ProA
ratiopharm Ulm gewinnt Michelin-Cup
Lomax am 26.09.2005 um 15:57
Vor 10 Tagen hatten die Verantwortlichen in Ulm bei den beiden Topturnieren um den Fritz & Macziol-Cup in Ulm und den Michelin-Cup in Karlsruhe als Wunschziel einen Sieg in den insgesamt 6 Spielen erhofft.
Dass es dann sogar 5 Siege aus 6 Spielen werden, hätten auch kühnste Optimisten nicht für möglich gehalten. Beim eigenen Turnier waren die Ulmer im Finale noch an den WALTER Tigers Tübingen knapp gescheitert. Dieses Mal scheiterte Tübingen im Halbfinale knapp an Gastgeber Karlsruhe, die so eine Wiederholung des Finalspieles der Vorwoche verhinderten.
Mit ratiopharm Ulm im Finale hatte sicher keiner der hochklassigen Turnierteilnehmer aus Polen, Frankreich, Kroatien oder Deutschland gerechnet. Auch Halbfinalgegner Ludwigsburg hatte den Kampfgeist von Kapitän Erege und Mitspieler sichtlich unterschätzt. Am Ende gewann der Aussenseiter hochverdient gegen den Play-Off-Kandidaten aus Ludwigsburg mit 89:79 (mehr Infos). So hatte sich das Team von Trainer Mike Taylor selber ein schönes Geschenk gemacht. Man durfte im Karlsruher Radisson einige Stunden länger alle Annehmlichkeiten eines First Class-Hotels genießen und sich so optimal für das 3. Spiel innerhalb von 50 Stunden regenerieren.
Direkt ins Hotel kam am morgen auch der Ulmer Aufbauspieler Martin Thuesen. Am Vorabend hatte er mit der dänischen Nationalmannschaft für eine weitere Sensation gesorgt. Einen 14-Punkte-Rückstand aus dem Hinspiel in Irland glichen die Dänen in der regulären Spielzeit aus, um dann in der Verlängerung noch einen weiteren Punkt Differenz zu erspielen. Mit 10 Assists und 5 Punkten in 39 Minuten war Ulms Thuesen maßgeblich am Aufstieg in die A-Gruppe der Nationalmannschaften beteiligt.
Nach den Feierlichkeiten war Thuesen morgens um 05:00 Uhr direkt zum Flughafen, um gegen 11:00 Uhr bei der Mannschaft einzutreffen. Trainer Mike Taylor verzichtete nach den ganzen Reisestrapazen auf einen Einsatz seines Point Guards. Finalgegener Karlsruhe hatte da größere Sorgen. Topscorer Ewodo und Scharfschütze DeVries konnten beide nicht auflaufen. Doch auch mit der Karlsruher Starting Line-Up Jones, Fahrad, Rössler, Allen und Svitek war die Favoritenrolle klar verteilt. Vor ca. 1.200 Zuschauern legte aber Aussenseiter Ulm vor. 6:4 nach 2 Minuten. Karlsruhe konterte noch einmal zum 7:6, das war die letzte Karlsruher Führung des Spiels. Emeka Erege und Maksym Shtein scorten zum 16:7 und Karlsruhes Trainer war zur ersten Auszeit gezwungen.
Bis zur 1. Viertelpause verkürzte Karlsruhe dank Domonic Jones auf 14:18. Im 2. Viertel war dann Ulm wieder einmal nicht mehr zu halten. Chris Grosse war von Chuck Evans nicht zu stoppen und Uwe Sauer beantragte die nächste Auszeit (31:16). Erneut kämpfte sich Karlsruhe auf 22:32 ran, doch Ulm konterte gegen zusehends frustriertere Karlsruher bis zur Halbzeit auf 40:24.
Nach der Halbzeit wurde die Partie ruppiger. Erst knallte Ulms Gibbs auf den Rücken und musste vom Feld geführt werden, dann erwischte es Karlsruhes Svitek, der ebenfalls unglücklich auf den Rücken fiel. Gibbs kam nach wenigen Minuten zurück, Svitek leider nicht. So musste Karlsruhes Coach dann doch noch den angeschlagenen Jens-Uwe Gordon (Darminfekt) in die "Schlacht" werfen. Es nützte letzlich nichts, da auch noch Rouven Rössler und Derrick Allen früh mit fünf Fouls - darunter jeweils ein technisches Foul - das Spielfeld verlassen mussten. Zwei Minuten vor dem Ende stand es 64:54 und der Gastgeber schien geschlagen.
Ein letztes Aufbäumen mit 7 Punkten in Folge brachte Karlsruhe noch einmal in Schlagweite (61:64), doch Jeff Gibbs und Emeka Erege machten den Sack schlieslich zu. Mit 68:61 gewann Ulm am Ende das Finale in Karlsruhe verdient. Mit Maksym Shtein wurde dann auch noch der dominierende Ulmer Center zum MVP des Turnier ausgezeichnet. Eine rundum gelungene Ulmer Vorbereitung, die in einer Woche schon wieder vergessen sein wird. Dann beginnt der Ernst des Lebens mit zwei schweren Spielen gegen Langen und Nördlingen, wenn aus dem Außenseiter plötzlich wieder selbst der Gejagte wird.
