierten Foul von Lake und Nees schien die Partie entschieden, doch Nürnberg ließ sich nicht unterkriegen. Lake und DeMichael verkürzten auf sieben Zähler, McGowan musste mit fünf Fouls auf die Bank, fünf Minuten vor Schluss schien noch alles offen. Zwei ungenutzte Chancen des unglücklichen Tim Nees, der von Gortat sensationell beim Fastbreak geblockt wurde und Freiwürfe vergab, nahmen Nürnberg die Möglichkeit zur Aufholjagd. So brachte RheinEnergie seinen Vorsprung routiniert über die Zeit und siegte letztendlich verdient mit 80:70.
Stephan Harlander lobte in der Pressekonferenz den Gegner und attestierte seiner Mannschaft den Willen zum Sieg, in einigen Situationen habe aber noch die fehlende Cleverness gefehlt. Sasa Obradovic zeigte sich unzufrieden mit der individuellen Leistung einiger Akteure und bemängelte, dass man sich zu wenig eingesetzt habe und sich in Phasen hoher Führung zu sehr gehen ließ. Beste Werfer waren für Nürnberg Lake mit 21 und Gioulekas mit 18 Zählern, Köln hatte McGowan mit 17 (100% Trefferquote) und Grünheid mit 14 Punkten als beste Werfer, scorte aber ausgeglichener.
Das komplette Scouting gibt es hier.
Presseinfo: SELLBYTEL Baskets Nürnberg (Felix Pflaum, www.franken-forward.de)
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