EnBW Ludwigsburg

BonnDuell ist das famose Heimspiel in der Rundsportdose

Lomax am 12.10.2005 um 12:47

Endlich hat das lange warten ein Ende. Am Freitag, den 14. Oktober startet der Basketball-Bundesligist EnBW Ludwigsburg unter dem Motto "BonnDuell ist das famose Heimspiel in der Rundsportdose" in die Saison 2005/06 (19:30 Uhr; Rundsporthalle). Alle Beteiligten können es kaum erwarten, endlich wieder krachende Dunkings, spektakuläre Zauberpässe und atemberaubende Dribblings zu bejubeln.

Sportlich gilt es in dieser Saison an den Erfolg aus dem Vorjahr anzuknüpfen, auch wenn es schwer fällt, Prognosen zu stellen, da viele Teams mit erheblich veränderten Kadern in die Saison starten. So auch der Gegner Telekom Baskets Bonn. Jahrelang haben die Bonner zu den absoluten Spitzenteams in der Basketball-Bundesliga gezählt. Vergangene Saison haben die Telekom Baskets zwar das Pokalfinale erreicht und zudem die Qualifikation für den FIBA EuroCup geschafft, in der Meisterrunde mussten sich die Bonner jedoch mit einem enttäuschenden neunten Platz zufrieden geben.

Damit hatte die Mannschaft erstmals seit der Spielzeit 1996/97 die Play-Offs verpasst. "Wir hatten vergangene Saison sehr gut bezahlte Spieler mit hohem Leistungspotenzial, aber nur manchmal ein Team", kommentiert Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich dieses schwache Abschneiden. Zeit für einen Neuaufbau in der ehemaligen Bundeshauptstadt. Predrag Krunic, drei Jahre als Co-Trainer und zuletzt vier Jahre als Headcoach in Bonn tätig, musste im Sommer seinen Hut nehmen und wurde durch den 44-jährigen Kroaten Danijel Jusup ersetzt. Eine weitere Konsequenz des Bonner Philosophie-Wechsels spiegelt sich im beinahe komplett neuen Kader der Baskets wieder.

"Wir müssen mit wesentlich weniger Geld als letzte Saison, aber mit viel mehr Kampf und kollektivem Ehrgeiz die Play-Offs erreichen", gibt Präsident Wiedlich klare Ziele vor. Auf Grund des gesunkenen Etats konnten selbst die Bonner Identifikationsfigur Aleksandar Nadjfeji und der schwedische Nationalspieler Oluoma Nnamaka nicht gehalten werden. Stattdessen haben sich die Baskets auf Danijel Jusup und dessen Kenntnisse über den osteuropäischen Spielermarkt verlassen. Bestes Beispiel: Der kroatische Nationalspieler Hrvoje Perincic, zuletzt beim französischen Meister Strasbourg IG unter Vertrag, hat bereits mehrere Jahre unter Jusup gespielt. Der 1,96m große Forward gilt als exzellenter Verteidiger und Rebounder und soll die Position von Nnamaka übernehmen.

Aus Slowenien stammt der neue Center der Bonner. Milos Paravinja, 2,10m groß, spielte in der vergangenen Saison mit Ljubljana in der Adrialeague, wo er im Schnitt 11,7 Punkte erzielte und 2,7 Rebounds holte. Für die Spielmacherposition wurde mit Andrew Wisniewski ein US-Amerikaner verpflichtet. Ein Wunschkandidat von Jusup. "Mit Andrew kommt ein Spieler mit viel Intelligenz und Variabilität nach Bonn. Er ist nicht nur ein guter Passgeber, sondern auch ein ebenso guter Scorer", so der Headcoach der Baskets. Im Blickfeld steht außerdem der zweite US-Amerikaner, den die Baskets ins magentafarbene Trikot geholt haben.

Shooting Guard Jason Conley war in der Spielzeit 2001/02 mit einem Schnitt von knapp 30 Punkten der erste "Freshman" überhaupt, der in seiner Debüt-Saison Topscorer aller College-Basketballer wurde. Zuletzt stand der 24-Jährige sogar im erweiterten Kader des NBA-Teams Atlanta Hawks, wählte dann jedoch die Option Bonn, um zu Saisonbeginn nicht ohne Vertrag dazustehen.

Weitere Neuverpflichtungen der Baskets sind der deutsch-kanadische Powerforward Michael Meeks, der kroatische Wisniewski-Vertreter Ivan Tomaljak, der slowenische Guard Aljaz Janza und der ehemalige Bonner Jugendspieler Artur Kolodziejski. Komplettiert wird der Kader von Branko Klepac und Nachwuchscenter Martin Mihajlovic, die als einzige bereits vergangene Saison für Bonn auf Korbjagd waren.

Man darf gespannt sein, wie sich die Mannschaft am Freitag in der Ludwigsburger Rundsporthalle (Spielbeginn 19:30 Uhr) präsentiert. Ähnliches gilt für die Truppe von EnBW Ludwigsburg-Headcoach Silvano Poropat, der mit einer Mischung aus Leistungsträgern aus der vergangenen Saison und spektakulären Neuverpflichtungen an den Erfolg aus dem Vorjahr anknüpfen möchte. Ein spannendes und unterhaltsames Spiel ist garantiert. Sichern sie sich ab 18:00 Uhr ihr Ticket an der Abendkasse und genießen sie endlich wieder die Basketball-Bundesliga live und hautnah.

Presseinfo: EnBW Ludwigsburg (René Beck)

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