Presseinfo: ratiopharm Ulm (Dr. Thomas Stoll)
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Dass es dann sogar 5 Siege aus 6 Spielen werden, hätten auch kühnste Optimisten nicht für möglich gehalten. Beim eigenen Turnier waren die Ulmer im Finale noch an den WALTER Tigers Tübingen knapp gescheitert. Dieses Mal scheiterte Tübingen im Halbfinale knapp an Gastgeber Karlsruhe, die so eine Wiederholung des Finalspieles der Vorwoche verhinderten.
Mit ratiopharm Ulm im Finale hatte sicher keiner der hochklassigen Turnierteilnehmer aus Polen, Frankreich, Kroatien oder Deutschland gerechnet. Auch Halbfinalgegner Ludwigsburg hatte den Kampfgeist von Kapitän Erege und Mitspieler sichtlich unterschätzt. Am Ende gewann der Aussenseiter hochverdient gegen den Play-Off-Kandidaten aus Ludwigsburg mit 89:79 (mehr Infos). So hatte sich das Team von Trainer Mike Taylor selber ein schönes Geschenk gemacht. Man durfte im Karlsruher Radisson einige Stunden länger alle Annehmlichkeiten eines First Class-Hotels genießen und sich so optimal für das 3. Spiel innerhalb von 50 Stunden regenerieren.
Direkt ins Hotel kam am morgen auch der Ulmer Aufbauspieler Martin Thuesen. Am Vorabend hatte er mit der dänischen Nationalmannschaft für eine weitere Sensation gesorgt. Einen 14-Punkte-Rückstand aus dem Hinspiel in Irland glichen die Dänen in der regulären Spielzeit aus, um dann in der Verlängerung noch einen weiteren Punkt Differenz zu erspielen. Mit 10 Assists und 5 Punkten in 39 Minuten war Ulms Thuesen maßgeblich am Aufstieg in die A-Gruppe der Nationalmannschaften beteiligt.
Nach den Feierlichkeiten war Thuesen morgens um 05:00 Uhr direkt zum Flughafen, um gegen 11:00 Uhr bei der Mannschaft einzutreffen. Trainer Mike Taylor verzichtete nach den ganzen Reisestrapazen auf einen Einsatz seines Point Guards. Finalgegener Karlsruhe hatte da größere Sorgen. Topscorer Ewodo und Scharfschütze DeVries konnten beide nicht auflaufen. Doch auch mit der Karlsruher Starting Line-Up Jones, Fahrad, Rössler, Allen und Svitek war die Favoritenrolle klar verteilt. Vor ca. 1.200 Zuschauern legte aber Aussenseiter Ulm vor. 6:4 nach 2 Minuten. Karlsruhe konterte noch einmal zum 7:6, das war die letzte Karlsruher Führung des Spiels. Emeka Erege und Maksym Shtein scorten zum 16:7 und Karlsruhes Trainer war zur ersten Auszeit gezwungen.
Bis zur 1. Viertelpause verkürzte Karlsruhe dank Domonic Jones auf 14:18. Im 2. Viertel war dann Ulm wieder einmal nicht mehr zu halten. Chris Grosse war von Chuck Evans nicht zu stoppen und Uwe Sauer beantragte die nächste Auszeit (31:16). Erneut kämpfte sich Karlsruhe auf 22:32 ran, doch Ulm konterte gegen zusehends frustriertere Karlsruher bis zur Halbzeit auf 40:24.
Nach der Halbzeit wurde die Partie ruppiger. Erst knallte Ulms Gibbs auf den Rücken und musste vom Feld geführt werden, dann erwischte es Karlsruhes Svitek, der ebenfalls unglücklich auf den Rücken fiel. Gibbs kam nach wenigen Minuten zurück, Svitek leider nicht. So musste Karlsruhes Coach dann doch noch den angeschlagenen Jens-Uwe Gordon (Darminfekt) in die "Schlacht" werfen. Es nützte letzlich nichts, da auch noch Rouven Rössler und Derrick Allen früh mit fünf Fouls - darunter jeweils ein technisches Foul - das Spielfeld verlassen mussten. Zwei Minuten vor dem Ende stand es 64:54 und der Gastgeber schien geschlagen.
Ein letztes Aufbäumen mit 7 Punkten in Folge brachte Karlsruhe noch einmal in Schlagweite (61:64), doch Jeff Gibbs und Emeka Erege machten den Sack schlieslich zu. Mit 68:61 gewann Ulm am Ende das Finale in Karlsruhe verdient. Mit Maksym Shtein wurde dann auch noch der dominierende Ulmer Center zum MVP des Turnier ausgezeichnet. Eine rundum gelungene Ulmer Vorbereitung, die in einer Woche schon wieder vergessen sein wird. Dann beginnt der Ernst des Lebens mit zwei schweren Spielen gegen Langen und Nördlingen, wenn aus dem Außenseiter plötzlich wieder selbst der Gejagte wird.
Presseinfo: ratiopharm Ulm (Dr. Thomas Stoll)
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